Gyttja

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Sedimentkern (in dem durchsichtigen Rohr)

Gyttja (auch Grauschlammboden oder Mudde genannt) ist ein subhydrischer Boden (Unterwasserboden) in gut durchlüfteten nährstoffreichen Gewässern bzw. entsteht bei längerfristiger bis ganzjähriger Überflutung/Überstauung. Der graue bis grauschwarze organismenreiche Schlamm besteht aus feinem mineralischem Material, das stark mit organischen Stoffen durchsetzt ist, die durch weitgehenden Abbau pflanzlicher und tierischer Stoffe entstanden sind. Sie werden bei der Verlandung (oder auch Aggradation genannt) gebildet.

Trockengelegte Böden dieses Typs sind nährstoffreich und mit hohem Wasserhaltevermögen, die bei Wechselfeuchte jedoch stark quellen und schrumpfen.

Ist der Schlamm sauerstofflos und daher kaum belebt, spricht man von Faulschlamm (Sapropel).

Der Begriff geht auf die schwedische Bezeichnung für „Schlamm“ oder „Schlick“ zurück und wurde von Hampus von Post 1862 in die wissenschaftliche Literatur eingeführt. [1]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Hampus von Post (1862): Studier öfver Nutidens koprogena Jordbildningar. Kgl. Svenska Vetensk. Akad. Handl. 4 Bd. No. l.