Hans Rupprecht Goette

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Hans Rupprecht Goette (* 1956 in Soest) ist ein deutscher Klassischer Archäologe.

Hans Rupprecht Goette studierte von 1975 bis 1982 Klassische Archäologie, Lateinische Philologie und Geschichte an den Universitäten in Köln, Bonn, München und Göttingen. 1980/81 weilte er als DAAD-Stipendiat zum Studium in Rom. 1982 schloss er sein Studium in Göttingen mit dem Magister-Grad ab. Es folgten bis 1995 Lehraufträge in Göttingen, zudem erfolgte dort die Promotion 1984 mit der Dissertation Studien zu römischen Togadarstellungen. Danach wurde er Wissenschaftlicher Assistent in Göttingen, trat aber schon 1985 das Reisestipendium an, mit dem er bis 1986 den Mittelmeerraum bereisen konnte. 1986 wurde Goette Allgemeiner Referent am Deutschen Archäologischen Institut in Athen, 1992 Referent für Historische Landeskunde und Leiter des Photoarchivs daselbst. 1994 nahm er Lehraufträge an der Philipps-Universität Marburg sowie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wahr. Goette habilitierte sich 1997 an der Justus-Liebig-Universität Gießen mit einer Arbeit zum Thema Ho axiologos dēmos sunion = Landeskundliche Studien in Südost-Attika und wurde danach Privatdozent in Gießen. 2002 wechselte er als Referent für die Bibliothek und zur Redaktion an die Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) nach Berlin. In Gießen wurde er zudem 2004 zum Außerplanmäßigen Professor ernannt.

In Athen organisierte Goette 1994 die internationale Fachtagung H.G. Lolling und die griechische Landeskunde und Epigraphik mit, 1998 Ancient Roads in Greece und 2002 Ludwig Ross in Griechenland 1832-1846. Zudem war er Mitorganisator der Ausstellung Der Wandel archäologischer Denkmäler in historischen und zeitgenössischen Photographien, die zwischen 1995 und 1997 in Zürich, Heidelberg, Hannover und Münster gezeigt wurde. Vorträge und Tagungsteilnahmen führten ihn nach Österreich, in die Schweiz, nach Griechenland, nach Großbritannien und in die USA. Er ist korrespondierendes Mitglied des DAI. Goette forscht insbesondere zur Topographie und Siedlungsarchäologie Griechenlands, vor allem in Attika sowie auf Aigina und Euboia, zur antiken Architektur, zur antiken Plastik, insbesondere zur römischen Portraitplastik, zur Realienkunde und zur Marmorverwendung in der Antike.

Schriften[Bearbeiten]

  • Studien zu römischen Togadarstellungen, von Zabern, Mainz 1990 (Beiträge zur Erschließung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur, Bd. 10) ISBN 3-8053-1070-6
  • Athen, Attika, Megaris. Reiseführer zu den Kunstschätzen und Kulturdenkmälern im Zentrum Griechenlands, Böhlau, Köln-Weimar-Wien 1993 ISBN 3-412-03393-6
    • englisch: Athens, Attica and the Megarid. An archaeological guide, Routledge, London-New York 2001 ISBN 0-415-24370-X
  • mit Adrian Zimmermann: Der Wandel archäologischer Denkmäler in historischen und zeitgenössischen Photographien. Eine Ausstellung in der Archäologischen Sammlung der Universität Zürich, Archäologische Sammlung der Universität Zürich, Zürich 1995 ISBN 3-90509-11-X (formal falsche ISBN)
  • Ho axiologos dēmos sunion = Landeskundliche Studien in Südost-Attika, Leidorf, Rahden 2000 (Internationale Archäologie, Bd. 59) ISBN 3-89646-331-4
  • Herausgeber: Ancient roads in Greece.Proceedings of a symposion organized by the Cultural Association Aigeas (Athens) and the German Archaeological Institute (Athens) with the support of the German School at Athens, Kovač, Hamburg 2002 (Schriftenreihe Antiquates, Bd. 21) ISBN 3-8300-0444-3
  • mit Jürgen Hammerstaedt: Das antike Athen. Ein literarischer Stadtführer. Beck, München 2004, ISBN 3-406-51665-3
  • mit Thomas Maria Weber: Marathon. Siedlungskammer und Schlachtfeld - Sommerfrische und olympische Wettkampfstätte, von Zabern, Mainz 2004 (Sonderbände zur Antike Welt/Zaberns Bildbände zur Archäologie) ISBN 3-8053-3378-1
  • mit Günther Schörner: Die Pan-Grotte von Vari, von Zabern, Mainz 2004 (Schriften zur historischen Landeskunde Griechenlands, Bd. 1) ISBN 3-8053-3363-3
  • Herausgeber mit Olga Palagia: Ludwig Ross und Griechenland. Akten des internationalen Kolloquiums, Leidorf, Rahden 2005 (Internationale Archäologie. Studia honoraria, Bd. 24) ISBN 3-89646-424-8

Weblinks[Bearbeiten]