Gilbweiderich

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Gilbweiderich
Lysimachia congestiflora

Lysimachia congestiflora

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Myrsinengewächse (Myrsinoideae)
Gattung: Gilbweiderich
Wissenschaftlicher Name
Lysimachia
L.
Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora)
Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)

Als Gilbweiderich (Lysimachia), auch Gelbweiderich oder Felberich genannt, bezeichnet man eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).

Namensgebung[Bearbeiten]

Der botanische Gattungsname Lysimachia bezieht sich auf den griechischen Feldherrn Lysimachos, einem der von Alexander dem Großen eingesetzten Diadochen. Die Legende behauptet, dass Lysimachos als Erster diese Pflanze entdeckte.

Beschreibung[Bearbeiten]

In der Regel handelt es sich um mehrjährige, krautige Pflanzen, seltener auch um Sträucher. Die Blätter sind ungeteilt, ganzrandig und meist gegenständig oder stehen in Quirlen am Stängel; seltener sind sie wechselständig. Sie besitzen häufig Drüsen.

Die Blüten wachsen als Rispe, Trugdolde oder Traube endständig oder einzeln, zu wenigen oder in Trauben aus Blattachseln. Der Kelch ist meist 5-teilig, selten 6-9-teilig. Die fünfzähligen, radiärsymmetrischen Blüten sind meistens gelb, seltener weiß oder rosa; sie haben eine glocken- oder radförmige Krone. Diese ist meist 5-teilig, selten 6-9-teilig. Die Staubblätter sind frei oder an der Basis zu einem Ring verwachsen. Die Frucht ist meist eine kugelige Kapsel.

Standorte[Bearbeiten]

Gilbweiderich-Arten wachsen vor allem an feuchten Stellen, so am Ufer von Gewässern, in Gräben, an feuchten Wegrändern, in Auwäldern, auf Wiesen und Weiden. Im Tiefland sind viele Arten häufiger als in bergigen Regionen.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung umfasst etwa 150 Arten vor allem in den klimatisch gemäßigten Zonen. Die größte Artenvielfalt erreicht die Gattung Lysimachia in Ostasien. In Mitteleuropa kommen die folgenden Arten vor:

Weitere Arten (Auswahl):

Literatur[Bearbeiten]

  • Angelika Lüttig & Juliane Kasten: Hagebutte & Co - Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen., Fauna Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-935980-90-6
  • Zhen Zhu Cai Shu: Lysimachia. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Band 15: Myrsinaceae through Loganiaceae. Science Press/ Missouri Botanical Garden Press, Beijing/ St. Louis.
  • Marhold, K. (2011): Primulaceae. – In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  • Anita F. Cholewa: Lysimachia. - In: Flora of North America. Band 8. Seite 308.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gilbweiderich (Lysimachia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien