Haus Mallinckrodt

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Das Haupthaus vom "Schloss" Mallinckrodt

Haus Mallinckrodt ist ein ehemaliges Rittergut und heutiges Herrenhaus am Westhang des Ardeygebirges. Es liegt in einem Wald über dem Ruhrtal im Ortsteil Ende (Gedern) in der westfälischen Stadt Herdecke und wird auf Grund seiner imposanten Bauweise häufig auch als Schloss Mallinckrodt bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Haus Mallinckrodt um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Um 1241 wurde die Burganlage noch „Mesekenwerke“ genannt. Ihre Bewohner nannten sich später von Mallinckrodt. Sie war ein Lehen der Grafen von Volmarstein, dann der Grafen von der Mark.

Um 1446 wurde die Burg von Dietrich II. von Moers niedergebrannt. Im Jahre 1619 brannte die Burg erneut nieder.

Im Jahre 1896 wurde die Anlage von dem Bankier Hans Jordan erworben und 1903/04 im Stil der flämischen Gotik umgebaut. Von der alten Burg verblieb nur ein Turm.

Anfang des 20. Jahrhunderts weilte der Künstler Fritz Gärtner für mehrere Jahre auf dem heute denkmalgeschützten Schloss und hatte im Gartenhaus sein Atelier eingerichtet.

Etwas weiter nördlich im Wald befindet sich der private Friedhof der Familie Jordan.

Tourismus[Bearbeiten]

Der private Friedhof von Haus Mallinckrodt am Ruhrhöhenweg

Im Privatbesitz befindlich und von mehreren Mietern bewohnt, ist die Anlage des Hauses Mallinckrodt eingeschränkt zugänglich. Eine direkte öffentliche Kfz-Zufahrt- oder Parkmöglichkeit besteht nicht. Der Fahrweg bis zum Eingang der Anlage ist jedoch für Wanderer frei zugänglich und im Wald nur wenige hundert Meter am Schlossgelände vorbei verläuft der Wanderweg von Ruhrhöhenweg und Westfalenwanderweg, der Wegabzweig ist allerdings nicht ausgeschildert. Die Anlage kann nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hubert Köhler: Fritz Gärtner: Das Atelier war sein Festspielhaus. Maler, Grafiker und Bildhauer arbeitete auf Schloss Mallinckrodt bei Wetter. In: Herdecker Blätter. Heft 12, November 1997, ZDB-ID 1234123-x, S. 17–23.
  • Gotthard Kießling: Haus Mallinckrodt. In: Kai Niederhöfer (Red.): Burgen AufRuhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion. Herausgeber: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Klartext-Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0234-3, S. 134–137.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Haus Mallinckrodt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.4004166666677.3607777777778Koordinaten: 51° 24′ 2″ N, 7° 21′ 39″ O