Häcklingen
| Häcklingen
Stadt Lüneburg
|
|
|---|---|
| Koordinaten: | 53° 13′ N, 10° 24′ O53.21055555555610.39194444444434Koordinaten: 53° 12′ 38″ N, 10° 23′ 31″ O |
| Höhe: | 34 m |
| Einwohner: | 2.488 (12. 31 2010) |
| Eingemeindung: | 1974 |
| Postleitzahl: | 21335 |
| Vorwahl: | 04131 |
Häcklingen ist ein Stadtteil im Süden von Lüneburg, etwa 6 km von der Innenstadt entfernt. Der Stadtteil hat eine Größe von 4.997 ha. Im Westen grenzt er an den Stadtteil Rettmer. Nach Norden ist er durch einen kleinen Wald vom Stadtteil Bockelsberg getrennt, nach Osten begrenzt durch die Uelzener Straße (ehemalige Bundesstraße B 4). Der nächstliegende Ort Richtung Süden ist Melbeck.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Grabhügel und Artefakte der Federmessergruppen belegen die Besiedelung des Fleckens seit der Jungsteinzeit. Im Jahre 1562 baute der Konvent des Klosters St. Michaelis in Häcklingen einen Teich. Spätestens seit 1696 gab es eine Zusammenarbeit zwischen Häcklingen und dem benachbarten Rettmer. Für dieses Jahr gibt es Berichte über einen Lehrer in Rettmer, der auch Kinder aus Häcklingen unterrichtete.
1792 wurde die Schule erbaut, in die von Anfang an auch Kinder aus Rettmer gingen. 1885 wurde Häcklingen dem neu gegründeten Landkreis Lüneburg zugeordnet. Bis dahin unterstand es dem Amt Lüne.
Am 8. Mai 1902 wurde die Freiwillige Feuerwehr Rettmer-Häcklingen gegründet. Diese wurde aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften, nach denen jedes Dorf seine eigene Feuerwehr haben musste, im Jahre 1934 geteilt.[1] Am 11. September wurde die eigenständige Freiwillige Feuerwehr Häcklingen gegründet.
Am 18. August 1903 erhielt das Dorf einen eigenen Fußballverein, den FC Favourite Lüneburg, der am 10. Dezember 1905 mit dem FC Hansa Lüneburg zum SV Eintracht Lüneburg verschmolz.
1942 entstanden durch Luftangriffe ausgedehnte Waldbrände in der Region. Am 30. April 1945 wurde das Hauptquartier der 2. britischen Armee unter Feldmarschalls Sir Bernard Montgomery in Häcklingen errichtet. Hier wurde diesem erstmalig die kurz darauf auf dem Timeloberg erfolgte Kapitulation der deutschen Truppen in Norddeutschland angeboten.
1971 wurde der Tennisclub Häcklingen gegründet. 1974 wurde das Dorf im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform von der Stadt Lüneburg eingemeindet.[2]
2002 wurde eine Kindertagesstätte gebaut. 2003 wurde die Grundschule erweitert, um der wachsenden Anzahl von schulpflichtigen Kindern im Einzugsgebiet Rechnung zu tragen. Nunmehr ist sie dreizügig. 2006 erhielt die Grundschule eine neue Turnhalle sowie Solaranlagen auf den Dächern von Schulgebäude und Turnhalle. Außerdem wurde ein neues gemeinsames Stadtteilzentrum für Häcklingen und Rettmer gebaut, das Bonhoeffer-Haus.
2007 zog die Lüneburger Montessori-Grundschule nach Häcklingen, wo sie in Containern vor der ehemaligen psychiatrischen Klinik untergebracht wurde.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
|
|
|
[Bearbeiten] Politik
Ortsvorsteher ist Dr. Uwe Plath (CDU)
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Der Ort verfügt über einen Bäcker, einen Lebensmittelladen, ein italienisches Restaurant, einen Biomarkt, eine Filiale eines Buchladens, einen Friseur, ein physiologisches Therapiezentrum sowie eine physiotherapeutische Praxis.
[Bearbeiten] Vereinsleben
Die Mannschaft der Damen 40 des Tennisclubs spielt in der Verbandsliga, die Mannschaft Herren 40 errang 2006 den Meistertitel in der Kreisklasse.
1994 wurde in Rettmer die Wache Süd erbaut, in der die drei südlichen Ortsfeuerwehren Häcklingen, Rettmer und Oedeme sich Dach und Fahrzeug teilen sollen. Seit 2000 rückt die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Häcklingen von der Wache Süd zu Einsätzen aus. 2005–06 wurde das ehemalige Feuerwehrhaus Häcklingen in Eigenarbeit umgebaut und dient seither als Jugendfeuerwehrhaus. Im Januar 2010 wurde von der Häcklinger Feuerwehr die erste Kinderfeuerwehr der Stadt Lüneburg gegründet.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Vgl. Blazek, Matthias: Unter dem Hakenkreuz: Die deutschen Feuerwehren 1933–1945, ibidem, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89821-997-6, S. 24 ff.
- ↑ Vgl. Blazek, Matthias: Von der Landdrostey zur Bezirksregierung – Die Geschichte der Bezirksregierung Hannover im Spiegel der Verwaltungsreformen, Stuttgart 2004, ISBN 3-89821-357-9.
Altstadt | Bockelsberg | Ebensberg | Goseburg-Zeltberg | Häcklingen | Kaltenmoor | Kreideberg | Lüne-Moorfeld | Mittelfeld | Neu Hagen | Ochtmissen | Oedeme | Rettmer | Rotes Feld | Schützenplatz | Weststadt | Wilschenbruch