Soest

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Soest (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Soest
Soest
Deutschlandkarte, Position der Stadt Soest hervorgehoben
51.5711111111118.109166666666790Koordinaten: 51° 34′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Soest
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 85,81 km²
Einwohner: 46.699 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 544 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59494
Vorwahlen: 02921, 02927 (Bergede), 02928 (Ostönnen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SO, LP
Gemeindeschlüssel: 05 9 74 040
Stadtgliederung: Kernstadt und 18 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Vreithof 8
59494 Soest
Webpräsenz: www.soest.de
Bürgermeister: Eckhard Ruthemeyer (CDU)
Lage der Stadt Soest im Kreis Soest
Hamm Hochsauerlandkreis Kreis Gütersloh Kreis Paderborn Kreis Unna Kreis Warendorf Märkischer Kreis Anröchte Bad Sassendorf Ense Erwitte Geseke Lippetal Lippstadt Möhnesee (Gemeinde) Rüthen Soest Warstein Welver Werl Wickede (Ruhr)Karte
Über dieses Bild
Blick auf Soest, vom südlich gelegenen Haarstrang aus gesehen. Im Hintergrund die ca. 20 km entfernten Beckumer Berge. An Kirchen sind von links nach rechts zu sehen: St. Petri, St. Pauli, St. Patrokli und die Wiesenkirche
Bronzemodell der Innenstadt, Tastmodell für Sehbehinderte am Petrikirchplatz vor dem Rathaus, Blick von Norden auf den ottonischen Kern

Soest [zoːst] ( Soest?/i) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. In der jeweils etwa 50 km östlich von Dortmund und westlich von Paderborn gelegenen Stadt in der fruchtbaren Soester Börde leben heute etwa 47.000 Einwohner. Neben der Kernstadt mit mehr als 30.000 Einwohnern verteilt sich die übrige Bevölkerung auf die umliegenden Stadtteile.

Schreibweise[Bearbeiten]

Weil sie schon den vor 1995 geltenden Regeln widersprach, bleibt die Schreibung mit oe (sog. Dehnungs-e) nach der dringenden Empfehlung des Ständigen Ausschusses für Geographische Namen[2] bestehen.

Lage und Gliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Soest grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden) an Lippetal, Bad Sassendorf, Möhnesee, Ense, Werl und Welver.

Geographische Basisinformationen[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet umfasst 8581,6 ha. Die Stadtmitte wird an der Marktstraße in der Soester Innenstadt bei 8° 6’ 24“ östliche Länge, 51° 34’ 23“ nördliche Breite verortet. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung des Gemeindegebiets beträgt 11,5 km, die maximale Ost-West-Ausdehnung 13 km. Der niedrigste Punkt der Stadt liegt mit 73 m ü. NN im „Hammer Land“ zwischen der Schledde und der Bundesstraße 475 im Stadtteil Thöningsen; der höchste Punkt befindet sich mit 219 m ü. NN im Stadtteil Bergede; d.h. im Stadtgebiet gibt es einen Höhenunterschied von 146 m.[3]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1969 in Nordrhein-Westfalen wurde die alte Stadt Soest zum 1. Juli 1969 mit 18 ursprünglich selbstständigen Gemeinden – jetzt Ortsteile – zusammengeschlossen. Diese Ortsteile standen schon immer in enger Beziehung zur Stadt Soest; im herrschaftlichen Sinne gehörten sie wie 30 weitere Gemeinden seit dem Mittelalter bis zum Jahr 1809 zur Soester Börde. Das heißt auch, dass die ursprüngliche Mehrheitskonfession der Bewohner dieser Ortsteile wie bei der Soester Stadtbevölkerung die evangelische war. Im landschaftlichen Sinn gehört ein Teil der Soester Ortsteile jedoch nicht zur Soester Börde, sondern zur Haar. Nicht alle Einzelortschaften der heutigen Stadt Soest – wie zum Beispiel das nördlich von Soest gelegene Ellingsen – sind Ortsteile im administrativen Sinn. Mit der kommunalen Gebietsreform erweiterte sich die Stadt Soest am 1. Juli 1969 von 28 km² auf fast 86 km²; die Einwohnerzahl stieg von 35.511 auf 40.320.[4] Im Jahr 2008 wohnten, bei einer Gesamtbevölkerung von 48.000 Einwohnern, 40.660 (~ 84,7 %) Einwohner in der Kernstadt und 7340 (~ 15,3 %) in den umliegenden Stadtteilen.[5] In der eigentlichen Altstadt innerhalb der Wälle leben 6532 Einwohner (2008), etwa 13,6 % der gesamten Stadtbevölkerung.[6]

Stadtteile der Stadt Soest im administrativen Sinn außerhalb der Kernstadt:

Soest und seine Stadtteile

Die auffällige Häufung von Ortsnamen auf „-ingsen“ ist kennzeichnend für die gesamte nähere Umgebung von Soest. Es handelt sich um eine Verkürzung des ursprünglichen Namensbestandteils „-inghausen“.

Geschichte[Bearbeiten]

Die alte Hansestadt Soest (Sosat, latinisiert: Susatum) mit weit über 1000-jähriger Geschichte zählte im Mittelalter zu den bedeutendsten Hansestädten Europas. Zum Territorium der Stadt Soest gehörte neben der 106 Hektar großen,[7] ummauerten Stadt auch das Umland der Soester Börde mit zehn Kirchspielen.

Lage und Ursprung[Bearbeiten]

Der ottonische Kern der Altstadt (grün umrandet): 1) Nikolaikapelle, 2) St.-Patrokli-Dom, 3) Morgner-Haus, 4) Standort der Alten Pfalz, 5) St.-Petri-Kirche, 6) Rathaus mit vier Gebäudeteilen aus verschiedenen Jahrhunderten; unten links ein Zipfel des Großen Teichs

Urkundlich erwähnt wird Soest erstmals im Jahr 836 als villa Sosat anlässlich der Überführung der Gebeine des hl. Vitus von St. Denis bei Paris nach Corvey. Tatsächlich finden sich im heutigen Stadtgebiet seit dem Neolithikum aus allen Zeiten Nachweise menschlicher Siedlungstätigkeit:[8] So ist eine Besiedlung des Gebietes südöstlich des Patrokli-Doms bereits für die so genannte bandkeramische Zeit – etwa 5500 bis 5000 v. Chr. – nachgewiesen worden. Bei archäologischen Grabungen im Stadtzentrum wurde zu Anfang der 1990er Jahre ein Erdwerk der Michelsberger Kultur entdeckt. Steinzeitlich ist auch die Steinkiste beim Ortsteil Hiddingsen, ein bedeutendes Megalithgrab. Von überregionaler archäologischer Bedeutung sind die Fundorte der Rössener Kultur bei Deiringsen bzw. Ruploh. Ferner fanden Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am östlichen Stadtrand (Soest-Gelmen) Besiedlungsspuren aus der Zeit um Christi Geburt. Ausgrabungen belegen eine Besiedlung am Ardey von der Eisenzeit bis zur Merowingerzeit. Archäologische Funde am Kohlbrink (heute C&A-Gelände) zeigen darüber hinaus, dass hier spätestens um 600 n. Chr. Menschen lebten und Salz gewannen. Bereits seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist das fränkische Gräberfeld am Lübecker Ring bekannt[9], dessen Siedlungszugehörigkeit bisher unbekannt ist. Die Herkunft des Namens „Soest“, um die eine frühere Debatte wieder aufgeflammt ist, verweist möglicherweise auf eine uralte (vorgermanische) Siedlungstradition. Gängig ist bisher allerdings die Ableitung von „Sod-saten“ (etwa: die an der Quelle ansässigen).

Soest gehört, wie etwa die Städte Dortmund, Unna, Werl, Erwitte, zu einer alten Siedlungskette, die einerseits durch zahlreiche Quellen nördlich von Ardeygebirge und Haarstrang, andererseits durch die alte Handelsverbindung des Hellwegs begünstigt ist. Die fruchtbare Landschaft der Soester Börde, das relativ trockene Klima sowie das reichlich vorhandene Wasser waren schon immer für eine Ansiedlung günstig. Die Solequellen in der Nachbarschaft ließen schon früh die Salzgewinnung zu einem bedeutenden mittelalterlichen Wirtschaftszweig der Stadt werden. Neben dem Salz spielte die Eisenverarbeitung, wie man seit einigen Jahrzehnten weiß, eine wichtige Rolle bei dem Aufstieg Soests zu einer der bedeutendsten Gewerbe- und vor allem Handelsstädte, deren Kontakte bis Nowgorod (Naugarden) im heutigen Russland reichten. Der Aufstieg zur Fernhandelsstadt wurde durch die günstige Lage am Kreuzungspunkt von Hellweg (Ost-West-Achse) und einer Nord-Süd-Straße unterstützt. Die Solequellen der Umgebung werden noch heute genutzt, allerdings nicht für die Salzgewinnung, sondern für den Kurbetrieb im benachbarten Bad Sassendorf und für eine Schausaline in Werl.

In der umstrittenen und in der Forschung mehrheitlich abgelehnten Theorie der Thidrekssaga als historischer Quelle ist das frühmittelalterliche Soest der Ort, an dem die Nibelungen untergingen.

Mittelalter und Übergang zur Neuzeit[Bearbeiten]

Blick auf den Turm von St. Patrokli über den „Großen Teich“
Fachwerkhäuser am Markt: Doppelgieblig das historische Haus zum „Wilden Mann“. In der Originalgröße ist an der rechten Gebäudeseite die Figur „Wilder Mann“ von Fritz Viegener, geschaffen im Jahr 1933, zu erkennen.
Fachwerk und grüner Sandstein in der Altstadt, hier an einer Passage zwischen Markstraße- und Petrikirchplatz; Blick westlich in Richtung Bäckerei Haverlanth

Eine Besonderheit ist das alte Soester Stadtrecht, das erste im deutschen Raum nachweislich aufgezeichnete, überliefert in Form der alten und neuen Kuhhaut, sowie der alten Schrae. Vermutlich geht das Soester Stadtrecht auf über Köln vermittelte Vorbilder aus der Lombardei zurück. Es wurde von vielen Städten der Umgebung übernommen, beispielsweise von Korbach. Wichtiger aber war die Fernwirkung des Soester Stadtrechts: Die Übernahme durch das unter anderem von Soester Kaufleuten mitgegründete Lübeck brachte es mit sich, dass das Soester Stadtrecht in modifizierter Form, als lübisches Recht, weithin in den Ostseeraum ausstrahlte.

Wilhelm von Holland nahm als deutscher König Soest bereits 1252 in seinen und des Reiches besonderen Schutz und erteilte der Stadt weitreichende Handelsprivilegien.[10]

Soest war eine der bedeutendsten Hansestädte im Mittelalter und war Prinzipalstadt im westfälischen Hanseviertel, neben Dortmund, Münster und Osnabrück. Der letzte örtliche Hansetag für die Soest zugeordneten Städte, darunter Lippstadt, Werl, Arnsberg, Attendorn, Brilon, Rüthen und Geseke, fand 1604 statt. Das letzte Mal auf einem allgemeinen Hansetag in Lübeck war Soest im Jahre 1608 vertreten. Am letzten Hansetag 1669 der bereits im Niedergang befindlichen Hanse nahm Soest nicht mehr teil.

Wie viele andere Städte im späten Mittelalter, versuchte auch Soest seine Selbstständigkeit gegenüber der Landesherrschaft, in diesem Fall dem Kölner Erzbischof über das Herzogtum Westfalen, durchzusetzen. Bereits 1225 hatten die Einwohner von Soest die erzbischöfliche neue Pfalz gewaltsam entfestigt. Um ihre Eigenständigkeit zu wahren bzw. zu erweitern, unterstellte sich die Stadt im 15. Jahrhundert dem Schutz von Johann I., Herzog von Kleve, der ein Verwandter des burgundischen Herrscherhauses war und Soest eine weitgehende Unabhängigkeit zusicherte. Der Sieg über die Belagerungstruppen des Erzbischofs in der Soester Fehde (1444–1449) war allerdings ein Pyrrhussieg. Soest war nun fast rings umher von fremdem Gebiet umgeben, und so verlor die Handelsstadt in der Folgezeit an Macht und Einfluss und wurde mehr und mehr zu einer Ackerbürgerstadt. Viele mächtige Kaufmannshäuser aus der Blütezeit der Stadt waren nun unbewohnt und verfielen. Aus ihren Steinen entstanden die vielen Grünsandsteinmauern in der Altstadt, die häufig überraschend große Gärten umschließen.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

De jure war Soest nach der Soester Fehde unabhängiger als eine freie Reichsstadt; die lockere Bindung an Kleve brachte jedoch später die Eingliederung in das sich langsam nach Westen ausdehnende spätere Preußen mit sich. Nach dem Tod Johann Wilhelms, des letzten Herzogs von Kleve, im Jahre 1609 wurde Soest als Teil des klevischen Erbes den Brandenburgern zugesprochen. Die Soester Verweigerung hiergegen hatte keinen Erfolg: Mit der Kapitulation von 1616 wurde Soest erstmals „feindlich“ besetzt. Unter dem Dreißigjährigen Krieg musste die Stadt wie auch andere Städte beträchtlich leiden. Den Tiefpunkt des Niedergangs erlebte Soest hinsichtlich seiner Bevölkerung im Jahr 1756, als es nur noch ca. 3600 Einwohner zählte. Der preußische Absolutismus und nicht zuletzt das Bestreben des preußischen Staates, den freien Zugriff auf wehrfähige Männer zu erhalten, führten zur schrittweisen Aufhebung der städtischen Privilegien: So verlor Soest 1742 das Münzrecht, und 1751 wurde die seit mehr als 490 Jahren bestehende Ratsverfassung aufgehoben (unter Hinweis auf Manipulationen bei den innerstädtischen Wahlen). In Soest stand ein preußisches Regiment zu Fuß, das seinen Ersatz aus der Grafschaft Mark erhielt.

1531 führte die Stadt, über Philipp Melanchthon vermittelt, die Reformation ein. So sind die zahlreichen, kunstgeschichtlich teilweise bedeutsamen mittelalterlichen Gotteshäuser der Altstadt wie auch der Börde alle, bis auf den St.-Patrokli-Dom als ehemalige Stiftskirche, evangelisch. Als Strafe für einen Soester Jagdfrevel auf kurkölnischem Gebiet wurde 1661 die Madonnenstatue durch den Erzbischof von Köln aus der Wiesenkirche (und damit die seit der Reformation ruhende Marienwallfahrt) nach Werl überführt. Dorthin pilgern in jedem Jahr mehrere Hunderttausend Wallfahrer und haben Werl zum drittgrößten Wallfahrtsort in Deutschland gemacht. Im Gefolge der Säkularisation zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Nonnenklöster Paradiese und Welver in der Soester Börde in den Jahren 1808 und 1809 aufgehoben, 1811 folgte das Stift St. Patrokli, 1812 das St. Walburgis sowie das Dominikaner- (1812) und das Franziskanerkloster (1814).

In der Zeit der Hexenverfolgungen wurden von 1570 bis 1616 mindestens 67 Hexenprozesse durchgeführt. Mit dem Hexenprozess gegen Anna Witthovedes begann der folgenreichste Soester Kettenprozess der Jahre 1585–1586, dessen Opfer weitgehend männlich waren.[11] Der Rat der Stadt Soest hat am 27. Februar 2013 eine Rehabilitation der Opfer der Hexenverfolgung ausgesprochen.

Während der napoleonischen Zeit (1809) ging Soest auch seiner Börde, immerhin ca. 20.000 Hektar mit 48 Dörfern, verlustig.

Moderne[Bearbeiten]

Obwohl Soest zu Anfang des 19. Jahrhunderts mit etwa 5000–8000 Einwohnern nach Münster, Paderborn, Iserlohn und Minden noch zu den größten Städten Westfalens zählte (1843 hatte Soest mit 8750 Einwohnern immer noch mehr als Dortmund mit 7650), verpasste es im 19. Jahrhundert weitgehend den wirtschaftlichen Anschluss. Die mittelalterliche Bausubstanz verfiel zusehends; wichtige Baudenkmäler, darunter drei Kirchen, Teile des mittelalterlichen Rathauses und neun von zehn Stadttoren, wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts niedergelegt. Am wirtschaftlichen Rückstand änderte zunächst weder die Erhebung zur Kreisstadt 1817 etwas noch der Bahnanschluss 1849.

Villa Sternberg in Soest, der innen wie außen besterhaltene Bau Bruno Pauls in der Stadt.

Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts verbesserte sich die wirtschaftliche Lage, als der Güterbahnhof mehr und mehr Arbeitsplätze schuf (in der Hochzeit ca. 2000 Beschäftigte) und sich eine mittelständische Industrie im Bereich von Lebensmittel- (Zuckerfabrik, Soest als Mittelpunkt der fruchtbaren Börde) und Eisenverarbeitung entwickelte. Gleichwohl war Soest zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch eine beschauliche Provinzstadt, die kaum über die Stadtumwallung hinausgewachsen war und gerade wegen ihres romantischen Charakters zum Zentrum des Westfälischen Expressionismus wurde. Bedeutsam für die moderne Architektur sind drei Villen des Architekten Bruno Paul aus den 1920er Jahren. Die kleinste dieser Villen („Plange-Villa“) beherbergte bis 2011 das Kreisarchiv. In den 1930er Jahren gab es erfolglose Bestrebungen in NS-Kreisen, das mittelalterlich anmutende Soest zu einem Nationaldenkmal zu erklären.

Walzen-„Denkmal“ am alten Werksstandort der Fa. Ruthemeyer, heute Gelände der Stadthalle

Im Zweiten Weltkrieg wurde Soest mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe, da es über einen der bedeutendsten Rangierbahnhöfe im damaligen Deutschen Reich verfügte (Güterverkehr vom Ruhrgebiet nach Sachsen und Schlesien). Außerdem befand sich in der Innenstadt eine kriegswichtige Akkumulatoren-Fabrik der Firma Accu Hagen. Außerhalb des keilförmigen Hauptbombenfeldes zwischen Bahnhof und Fabrik blieb der historische Stadtkern jedoch zu großen Teilen erhalten, obwohl insgesamt 60 % des Hausbestandes beschädigt und zum Teil zerstört wurden. Der Rangierbahnhof wurde zwar nach dem Zweiten Weltkrieg in kleinerer, jedoch modernerer Form wieder aufgebaut, ist aber später stillgelegt und abgerissen worden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchsen Fläche und Bevölkerung der Stadt in kurzer Zeit beträchtlich an, als im Südosten die seinerzeit bundesweit größte geschlossene Siedlung für vornehmlich schlesische Flüchtlinge (vor allem aus der Region von Glatz) errichtet wurde. Über mehrere Jahrzehnte war die Stadt ein wichtiger Garnisonsstandort für zunächst kanadische, dann belgische Einheiten (drittgrößter Standort der belgischen Streitkräfte in Deutschland). Auch wohnten in der Stadt zahlreiche englische Soldatenfamilien aus Standorten in den umliegenden Gemeinden.

Mit zwei Anschlüssen an die in den 1970er Jahren fertiggestellte Autobahn 44 und der Einrichtung der Hochschule (siehe unten) wurde die Grundlage dafür gelegt, dass sich Soest heute als wirtschaftlich prosperierende Stadt und beliebter Wohnort für Pendler ins östliche Ruhrgebiet darstellt.

Historische Gliederung[Bearbeiten]

Die historische Gliederung der Stadt bestand aus der eigentlichen Stadt mit ihren sechs sogenannten „Hofen“ und dem Umland, der „Börde“. Aus den einzelnen Gemeinden der Börde gingen mit der Gebietsreform von 1969/1974 die Gemeinden Welver und Bad Sassendorf hervor. Seit dem 1. Juli 1969 besteht die Stadt Soest aus der Kernstadt und 18 Ortsteilen, darunter auch die alten Kirchdörfer Ostönnen und Meiningsen.[12] Ebenfalls eingemeindet wurde damals die winzige Gemeinde Paradiese, deren ehemaliges Kloster in den letzten Jahren teilweise restauriert wurde. Das Kloster Paradiese ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden und wurde durch Grimmelshausens Simplicius Simplicissimus literarisch verewigt.

Soester Spezialitäten[Bearbeiten]

Zu den althergebrachten Spezialitäten der Soester Küche zählen Möppkenbrot und Pumpernickel. Ob der Pumpernickel aber tatsächlich in Soest erfunden wurde, ist strittig, denn um diese Ehre streiten sich mehrere Städte in Westfalen, wie beispielsweise auch Rheine. Fest steht jedoch, dass die Bäckerei Haverland im Stadtzentrum, ehemals königl. bayrischer Hoflieferant des schwarzen Brotes, auf eine mehrhundertjährige Betriebstradition (seit 1570) verweisen kann. Eine mittlerweile auch nicht mehr ganz junge Neuerung unter den Soester Spezialitäten ist das „Bullenauge“, ein Mokkalikör, der vor allem zur Allerheiligenkirmes ausgeschenkt wird. Eine weitere Soester Spezialität ist das Soester Bier, auch Zwiebelbier genannt, das seit 1993 im Brauhaus Zwiebel gebraut wird. Hier sind vor allem die Biere Soester Hell, Dunkel und Weizen sowie der zur Adventszeit eingebraute Soester Weihnachtsbock zu nennen.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zum Stadtrat am 25. Mai 2014 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Partei / Gruppierung Sitze (zu 2009)
CDU 18 Sitze (−1)
SPD 13 Sitze (+2)
BG 3 Sitze (−2)
FDP 2 Sitze (−2)
Grüne 4 Sitze (±0)
SO! 4 Sitze (+1)
Linke 2 Sitze (±0)
Junges Soest 2 Sitze (+2)
AfD 1 Sitz (+1)
Piraten 1 Sitz (+1)

Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975[Bearbeiten]

In der Liste[13][14][15][16] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:

Jahr CDU SPD BG FDP Grüne1 SO! JS Linke AfD
1975 40,4 34,2 12,9 10,0
1979 43,5 36,9 9,9 6,7
1984 39,5 36,4 9,8 4,3 8,2
219892 33,4 38,4 12,8 4,5 8,1
1994 34,0 43,7 11,3 3,2 7,8
1999 47,0 30,6 15,1 2,6 6,0
2004 40,1 26,7 13,4 6,8 9,9 3,1
2009 39,7 23,0 9,6 9,1 9,0 6,2 3,4
320143 34,8 26,1 6,9 4,4 8,4 7,0 3,5 4,5 2,6

Fußnoten

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 1989: zusätzlich: REP: 2,8 %
3 2014: zusätzlich: Piraten: 1,94 %

Bürgermeister vor 1948[Bearbeiten]

  • 1440–1441: Johann de Rode
  • 1444–1446: Johann de Rode, Heerführer der Soester Bürger in der Soester Fehde
  • 1448–1450: Johann de Rode
  • 1457–1486: Wilhelm Schaphusen der Ältere (war insgesamt sechsmal bzw. zwölf Jahre zwischen 1457 und 1486 Bürgermeister von Soest)
  • 1596 wurde erwähnt Andreas Klepping (Laut einer Urkunde wurde er von Johann Wulff von Lüdinghausen, Beisitzer des Kammergerichts zu Speier, mit dem Kleinen Hof in Loerbrocks belehnt.[17])
  • 1605–1617: Goswin Merckelbach, bekleidete bis 1617 viermal das Amt des Bürgermeisters von Soest.
  • 1686–1687: Dietrich Jacobi
  • 1713–1718: Otto Gerhard Glotz, in seiner Amtszeit entstand das barocke Rathaus
  • 1732–1735: Johannes Arnold Schwackenberg
  • 1744–1746: Johann Friedrich (von) Offerhaus
  • 1750–1752: Johann Friedrich (von) Offerhaus, letzter Regierender Bürgermeister nach der alten Stadtverfassung
  • 1858–1890: Otto Coester (1833–1890)

Bürgermeister seit 1948[Bearbeiten]

  • 1948–1952: Hubertus Schwartz (CDU)
  • 1952–1956: Wilhelm Runte (FDP)
  • 1956–1961: Georg Dülberg (SPD)
  • 1961–1975: Walter Klemann (CDU)
  • 1975–1981: Ingrid Kipper (CDU)
  • 1981–1989: Helmut Busmann (CDU)
  • 1989–1999: Peter Brüseke (SPD), seit 1995 hauptamtlich
  • seit 1999 hauptamtlich: Eckhard Ruthemeyer (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber ein pfahlweise gestellter, rechtsgekehrter, aufrechter roter Schlüssel, dessen Bart in bestimmter Weise von kreuzförmigen Einschnitten durchbrochen ist.“

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge weist im ersten weißen Drittel – von der Stange an gezählt – den senkrechten roten Schlüssel des Stadtwappens auf. Die übrigen beiden Drittel sind siebenmal weiß über rot geteilt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Soest unterhält Städtepartnerschaften mit:

Mit Riga in Lettland und mit der französischen Gemeinde Saint-Parres-aux-Tertres bestehen freundschaftliche Beziehungen. Darüber hinaus ist Soest Mitglied des Städtebundes der Neuen Hanse.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Haus zur Rose, auch bekannt als „Freiligrathhaus“; links daneben das Geburtshaus Wilhelm Morgners

Die alte Stadtmauer mit ihrem Wall ist noch zu drei Vierteln erhalten, ein Viertel wurde ab 1890 den Bahnschienen geopfert. Allerdings ist der noch erhaltene Teil nur der sogenannte innere Wall, da der äußere Teil bereits 1586 aus militärtaktischen Gründen abgerissen wurde. Als einziges von ehemals zehn Stadttoren (acht Haupttore und zwei Nebentore) ist noch das innere Osthofentor komplett erhalten, das heute eines der städtischen Museen beherbergt. Die mit Bäumen bepflanzten Wälle wie die vorgelagerte parkähnliche „Gräfte“ sind vollständig begehbar und eignen sich gut für einen Spaziergang, zum Beispiel zum Kattenturm.

Die Soester Innenstadt steht zu großen Teilen unter Denkmalschutz, insgesamt über 600 Gebäude.[18] Einige der alten Häuser an den vielen, oft von Grünsandsteinmauern eingefassten schmalen Gassen sind nur wenige Meter breit, bei vielen älteren Fachwerkhäusern liegt die Zimmerhöhe zudem deutlich unter zwei Meter, so dass man heute im Rahmen von Renovierungen teilweise dazu übergegangen ist, ganze Häuser jeweils anzuheben, um wenigstens im Erdgeschoss ausreichend hohe Decken zu erhalten. Eine Fachwerkstadt war Soest anscheinend nicht immer, wenn man alten Darstellungen Glauben schenken kann.[19] Erst in der Zeit des wirtschaftlichen Niedergangs, also ab dem 15. Jahrhundert, wurde der Steinbau durch den billigeren Fachwerkbau abgelöst. Das dafür benötigte Holz stand günstig zur Verfügung, da der Trierer Erzbischof und Administrator von Köln Kuno II. von Falkenstein der Stadt im späten 14. Jahrhundert weitgehende Holzgerechtsame im Arnsberger Wald verliehen hatte, die über 400 Jahre bestanden.[20] Eine Besonderheit Soests sind die vielen Gärten in der Innenstadt.

Von den vielen unter Denkmalschutz stehenden Häusern sind unter anderem besonders bemerkenswert der „Burghof“ mit dem stadtgeschichtlichen Burghofmuseum und dem Romanischen Haus, das barocke Rathaus, das „Haus zur Rose“ oder „Freiligrath-Haus“, benannt nach dem Dichter Ferdinand Freiligrath, das „Pilgrim-Haus“, ältester Gasthof Westfalens, eine ehemalige Pilgerherberge der Jakobspilger, sowie das doppelgieblige Fachwerkhaus „Zum wilden Mann“.

St.-Patrokli-Dom

Von den ehemals zehn großen Kirchen und 28 Kapellen der Altstadt[21] ist ein kunsthistorisch bedeutendes Erbe erhalten. Sehenswert sind die Kirche St. Petri („Alde Kerke“) (evangelisch, erster Bau um 780 n. Chr. und damit die wohl älteste Kirchengründung Westfalens; im heutigen Stil ab 1150) und der St.-Patrokli-Dom (ein katholisches Münster, gegründet 954 n. Chr. als Kollegiatstift), die im Stadtzentrum weniger als zehn Meter auseinander stehen. Die Petrikirche war früher mit der ersten Pfalz (später so genanntes „Hohes Hospital (Soest)“) verbunden, deren Mauerreste in Nachbarschaft des Turmes noch besichtigt werden können („Wittekindsmauer“). Der St.-Patrokli-Dom – „Inbegriff der Romanik in Westfalen“ – feierte vor kurzem sein 1050. Weihejubiläum und zählt somit zu den ältesten Kirchen in Deutschland. Besonders monumental wirken der Turm („Turm Westfalens“, von Experten oft als schönster romanischer Turm Deutschlands bezeichnet) und das Westwerk, in dessen oberer Etage sich das Dommuseum befindet.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a. die in unmittelbarer Nähe des Doms gelegene Nikolaikapelle, die aus dem 14. Jahrhundert stammende Kirche St. Maria zur Wiese (Wiesenkirche) – eine der schönsten gotischen Hallenkirchen Deutschlands, deren Gemeinde mit der ehemaligen Kirche St. Georg fusionierte – und die so genannte „Hohnekirche“ (St. Maria zur Höhe) mit mittelalterlichen Innenausmalungen (teilweise wahrscheinlich von griechischen beziehungsweise byzantinischen Künstlern verfertigt) und einem Scheibenkreuz, wie man es sonst nur auf Gotland findet, ein Relikt der weitgespannten Handelsbeziehungen im Mittelalter. Die Dombauhütte der Wiesenkirche ist in Expertenkreisen ebenso bekannt wie die des Kölner Doms. Wie auch die anderen der insgesamt noch sieben Kirchen und zwei Kapellen (Nikolaikapelle und Brunsteinkapelle) im historischen Stadtkern, sind auch diese beiden Kirchen aus heimischem Grünsandstein, wie er in Anröchte gewonnen wird, erbaut.

Die Teichsmühle in Soest

Die Kirche Alt-St. Thomä fällt durch ihren „schiefen“ Turmhelm auf. Vermutlich im Zusammenhang mit der ehemals benachbarten (2.) bischöflichen Pfalz entstanden, gehört sie heute der reformierten Gemeinde. Der zumeist unzugängliche eigentliche Kirchenraum ist ein beeindruckendes Erlebnis, da die Wände unverputzt sind und der Boden ebenfalls kaum bedeckt ist. Im Chorbereich der Kirche findet sich, auch vom Wall aus sichtbar, eines der wahrscheinlich ältesten gotisch eingefassten Fenster in Deutschland.

Beachtenswert ist auch der sogenannte „Große Teich“, der die Besonderheit aufweist, dass er aufgrund mehrerer salzhaltiger Quellen nicht zufriert.

Historische Kunstschätze in und aus Soest[Bearbeiten]

Glocken Soest besitzt nach Bamberg das zweitgrößte historische Geläut in Deutschland. Herausragend ist hier vor allem der Patroklidom, in dessen Turm sich elf der 34 Glocken befinden.

Orgeln Zahlreiche alte Kirchen in Soest besitzen bedeutende Orgeln. Ein kunst- und musikhistorische Besonderheit von internationalem Rang ist die Orgel in St. Andreas zu Ostönnen, eine der ältesten bespielbaren Orgeln der Welt.

Gemälde, Graphiken, Glaskunst

Heinrich Aldegrever: Selbstbildnis 1537
Wilhelm Morgner: Einzug Christi in Jerusalem

Theater[Bearbeiten]

In der Stadthalle gastieren regelmäßig bekannte deutsche Tourneetheater. Darüber hinaus finden hier Konzerte, Musicals, Opern, Operetten, Kindertheater und Ballettveranstaltungen statt.

In Soest ist das größte englischsprachige Tourneetheater Europas ansässig, das White Horse Theatre, das vornehmlich pädagogische Ansätze verfolgt.

Das Kulturhaus Alter Schlachthof, das auf dem denkmalgeschützten Gelände des ehemaligen städtischen Schlachthofs gegenüber der Stadthalle gelegen ist, veranstaltet Konzerte, Kabarett, Lesungen, Sport und Messen. Das zugehörige SchlachthofKino zeigt ein tägliches Filmkunstprogramm.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Allerheiligenkirmes: Riesenrad mitten in der Soester Altstadt; Blick östlich Richtung Vreithof, die drei Fassaden rechter Hand gehören zum Rathaus
Die Wippe am Großen Teich in Soest
  • Philippsessen: Eine der ältesten Veranstaltungen seiner Art ist das Philippsessen, das der Rat der Stadt alljährlich mit offiziell geladenen Gästen im historischen Burghof durchführt.
  • Bürgerschützenfest: Das Bürgerschützenfest ist immer am ersten Samstag nach Johanni (24. Juni). Es wird vom Bürger-Schützen-Verein zu Soest, der seinen Ursprung im Spätmittelalter hat, ausgerichtet. Den Auftakt bildet traditionsgemäß das „Wippen in den großen Teich“, bei dem zwei bekannte Soester Bürger und ein Schützenbruder in den Teich „gewippt“ werden. Am Freitagabend wird an der Stadthalle der große Zapfenstreich aufgeführt; am Schützen-Samstag folgt die Festrede auf dem Markt und anschließend die große Parade vor dem Rathaus; am Sonntagmorgen gibt der Kommandeur im Burghofmuseum einen Empfang für das neue Königspaar mit Ehrengästen und Schützenbrüdern.
  • Bördetag (Stadtfest): Der Bördetag im Mai oder Juni ist das große Stadtfest in Soest. Neben verkaufsoffenem Sonntag und Trödelmarkt wird ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm mit Musik und Show geboten. In jedem Jahr wird zum Bördetag die Bördekönigin ernannt, die gemeinsam mit dem Bürgermeister die Stadt bei gesellschaftlichen und touristischen Anlässen repräsentiert.[22]
  • Tanz in den Mai: Traditionell findet jedes Jahr am 30. April im Zentrum der Stadt ein Tanz in den Mai statt, zu dem alle Bürger eingeladen sind.
  • Kneipenfestival: Seit 2001 finden immer im März in über 25 Kneipen Live-Auftritte statt.
  • Campus Summernight: Im Juli, zum Start der Semesterferien findet die Campus Summernight statt, bei der die Absolventen der Fachhochschule offiziell verabschiedet werden.[23]
  • Karrieretag / Career Day Soest der FH Südwestfalen: Regelmäßig im Frühjahr, zum Start des Sommersemesters, versammeln sich auf dem Campus Soest Vertreter zahlreicher Unternehmen (2011: rund 120) und bieten den Absolventen der FH, aber auch allen anderen Interessierten und den vielen Gästen Informationen, Praktika, Abschlussarbeiten und Jobs an. Minister und Abgeordnete von Bund und Land sowie der VDI-Präsident unterstützen diese große Rekrutierungsveranstaltung für das Ingenieurwesen.[24]
  • Allerheiligenkirmes: Im November 2012 fand zum 675. Mal die Allerheiligenkirmes statt. Sie ist die größte Altstadtkirmes in Europa (Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde als größte Innenstadtkirmes Europas) und verläuft durch große Teile des mittelalterlichen Stadtkerns. Die Allerheiligenkirmes beginnt immer am ersten Mittwoch nach Allerheiligen und dauert insgesamt fünf Tage. In jedem Jahr wird zur Allerheiligenkirmes das Jägerken von Soest als Symbolfigur für die Stadt ernannt. Der Jäger von Soest ist die Hauptfigur in dem 1669 erschienenen Simplicissimus-Roman von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, der im Dreißigjährigen Krieg spielt. Ein verfremdeter Landsknecht, der den Jäger von Soest symbolisieren soll, wirbt jährlich auf den Werbeplakaten zur Allerheiligenkirmes. Jägerken und Bördekönigin vertreten meistens gemeinsam die Stadt Soest auf Stadtfesten in und außerhalb von Soest.
  • Soester Weihnachtsmarkt: Der Soester Weihnachtsmarkt findet alljährlich in der Soester Innenstadt statt. Der von der Soester Wirtschaftsförderung organisierte Markt findet auf dem nördlichen Petrikirchhof, der Rathausstraße und mittlerweile auch auf dem Soester Marktplatz statt. Er beginnt meist am Montag nach Totensonntag und dauert bis wenige Tage vor Weihnachten. Der Soester Weihnachtsmarkt erfreut sich zunehmender Beliebtheit, so dass er den Bördetag als zweitgrößte Soester Veranstaltung abgelöst hat.
Panorama-Bild von der Allerheiligenkirmes 2010

Sonstiges[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Soest ist ein Zentrum des Kraftsports. So ist der AC Soest mehrfacher Deutscher Meister im Gewichtheben und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von bedeutenden Gewichthebern und anderen Kraftsportlern hervorgebracht. Ende der 1980er Jahre war Soest Austragungsort der Weltmeisterschaft im Kraftdreikampf. Auch fand die Wrestlingliga Westside Xtreme Wrestling in Soest statt.

In Soest ist das Ziel des größten Silvesterlaufes Deutschlands. Der Silvesterlauf von Werl nach Soest, dessen 15 Kilometer lange Strecke über die Bundesstraße 1 führt, lockt jährlich über 8000 Läufer.

Der Verein TuS Jahn Soest hatte in den 1980er Jahren eine starke Tischtennis-Damenmannschaft. Sie spielte seit der Saison 1979/80 in der 2. Bundesliga und schaffte 1984 den Aufstieg in die 1. BL.[25] 1990 wurde die Mannschaft Deutscher Vizemeister. Bekannte Spielerinnen waren Jin-Sook Cords, Katja Nolten, Ilka Böhning, Brigitte und Nicole Dekein, Eva Ferenczi, Olawunmi Majekodunmi.

Des Weiteren hat am nahegelegenen Flugplatz Soest-Bad Sassendorf (im Lohner Klei) die Flugsportgemeinschaft Soest e. V. ihren Sitz und übt dort die Sportarten Motorflug und Segelflug aus.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Gericht[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

Zeitung[Bearbeiten]

Seit der Aufgabe der Westfalenpost zum 1. Juli 2009 erscheint in Soest nur noch eine Tageszeitung mit lokaler Berichterstattung: Der Soester Anzeiger, der schon in den Jahren zuvor einen überragenden Marktanteil vorweisen konnte (88,10 % laut IVW 2006). Mittwochs und sonntags wird an alle Haushalte unentgeltlich der Stadt-Anzeiger verteilt. Das Anzeigenblatt wird von der „Sonderthemen“-Redaktion des Soester Anzeigers erstellt.

Monatlich erscheinen die Stadtmagazine Soestmagazin und SoSo sowie das lokale Gesundheitsjournal iovado. Außerdem erscheint vierteljährlich das kostenlose Lifestyle-Magazin "PUR".

Radio[Bearbeiten]

Das Lokalradio für den Kreis Soest heißt Hellweg Radio, mit Sitz am Schloitweg in Soest.

Fernsehen[Bearbeiten]

Soest gehört zum Redaktionsgebiet des Studios Siegen des WDR Fernsehens. Die Lokalzeit Südwestfalen berichtet über die Region. Außerdem wird in der Comedy-Show Switch reloaded des Öfteren die Sendung Punkt 12 parodiert, die in der parodierten Version fast ausschließlich über die Stadt Soest berichtet.[26]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Soest ist Sitz der Bübchen-Werk Ewald Hermes GmbH, einer Tochtergesellschaft von Nestlé, die Kinderpflegeprodukte unter der Marke Bübchen produziert. Die Firma Kuchenmeister, die neben dem bestehenden Standort im Industriegebiet Südost ein Logistikzentrum in der ehemaligen Zuckerfabrik im Westen der Stadt plant, ist Weltmarktführer im Bereich der industriellen Herstellung von Baumkuchen und Christstollen.

Außerdem finden sich Standorte der Firmen Alcoa, Hasbro, Honsel und Coca Cola. Größter Arbeitgeber in Soest ist der Computergroßhandelskonzern ALSO Actebis, der seinen Sitz in Soest hat. ALSO Actebis vertreibt Produkte, Lösungen und Dienstleistungen der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik.

Bildung[Bearbeiten]

In Soest befindet sich ein Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft (Fachhochschule Südwestfalen) mit den drei Fachbereichen Agrarwirtschaft, Elektrische Energietechnik und Maschinenbau-Automatisierungstechnik (früher: Universität/Gesamthochschule Paderborn – Abteilung Soest). Bei internationalen Studiengängen besteht eine Kooperation unter anderem mit der Soester Abteilung „Westphalia“ der „Swiss German University of Jakarta“. Entstanden ist der Campus aus der Konversion, also Um- und zum Teil auch Neugestaltung eines ehemaligen Kasernengeländes der früher in Soest stationierten belgischen Streitkräfte. Eine Abteilung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen wurde im August des Jahres 2000 aufgelöst.

Zur Bildungslandschaft gehören drei Gymnasien (das Aldegrever-Gymnasium, das Archigymnasium und das Conrad-von-Soest-Gymnasium), zwei Realschulen (die Christian-Rohlfs-Realschule und die Hansa-Realschule), drei Hauptschulen, die reformorientierte Hannah-Arendt-Gesamtschule, eine Waldorfschule sowie zwei Berufskollegs (das Börde-Berufskolleg des Kreises Soest und das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Soest). Das Archigymnasium ist das älteste humanistische Gymnasium in Westfalen.

Stadtbücherei in Soest

Im Stadtgebiet gibt es acht Grundschulen mit jeweils mindestens einer Gruppe für den offenen Ganztagsbereich. Die öffentlichen Gemeinschaftsschulen sind die Astrid-Lindgren-Grundschule, die Georg-Grundschule, die Hellweg-Grundschule, die Johannes-Grundschule, die Petri-Grundschule und die Wiese-Grundschule. Dieses Angebot wird ergänzt durch die beiden katholischen Bekenntnis-Grundschulen Bruno-Grundschule und Patrokli-Grundschule.

Weiterhin befinden sich für blinde und sehbehinderte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein Berufskolleg, das Berufsbildungswerk und die Förderschule (Grund, Haupt- und Realschule) in Soest.

Soest besitzt eine Stadtbücherei und ein überregional bedeutsames Stadtarchiv[27], hinzu kommt das Kreisarchiv des Kreises Soest. Wichtig unter den Soester Archiven ist auch das Islam-Archiv Deutschland, maßgeblich mitgeformt von Mohammed Salim Abdullah.

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Die alten Handelsstraßen, denen Soest seine frühere Bedeutung verdankt, gibt es noch heute: aus dem alten Hellweg der Hansezeit, den Karl der Große als Verbindung von Aachen nach Paderborn angelegt hatte, wurde die heutige Bundesstraße 1. Sie verläuft, aus dem Ruhrgebiet kommend, zumeist schnurgerade auf die Kirchtürme Soests zu und ebenso weiter in Richtung Paderborn. Die alte Nord-Süd-Verbindung bilden heute in etwa die B 475 ins Münsterland, die seit einigen Jahren aber an Soest vorbeigeleitet wird, und die im Soester Süden beginnende B 229 ins Sauerland.

Wichtigster Verkehrsweg von und nach Soest ist die südlich an der Stadt vorbeiführende, das Ruhrgebiet im Westen und Kassel im Osten verbindende Autobahn 44 mit den Ausfahrten „Soest“ an der B 229 und „Soest-Ost“ zur B 475.

Bahnhofsgebäude Soest

Bahn[Bearbeiten]

Die Anbindung an das Eisenbahnnetz erfolgt über die von ICE-, IC-, RE- und RB-Zügen befahrene Bahnstrecke Hamm–Warburg und die Bahnstrecke Dortmund–Soest. Soest wird von folgenden Nahverkehrslinien bedient:

Die AG Ruhr-Lippe-Eisenbahnen (RLE) verband von 1898 bis 1953 den Norden (Hovestadt und Lippborg) sowie von 1898 bis 1964 den Westen (Ostönnen und Werl) und Südwesten des Kreises mit Soest. Die Möhnetalbahn verband von 1899 bis 1970 das obere Möhnetal über Belecke und Wamel mit der Kreisstadt. Diese Eisenbahnen sind heute Geschichte. Der nierenförmig erbaute und erhalten gebliebene Kleinbahnhof wurde 2007 in das neue Einkaufszentrum integriert.

Nach Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes wurde auch die örtliche Bedienung des Eisenbahngüterverkehrs eingestellt.

Der verbliebene Bahnhof Soest wurde bis 2010 umfassend renoviert bzw. saniert, um seiner Rolle sowohl als „Kreisbahnhof“ als auch als (touristisches) Tor zur Stadt gerecht zu werden. Neben der Sanierung des Gebäudes wurde im Umfeld auch rund 5 ha Gewerbeflächen geschaffen. Durch die neue Unterführung kann man auf direktem Weg die Nordseite der Stadt erreichen. Außerdem wurde das Niveau des Bahnsteigs 1 angehoben. Neben bahnhofsnahem Einzelhandel, Sanitäreinrichtungen und EC-Automat im Erdgeschoss entstanden in den Obergeschossen Büroflächen.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH betreibt mit einem Betriebshof vor Ort mehrere Buslinien. Soest liegt im Tarifgebiet der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Stadtbild und Profanbauten

Kirchen

Befestigung

Neuere Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Brocke: Der jüdische Friedhof in Soest und Gerhard Köhn: Die jüdische Gemeinde Soest – Ihre Mitglieder von 1700 bis zur Vertreibung und Ermordung im Dritten Reich. Soest 1993, ISBN 3-87902-040-X.
  • Gerhard Köhn: Der Dreißigjährige Krieg in Stadt und Land – zum Beispiel in Soest/Westfalen und in der Soester Börde. Soest 1998.
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. 1. 1870–1920 (Das Stadtbild). Soest 1979, ISBN 3-87902-208-9.
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. 2. Die Soester im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Soest 1986, ISBN 3-87902-209-7.
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. 3. Das Auto erobert eine Stadt. Soest 1987, ISBN 3-87902-210-0.
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. 4. 1919–1939, Teil 1. Soest 2003, ISBN 3-87902-213-5.
  • Gerhard Köhn: Soest in alten Bildern. 4. 1919–1939, Teil 2 (Soest im Nationalsozialismus). Soest 2006, ISBN 3-87902-214-3.
  • Gerhard Köhn: Soester Stadtgeschichten. Soest 1985.
  • Gerhard Köhn: Geschichte des Feuerlöschwesens in Soest. Soest 1997, ISBN 3-87902-703-X.
  • Gerhard Köhn (Hrsg.): Soest. Stadt – Territorium – Reich. Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des Vereins für Geschichte und Heimatpflege Soest mit Beiträgen zur Stadt-, Landes- und Hansegeschichte. Soest 1981, ISBN 3-87902-031-0.
  • Gerhard Köhn (Hrsg.): Bomben auf Soest. Soest 1994, ISBN 3-87902-041-8.
  • Gerhard Köhn (Hrsg.): Soest in der Geschichte. Ein Kalender von 5500 v. Chr. bis 1996 mit ausführlicher Literaturliste. Soest 1997, ISBN 3-87902-605-X.
  • Marga Koske: Geschichte der eingemeindeten Soester Stadtteile. In: Soester Zeitschrift, 112, 2000, S. 23–78.
  • Walter Melzer: Alltagsleben in einer westfälischen Hansestadt. Stadtarchäologie in Soest. Soest 1995, ISBN 3-87902-300-X.
  • Hubertus Michels: Städtischer Hausbau am mittleren Hellweg. Die Entwicklung der Wohnbauten in Soest von 1150 bis 1700. Münster 1998, ISBN 3-89325-539-7.
  • Daniel Peters: Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Soest. Studien zur Gesellschaft in Grenzraum und Epochenumbruch. Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, Band XIX. Münster 2010, ISBN 978-3-402-15006-1.
  • Joachim Poeschke: Das Soester Antependium: Fakten, Fragen, Forschungsperspektiven. In: Das Soester Antependium und die frühe mittelalterliche Tafelmalerei. Kunsttechnische und kunsthistorische Beiträge. Hrsg. von Joachim Poeschke, Hermann Arnhold, Manfred Luchterhandt und Hans Portsteffen, Münster 2005, S. 11–36.
  • Michael Römling: Soest – Geschichte einer Stadt. Tertulla-Verlag, Soest 2005, ISBN 3-9810710-0-X.
  • Hans Weller: Die Selbstverwaltung im Kreis Soest 1817–1974. Ein Beitrag zur Geschichte der übergemeindlichen Selbstverwaltung. Paderborn 1987 (mit ausführlichen Informationen zur Gemeindeneugliederung betreffend Soest).
  • Norbert Wex (Hrsg.): Soester Schau-Plätze. Historische Orte neu erinnert. Soest 2006, ISBN 3-87902-049-3.
  • Soest. Geschichte der Stadt. 1. Der Weg ins städtische Mittelalter. Topographie, Herrschaft, Gesellschaft. Soest 2010, ISBN 978-3-87902-042-3.
  • Soest. Geschichte der Stadt. 2. Die Welt der Bürger – Politik, Gesellschaft und Kultur im Spätmittelalterlichen Soest. Soest 1996, ISBN 3-87902-043-4.
  • Soest. Geschichte der Stadt. 3. Zwischen Bürgerstolz und Fürstenstaat. Soest in der Frühen Neuzeit. Soest 1995, ISBN 3-87902-044-2. (Die Bände 4 (19. Jahrhundert) und 5 (20. Jahrhundert) werden vorbereitet.)
  • Periodika/Reihen zur Soester Geschichte:

Weitere Literatur ist auch hier zu finden.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. Empfehlung des ständigen Ausschusses für Geographische Namen (StAGN) vom 17. September 1999 – zur Anpassung der Rechtschreibung von Toponymen an die reformierten Regeln (PDF-Datei; 39 kB)
  3. Geographische Basisinformationen nach Infoblatt (PDF)
  4. Die vorangegangenen Angaben zur Flächen- und Bevölkerungsentwicklung im Zuge der kommunalen Gebietsreform nach Marga Koske: Geschichte der eingemeindeten Soester Stadtteile. In: Soester Zeitschrift, 112, 2000, S. 23–78, hier S. 24
  5. Absolute Zahlenangaben nach: Information der Stadt Soest (PDF-Datei; 76 kB)
  6. Ebd.
  7. Hubertus Schwartz: Die Straßennamen der Stadt Soest, Stand vom 1. April 1966, Soest 1966, S. 8
  8. Walter Melzer: Neue Ausgrabungen mit Funden zu mittelalterlichem Handel und Handwerk in Soest. In: Soest – Geschichte der Stadt, Bd. 2. Soest 1996, S. 437–458, hier: 437
  9. Daniel Peters: Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Soest. Studien zur Gesellschaft in Grenzraum und Epochenumbruch. Veröffentlichungen der Altertumskommission für Westfalen, Band XIX. Münster 2010
  10. Hubertus Schwartz: Die Straßennamen der Stadt Soest, Stand 1. April 1966, Soest 1966, S. 62
  11. Namensliste der Opfer der Soester Hexenprozesse (PDF-Datei; 65 kB)
  12.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 92.
  13. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  14. Wahlergebnisse 1999 (PDF-Datei; 5,62 MB)
  15. Wahlergebnisse 2004 (PDF-Datei; 6,70 MB)
  16. Wahlergebnisse 2009 (PDF-Datei; 3,34 MB)
  17. Albert Ludorff: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Soest. (= Die Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 16) Schöningh, Münster/Paderborn 1905, S. 88.
  18. Stadt Soest: Denkmalliste abgerufen am 13. April 2014
  19. Braun und Hogenbergs sicherlich nur in Teilen historisch authentische Stadtansicht zeigt Steingiebel noch in der frühen Neuzeit als vorherrschendes Element; dies wird auch durch alte Bauten wie das Romanische Haus im Burghof und teilweisen Steinbau besonders bei den ältesten Profanbauten unterstützt, vgl. Daelscher Hof u.ä.
  20. Hubertus Schwartz: Die Straßennamen der Stadt Soest, Stand 1. April 1966, Soest 1966, S. 38
  21. Rolf Dieter Kohl: Zur Geschichte der Soester Kapellen, insbesondere der St. Barbara-Kapelle auf dem Hellweg. In: Soester Zeitschrift, Heft 85, Soest 1973, S. 48–54, hier S. 49
  22. www.soest.de: Bördetag und Bördekönigin, abgerufen am 21. August 2009
  23. http://www.campus-summernight.de
  24. http://www.karrieretag-fh-swf.de
  25. Zeitschrift DTS, 1984/6 S. 32
  26. http://www.prosieben.de/tv/switch-reloaded/video/clip/4491-punkt-12-bohlen-vs-geiselname-in-soest-1.1658162/
  27. Vgl. zu Geschichte und Beständen des Soester Stadtarchivs http://www.b2i.de/fabian?Wissenschaftliche_Stadtbibliothek_(Soest)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Soest – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Soest – Reiseführer
 Wiktionary: Soest – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Soest – Quellen und Volltexte