Graptopetalum

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Graptopetalum
Graptopetalum amethystinum Habitus, Teil des Blütenstandes und der Blüte.

Graptopetalum amethystinum
Habitus, Teil des Blütenstandes und der Blüte.

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Sedeae
Gattung: Graptopetalum
Wissenschaftlicher Name
Graptopetalum
Rose

Graptopetalum ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name leitet sich von den griechischen Worten γραπτός (graptos) für geschrieben, gemalt und πέταλον (petalon) für Kronblatt her und verweist auf die in der Regel gefleckten Kronblätter.

Synonyme der Gattung sind Byrnesia, Tacitus und ×Tacipetalum.

Beschreibung[Bearbeiten]

Graptopetalum sind wintergrüne ausdauernde krautige Pflanzen oder Sträucher, die Wuchshöhen zwischen 25 und 35 Zentimeter erreichen. Sie sind nicht vivipar. Die Pflanzen sind kahl oder papillös. Die Chromosomenzahl beträgt n = 30-35.

Die Sprossachsen stehen aufrecht. Sie sind sukkulent und verzweigt oder unverzweigt.

Die basalen Laubblätter stehen in dichten Rosetten, die oberen Blattrosetten hingegen bestehen nur aus vereinzelten kleineren Blättern. Alle Blätter sind ungestielt und fast stängelumfassend. Die sukkulenten Spreite ist keilförmig, oder rhombisch-lanzettlich oder umgekehrt eiförmig und zwischen 2 und 10 Zentimeter lang. Der Querschnitt ist flach oder abgeflacht rund. Die Basis ist nicht gespornt. Der Blattrand ist ganzrandig

Die flachen oder rispenförmigen Blütenstände sind achselständige Trugdolden, die die Blattrosetten deutlich überragen. Die Blütenstandachsen wachsen jährlich neu aus. Die übelriechenden Blüten sind gestielt und 5-8-zählig. Die Kelchblätter sind nicht verwachsen und mehr oder weniger gleich groß. Die Kronblätter an der Basis verwachsen und sind gespreizt oder ab der Mitte leicht zurückgebogen. Die Farbe ist zumeist blass-gelb mit irregulären Flecken und in der distalen Hälfte rot streifig. Die Nektarien sind fächerartig. Die Staubblätter sind doppelt so viel wie die Kelchblätter. Die Staubfäden sind mit der Kronenbasis verwachsen und an der Spitze zurückgebogen. Der Stempel ist aufrecht und basal verwachsen. Der Fruchtknoten ist basal verengt, der Griffel ist zweimal kürzer als der Fruchtknoten.

Die Balgfrüchte sind meistens aufrecht. Die Samen sind schmal eiförmig, fein gerillt und papillös.

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Graptopetalum ist mit zwei Arten (Graptopetalum bartramii und Graptopetalum rusbyi) im US-Bundesstaat Arizona und mit allen anderen Arten in Mexiko von Sonora und Chihuahua bis Oaxaca an Felsstandorten bis in Höhenlagen von 2400 Metern verbreitet.

Sie wurde 1911 von Joseph Nelson Rose aufgestellt.[1] Die Typusart der Gattung ist Graptopetalum pusillum. Einige Arten der Gattung waren bereits vor 1911 in anderen Gattungen (Pachyphytum, Sedum, Cotyledon) beschrieben und wurden später zu Graptopetalum umkombiniert.

Nach Joachim Thiede werden folgende Arten unterschieden:

Bilder[Bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Reid V. Moran: Gratopetalum. In: Flora of North America. Oxford University Press, Oxford 2009, ISBN 978-0-19-534026-6, S. 227 (online, abgerufen am 12. Februar 2010).
  •  J. Thiede: Graptopetalum'. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon Band 4. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Stuttgart 2003, ISBN 978-3-8001-3998-9, S. 132-138.
  •  Helmut Regnat: Aus Queretaro: Graptopetalum pachyphyllum Rose. In: Kakteen und andere Sukkulenten. 51, Nr. 1, 2000, S. 11.
  •  Helmut Regnat: Die Pflanzenfamilie Crassulaceae Gattungen des amerikanischen Kontinents – Eine Betrachtung: Graptopetalum Rose. In: Kakteen und andere Sukkulenten. 43, Nr. 6, 1992, S. 130-134.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  J. N. Rose: Graptopetalum, A new Genus. In: Contributions from the United States National Herbarium. Smithsonian Institution. 13, 1911, S. 296 (online, abgerufen am 12. Februar 2010).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Graptopetalum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien