Gwrach

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Gwrach y Rhibyn ['ɡurɑːx ə 'hribɨn] ist in der keltischen Mythologie von Wales eine Hexe als Todesgeist in der Gestalt eines hässlichen alten Weibes. Die Gwrach wird auch mit den Cyhyraeth [kəˈhəreθ] in Verbindung gebracht, Geistern, die den Tod eines Menschen mit unheimlichem Heulen ankündigen sollen. Wie die schottischen Cailleach und die irischen Banshee klagen Gwrach und Cyhyraeth auch über den Tod von Landsleuten in der Fremde.

Mythologie[Bearbeiten]

Ein walisisches Schimpfwort lautet: „Y mae mor salw â Gwrach y Rhibyn“ („Sie ist so hässlich wie Gwrach y Rhibyn“). Diese Geistergestalt soll harpyienhafte Züge besitzen, nämlich dürre, ledrige Arme mit Fledermausflügeln, wirre Haare und lange schwarze Zähne in einem leichenhaften Gesicht. Wenn jemand sterben muss, dann klopft sie in dieser Nacht an sein Fenster und ruft den Namen, oder sie begleitet ihn unsichtbar und schreit an Furten oder Kreuzwegen. Ihr Ruf klingt je nach der Person wie „Fy ngŵr, fy ngŵr!“ („Mein Gatte, mein Gatte!“), „Fy ngwraig! Fy ngwraig!“ („Mein Weib, mein Weib!“) oder „Fy mhlentyn, fy mhlentyn bach!“ („Mein Kind, mein kleines Kind!“).

Andere Legenden bringen Gwrach mit einer Wasserfee oder mit der walisischen Göttin Dôn in Verbindung. Sie soll auch (im Hanes Taliesin) die Gattin Morfrans, des Sohnes Ceridwens und Tegid Foels, sein.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Wirt Sikes: British Goblins: Welsh Folklore, Fairy Mythology, Legends and Traditions. 2. Edition, Sampson Low, Marston, Searle & Rivington, London 1880. [1]
  • Thomas Crofton Croker: Fairy Legends and Traditions of the South of Ireland: The elves in Ireland. The elves in Scotland. On the nature of the elves. The Mabinogion and fairy legends of Wales. J. Murray, 1828, S. 196. [2]