Ruhrhöhenweg

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Ruhrhöhenwanderweg
Karte des Wanderweges
Daten
Länge 240 Kmdep1
Betreut durch Sauerländischer Gebirgsverein
Markierungszeichen Wanderzeichen XR Ruhrhöhenweg.svg
(Weißes XR auf schwarzem Spiegel)
Startpunkt Quelle der Ruhr bei Winterberg
51° 12′ 49″ N, 8° 33′ 30″ O51.2136111111118.5583333333333
Zielpunkt Mündung im Niederrhein bei Duisburg
51° 27′ 3″ N, 6° 43′ 23″ O51.4508333333336.7230555555556
Typ Wanderweg
Höhenunterschied 652 mdep1
Höchster Punkt 672 m
Niedrigster Punkt 20 m
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Der Ruhrhöhenweg ist ein 1975 eingerichteter, gut 240 km langer Wanderweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) von der Quelle der Ruhr bei Winterberg bis zu deren Mündung im Niederrhein bei Duisburg. Der Weg verläuft dabei selten direkt am Ufer, sondern folgt dem Fluss in den benachbarten Hügeln und Bergen des Ruhrtals.

Status[Bearbeiten]

Von der Quelle führt der Weg über Olsberg, Meschede, Arnsberg, Menden, Iserlohn-Sümmern, Schwerte-Ergste, Hohensyburg, Hattingen-Blankenstein, Essen-Steele, am Baldeneysee vorbei, über Essen-Werden, Mülheim-Mintard und am Duisburger Zoo vorbei bis zur Ruhrmündung bei Duisburg-Neuenkamp.

Der Wanderweg fällt in die Kategorie der Hauptwanderstrecken des SGV und besitzt wie dessen andere Hauptwanderstrecken als Wegzeichen das weiße Andreaskreuz X, an Kreuzungspunkten um den Buchstaben R erweitert.

Im Jahr 2012 wurde vom SGV entschieden, den Ruhrhöhenweg zusammen mit weiteren Hauptwanderwegen aufzugeben und nicht mehr nachzumarkieren. 2013 wurde vom SGV bekanntgegeben, dass aufgrund der historischen Bedeutung des Ruhrhöhenweges dieser Weg weiterhin als Hauptwanderweg geführt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Historisch basiert der Ruhrhöhenweg auf zwei gleichnamigen Wegen des Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk, dem Vorläufer des Regionalverband Ruhr, die ab den 1930er Jahren jeweils nördlich und südlich der Ruhr zwischen Mülheim (Ruhr) und Hagen bzw. Schwerte verliefen. Diese Wege besaßen als Wegzeichen einen Kreis mit innenliegendem, senkrechtem Strich.

Schild des Ruhrhöhenwegs in Arnsberg, 2007

Aus diesem Grunde existiert bei Hagen-Vorhalle und auch in Wengern südlich der Ruhr ein befestigter Feldweg mit dem Namen „Ruhrhöhenweg“, obwohl sich der eigentliche Wanderweg auf dem gegenüber liegenden Ruhrufer befindet. Ebenso gründet sich ein Straßenname im Hattinger Ortsteil Holthausen auf den Verlauf des historischen Wanderwegs. Östlich des Ratinger Ortsteils Breitscheid kurz vor Mülheim (Ruhr) besitzt aus dem gleichen Grund ein weiterer Feldweg südlich der Ruhr den Namen „Ruhrhöhenweg“.

Ein kleines Blechhinweisschild für den nördlichen historischen Ruhrhöhenweg ist noch heute bei Gut Schede zu finden.

In der Literatur und auf zeitgenössischen Wanderkarten sind die historischen Ruhrhöhenwege ab den frühen 1930er Jahre bis Mitte der 70er Jahre belegt, seit den 50er Jahren in der Obhut des SGV und mit dem XR gekennzeichnet .[1] Erst 1975 wurde vom SGV der heutige Ruhrhöhenweg von der Quelle zur Mündung geschaffen, der sich im Bereich des Ruhrgebiets in der Wegführung abwechselnd nördlich und südlich der Ruhr der alten Wegstrecken bedient [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ruhrhöhenweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karl Kneebusch, Führer durch das Sauerland, Auflagen 1950 bzw. 1962, Führer durch das Hauptwegenetz, SGV, 1952
  2. Heinrich Streich, Ruhrhöhenweg, Strobel-Verlag, 1990, ISBN 3/87793-027-1