Hans-Peter Kriegel

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Hans-Peter Kriegel (* 1. Oktober 1948) ist ein deutscher Informatiker und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er die Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme leitet. Er ist derzeit (Stand 2013) auch stellvertretender Leiter des Instituts für Informatik der Universität.

Leben[Bearbeiten]

Er promovierte 1976 an der Technische Hochschule Fridericiana Karlsruhe über „Erzeugung von Übersetzungen durch Grammatikpaare“. Nach seiner Habilitation in Informatik an der Universität Dortmund 1982 und Professuren an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Universität Bremen wechselte er 1991 an die noch junge Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Forschung[Bearbeiten]

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Datenbank-Indexstrukturen R*-Baum, X-Baum und IQ-Baum, die Clusteranalyse-Algorithmen DBSCAN und OPTICS sowie die Ausreißer-Erkennungsmethode Local Outlier Factor. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Ähnlichkeitssuche auf unscharfen und Multimediadaten sowie die Clusteranalyse und Ausreißer-Erkennung speziell auf hochdimensionalen, korrelierten Daten und in Unterräumen.

Er gilt als der meistzitierte[1][2] Informatiker an einer deutschen Universität und zählt international zu den Top 15 meistzitierten Forschern in den Bereichen Datenbanken[3] und Data-Mining[4] / Knowledge Discovery in Databases.

Ausgewählte Auszeichnungen[Bearbeiten]

ACM SIGMOD Best Paper Award, 1997 für die Arbeit „Fast Parallel Similarity Search in Multimedia Databases“ (Stefan Berchtold, Christian Böhm, Bernhard Braunmüller, Daniel Keim und Hans-Peter Kriegel).

DASFAA Best Paper Award, 2006 für die Arbeit „Probabilistic Similarity Join on Uncertain Data“ (Hans-Peter Kriegel, Peter Kunath, Martin Pfeifle und Matthias Renz).

ACM Fellow, 2009[5] für seine Beiträge in den Bereichen „Knowledge Discovery, Data Mining, Ähnlichkeitssuche, Verwaltung räumlicher Daten und Zugriffsmethoden für hochdimensionale Daten“ der Association for Computing Machinery als erster Informatiker einer bayerischen Hochschule.[6]

IEEE ICDM Research Contributions Award, 2013 für seine Beiträge zum Data Mining, insbesondere mit den Algorithmen DBSCAN, OPTICS und Local Outlier Factor.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLudwig-Maximilians-Universität München: Hans-Peter Kriegel ist meistzitierter deutscher Informatiker. Abgerufen am 13.9.2012 (Pressemitteilung).
  2.  E. Rahm, A. Thor: Citation analysis of database publications. In: Association for Computing Machinery (Hrsg.): SIGMOD Record. 34, Nr. 4, 2005 (Meistzitierter Datenbanklehrstuhl in Deutschland, Nr. 2 in Europa, Nr. 10 weltweit, http://www.sigmod.org/publications/sigmod-record/0512/p48-article-rahm.pdf, abgerufen am 10. Mai 2010).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMicrosoft Academic Search: Top authors in Databases. Abgerufen am 3.12.2010 (Rang 13, erster deutscher Informatiker).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMicrosoft Academic Search: Top authors in Data Mining. Abgerufen am 18.02.2012 (Rang 5, erster deutscher Informatiker).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAssociation for Computing Machinery: ACM: Fellows Award / Hans-Peter Kriegel. Abgerufen am 13.9.2012.
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLudwig-Maximilians-Universität München: LMU-Informatiker zum ACM-Fellow ernannt. Abgerufen am 13.9.2012.
  7. Xindong Wu: 2013 IEEE ICDM Research Contributions Award: Professor Hans-Peter Kriegel. IEEE ICDM, 18. Oktober 2013, abgerufen am 29. Oktober 2013 (html, englisch).