Helena Glinskaja

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Helena Glinskaja (Rekonstruktion des Gesichts)

Helena Glinskaja (russisch Еле́на Васи́льевна Гли́нская; Jelena Wassiljewna Glinskaja) (* um 1506; † 4. April 1538 in Moskau) war von 1533 bis 1538 während der Minderjährigkeit Iwans IV. Regentin von Russland.

Helena war Tochter des Fürsten Wassili Lwowitsch Glinski (russ. Васи́лий Львович Гли́нский) und seiner Gemahlin Anna aus dem serbischen Geschlecht der Jakšić. Sie wurde zweite Gemahlin des Großfürsten Wassili III. von Moskau und Mutter des Zaren Iwan IV.

Die Regierungsgrundsätze von Helena entsprach den Grundsätzen der Zeit Wassilis III. und war von Erfolgen gekennzeichnet. Eine besondere Rolle spielte hierbei der Favorit der Regentin, Fürst Iwan Fjodorowitsch TelepnewOwtschina-Obolenski (Иван Фёдорович Телепнев-Овчина-Оболенский) und Metropolit Daniil (Даниил). Es gelang erneut in Erscheinung tretende separatistische Bestrebungen zu vereiteln und mehrere noch bestehende Teilfürstentümer einzubeziehen. Auch gegen das Anwachsen des klösterlichen Grundbesitzes ging die Regierung Helenas vor. Bedeutung erlangte ebenso die im Jahre 1535 durchgeführte Münzreform, durch die ein einheitliches Geldsystem geschaffen wurde. Günstig wirkte sich auch die Förderung aus, die sie der russischen Stadtentwicklung, vor allem im Süden des Landes, angedeihen ließ.

Gegen die stärker werdende Opposition ging die Regentin mit starker Hand vor. Auch außenpolitisch stellten sich Erfolge ein, wie der Friedensvertrag mit Litauen aus dem Jahre 1536 und die Neutralisierung Schwedens deutlich machten. Im April 1538 starb sie plötzlich; es hieß, Bojaren hätten sie vergiftet. Die nachfolgende Periode von 1538 bis 1547 war durch die Herrschaft einflussreicher Bojarenfamilien gekennzeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helena Glinskaja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien