Hain-Gilbweiderich

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Hain-Gilbweiderich
Hain-Gilbweiderich

Hain-Gilbweiderich

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse (Myrsinoideae)
Gattung: Gilbweiderich (Lysimachia)
Art: Hain-Gilbweiderich
Wissenschaftlicher Name
Lysimachia nemorum
L.

Der Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum) ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae). Sie kommt in Europa in sommergrünen Laubwäldern vor, und ähnelt auf den ersten Blick dem häufigeren Pfennigkraut.

Beschreibung[Bearbeiten]

Beim Hain-Gilbweiderich handelt es sich um eine überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die kriechend bis aufsteigend wächst. Die Stängel erreichen dabei Längen von 10 cm bis 30 cm. Sie können bewurzeln, tun dies in der Regel aber nur im unteren Teil. Alle Pflanzenteile sind unbehaart.

Die gegenständigen, eiförmigen Laubblätter sind 2 bis 3 cm lang und durchscheinend punktiert. Im Gegensatz zum Pfennigkraut sind sie vorne dreieckig bespitzt bis kurz stachelspitzig.

Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli. Die gelben Blüten stehen einzeln auf langen Stielen in den Blattachseln. Die Kelchblattzipfel sind linealisch bis pfriemlich. Die Krone ist bis fast zum Grund geteilt, und meist mehr oder weniger radförmig ausgebreitet. Mit 5 bis 8 mm Länge sind die Kronblätter deutlich kleiner als bei den anderen europäischen Gilbweiderich-Arten.

Ökologie[Bearbeiten]

Die vegetative Vermehrung erfolgt durch Ausläufer. Die Blüten schließen sich bei trübem Wetter.[1]

Der Fruchtansatz ist gut; im Gegensatz zum Pfennigkraut pflanzt der Hain-Gilbweiderich auch in Mitteleuropa durch Samen fort. Die 1,5 mm langen Samen breiten sich als Regenschwemmlinge aus. Die Fruchtreife erstreckt sich von September/Oktober bis Dezember.[1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Hain-Gilbweiderich kommt im gemäßigten Europa und in Südeuropa vor. In den Gebirgen ist er recht häufig, ansonsten kommt er weit verbreitet, allerdings nicht häufig vor.

Er wächst an lichten Stellen von feuchten Laubmisch- oder Laubwäldern, an Waldrändern, besonders im subalpinen Bereich.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  •  Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012539-2.
  • Hain-Gilbweiderich. In: FloraWeb.de.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien