Himmelfahrtskommando

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Dieser Artikel behandelt den militärischen Begriff. Zum britischen Spielfilm von José Ferrer siehe Himmelfahrtskommando (1955), zum italientischen Spielfilm von Armando Crispino siehe Himmelfahrtskommando El Alamein (1968), und zur Komödie von Dennis Ledergeber siehe Himmelfahrtskommando (2012).
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Himmelfahrtskommando ist ein dem militärischen Jargon entstammender Begriff, der einen besonders riskanten Auftrag bezeichnet, dessen Ausführung mit hoher Wahrscheinlichkeit (aber ungewollt) zum Tod des oder der Ausführenden führt. Die analogen englischen Begriffe lauten suicide mission (= Selbstmord-Auftrag), glory-or-grave-job (Ruhm-oder-Grab-Auftrag) oder suicide squad (= Selbstmordkommando, wörtlich: „Selbstmordtrupp“). Der Begriff fand Eingang in die zivile Umgangssprache, wo er allgemein für eine unangenehme und aussichtslose Aufgabe verwendet wird, die man – im Wissen um das fast sicher bevorstehende Scheitern – dennoch erledigen muss.

Im Zeitalter der napoleonischen Kriege wurde bei der Belagerung von Festungen eine Bresche in die Mauer geschlagen. Diese Bresche wurde vom Feind oft vermint, mit anderen Fallen versehen und allgemein erbittert verteidigt. Die Angreifer stellten aus Freiwilligen ein Himmelfahrtskommando auf. Diese Männer stürmten als Erste über den schwer begehbaren Mauerdurchbruch und hatten deshalb sehr viele Tote zu beklagen. Überlebende Offiziere eines solchen Himmelfahrtskommando wurden sofort befördert und Soldaten wurden ausgezeichnet und mit extra Soldazahlungen belohnt. Als die Festungen weniger auf Stadtmauern und mehr auf Befestigungen durch Schützengräben und Bunker setzten, nahm diese Form des Himmelfahrtskommandos ab.

Zu unterscheiden vom Himmelfahrtskommando sind Selbstmord-Angriffe wie etwa die Kamikaze-Angriffe japanischer Flieger im Zweiten Weltkrieg. Sie endeten gewollt tödlich, und bei erfolgreicher Durchführung des Auftrages starben die Piloten nicht durch Feindeinwirkung, sondern von eigener Hand. Außerhalb des Militärs werden allerdings von terroristischen Guerilla-Gruppen initiierte Selbstmordattentate manchmal ebenfalls umgangssprachlich als Himmelfahrtskommandos bezeichnet.

Der Wortbestandteil „-kommando“ stammt von dem Begriff Kommandounternehmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Himmelfahrtskommando – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen