Hirse-Segge

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Hirse-Segge
Hirse-Segge (Carex panicea)

Hirse-Segge (Carex panicea)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Hirse-Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex panicea
L.

Die Hirse-Segge (Carex panicea), auch Schwadenried genannt,[1] ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Bestäubt wird die Pflanze durch den Wind (Anemophilie). Die kältekeimenden Samen werden durch den Wind ausgebreitet (Anemochorie). Sie vermehrt sich jedoch auch vegetativ mit Hilfe ihres Rhizoms oder von unterirdischen Ausläufern.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die mäßig nährstoffanspruchsvolle Hirse-Segge blüht von Mai bis Juli an teils überfluteten Gewässerrändern, Nieder- und Quellmooren und auf feuchten Magerrasen. Sie ist in ganz Deutschland außer in den Mitteldeutschen Trockengebieten verbreitet. Im übrigen Europa sowie Teilen West-Asiens ist sie ebenfalls zu finden. Im östlichen Amerika gilt sie als Neophyt.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten]

Die Hirse-Segge braucht zumindest mäßig basenreichen, oft etwas sauren und zumindest feuchten oder sogar nassen Boden, der torfig, schlammmig oder lehmig sein kann. Sie erträgt schwache Stickstoffdüngung gerade noch.

Sie besiedelt Flachmoore, Sumpfwiesen und Gräben, sie geht auch auf lichte Waldwege.

In Mitteleuropa ist sie häufig, sie fehlt dort aber in kleineren Gebieten, vor allem im Tiefland und in niederschlagsarmen Landschaften; an ihren Standorten ist sie meist nicht zahlreich vorhanden. Sie steigt in den Alpen bis zur Waldgrenze auf.

Erkennungsmerkmale[Bearbeiten]

Die Hirse-Segge ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 10 bis 50 Zentimetern erreicht.

Die graugrüne unbehaarte Hirse-Segge wird zu den Verschiedenährigen Seggen gestellt, da sie eine gestielte aufrechte männliche Ähre besitzt, die die walzenförmigen lockerblütigen ebenfalls aufrechten zwei bis drei weibliche Ähren überragt, welche gestielt etwa 0,5 bis 4 cm lang werden. Die gelbbraune Scheide des Tragblattes ist nicht aufgeblasen. Die graugrünen Blattspreiten sind etwa 2 bis 6 mm breit und erst später häufig oberseits glänzend, jedoch ohne Spaltöffnungen. Die nervenlosen glatten Schläuche bilden einen kurzen dicken Schnabel aus und schließen drei Narben ein.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Fischer, Jena, 1994. ISBN 3-3346-0830-1
  • E. Foerster: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes - Ein Schlüssel zum Bestimmen im blütenlosen Zustand (Manuskript Kleve-Kellen März 1982)
  • Aichele/Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 5, ISBN 3- 440-08048-X

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hirse-Segge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 82 (online).