Hexamethylendiisocyanat

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Strukturformel
Struktur von Hexamethylendiisocyanat
Allgemeines
Name Hexamethylendiisocyanat
Andere Namen
  • Hexandiisocyanat
  • Diisocyanatohexan
  • 1,6-Hexamethylendiisocyanat
  • HDI
  • HMDI
Summenformel C8H12N2O2
CAS-Nummer 822-06-0
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit stechendem, unangenehmem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 168,20 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,05 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−67 °C[1]

Siedepunkt

255 °C[1]

Dampfdruck

1,4 Pa (20 °C)[1]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[1]

Brechungsindex

1,4585 (20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331​‐​319​‐​335​‐​315​‐​334​‐​317Vorlage:H-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
P: 280​‐​302+352​‐​304+340​‐​305+351+338​‐​309​‐​310Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 23​‐​36/37/38​‐​42/43
S: (1/2)​‐​26​‐​28​‐​38​‐​45
MAK

0,005 ml·m−3 bzw. 0,035 mg·m−3[1]

Toxikologische Daten

746–959 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[5]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexamethylendiisocyanat (oder genauer Hexamethylen-1,6-diisocyanat) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Isocyanate. Es ist eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit stechendem Geruch.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Hexamethylendiisocyanat kann durch Reaktion von Hexamethylendiamin mit Phosgen und anschließender Reinigung gewonnen werden.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten]

Die Dämpfe von Hexamethylendiisocyanat sind 5,81 mal schwerer als Luft.

Verwendung[Bearbeiten]

Hexamethylendiisocyanat ist ein wesentlicher Ausgangsstoff für Polyurethan-Lacke. Fast die gesamte Verbrauchsmenge wird in Deutschland zu Lackvorprodukten für die Automobil- und Möbelindustrie, wie z. B. HDI-Biuret und HDI-Isocyanurat, weiterverarbeitet.[6]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Bei starker Erwärmung (Flammpunkt 130 °C) können Hexamethylendiisocyanat-Dämpfe mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu CAS-Nr. 822-06-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  2. David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-280.
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 822-06-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Datenblatt des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (englisch) (PDF; 338 kB)
  6. Bericht über Diisocyanate bei der BGFA