Heinrich Hollpein

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Heinrich Hollpein (* 12. Mai 1814 in Wien; † 7. Mai 1888 ebenda) war ein österreichischer Maler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Heinrich Hollpein war Sohn des Graveurs Leopold Hollpein und der Wilhelmine geb. Grob (auch Kropp), einer Tante von Franz Schubert´s Jugendliebe Therese Grob. Da Wilhelmine in zweiter Ehe mit Ignaz Schubert, dem ältesten Bruder und ersten Lehrer von Franz Schubert, verheiratet war, wurde Heinrich Hollpein zum Stiefneffen von Franz Schubert[1]. Als Angehöriger der musisch vielseitigen Familie Schubert wandte er sich der Malerei zu. Er studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wo er seine Porträts in den Jahren 1834 bis 1836 ausstellte. 1842 ging er als Porträtist nach Russland und porträtierte Aristokraten und Künstler. Ab 1851 in Rom wurde er 1853 Präsident des dortigen Deutschen Künstlervereins. 1853 reiste er über Neapel nach München. Wegen zunehmender Sehschwäche gab er die Malerei auf und schrieb Lustspiele.

Hollpein ist auf einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof bestattet (Gruppe 35 F, Reihe 14, Nr. 10 ).[2]

Werke[Bearbeiten]

Porträts von (Auswahl):

  • Metternich
  • Hammer-Purgstall
  • Therese Grob
  • Ignaz Schubert (eine von Carl Schubert stammende Kopie hängt in Schuberts Geburtshaus)[3]
  • Bernhard v. Bolzano
  • Grillparzer
  • Selbstporträt

Schauspiel:

  • In Ketten und Banden

Lustspiele:

  • Er experimentiert
  • Telegraph
  • Depeschen
  • Poln.Flüchtling
  • Rekrut und Dichter

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinrich Hollpein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stammbaum von Heinrich Hollpein: [1]
  2. Kunst und Kultur in Wien: Ehrengräber auf Viennatouristguide.at
  3. Ernst Hilmar: Franz Schubert. Reinbek 1997