Hans Grüneberg (Genetiker)

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Hans Grüneberg (* 26. Mai 1907 in Elberfeld; † 23. Oktober 1982 in London) war ein deutsch-britischer Genetiker.

Grüneberg wurde in Elberfeld geboren, legte 1926 am dortigen Gymnasium das Abitur ab und studierte anschließend an der Universität Bonn Medizin und in Berlin Biologie. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 sah er sich wegen seiner jüdischen Herkunft gezwungen, aus Deutschland zu fliehen. Auf eine Einladung von J. B. S. Haldane und Henry Hallett Dale ging er nach London, wo mit Ronald Aylmer Fisher und Michael James Denham White arbeitete. Er promovierte an der Londoner Universität.

Er wurde im Jahr 1956 zum Fellow der Royal Society ernannt. Von 1956 bis 1974 war er Professor für Genetik am University College London. Die meisten seiner Arbeiten konzentrierten sich auf die Mäusegenetik. Er spezialisierte sich auf das Studium der pleiotropen Auswirkungen von Mutationen des Mäuseskelettes.

Nach ihm ist das Grüneberg-Ganglion benannt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 1947. Animal genetics and medicine. Hamish Hamilton, London.
  • 1952. The genetics of the mouse. Nijhoff, The Hague.
  • 1963. The pathology of development: a study of inherited skeletal disorders in animals. Wiley, London.

Literatur[Bearbeiten]

  • Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society: Biogr. Mems Fell. R. Soc. 1 November 1984 vol. 30, S.226-247.