Hochbeet

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Das Hochbeet ist eine Variante der klassischen (ebenerdigen) Beetanlage oder je nach Befüllung im Schichtaufbau eine Variante des Hügelbeetes. Es ist vor allem im naturnahen Gartenbau häufig anzutreffen. Das Hochbeet vereint folgende wesentliche Merkmale: Das Wegfallen des Bückens bei der Gartenarbeit durch die Höherstellung des Beetes; sehr wenig Unkraut, da der Hauptsamenflug am Boden stattfindet; keine Schnecken, wenn ein Schneckenzaun angebracht wird; die Nutzung der Verrottungswärme von unten (bei den Wurzeln) durch den schichtweisen Aufbau und damit verbunden ein wesentlich schnelleres Wachstum. Durch das zusätzliche Anbringen einer Abdeckung kann dann das Hochbeet auch als Frühbeet genutzt werden.

Aufbau[Bearbeiten]

Hochbeet aus Betonsteinen
Hochbeet aus Holz
Hochbeet aus Ziegeln

Unter einem Hochbeet versteht man Gartenbeete, die nicht ebenerdig angelegt sind, sondern sich über das übliche Beetniveau hinaus erheben. Als Gründe für das Anlegen einer solchen Variante des Gartenbeetes können genannt werden:

  • eine frühere Erwärmung des Beetes,
  • ungeeigneter, also nicht tiefgründiger oder nährstoffarmer Gartenboden,
  • optimale Verwertung der Gartenabfälle,
  • behindertengerechtes Betreiben eines Gartens.

Das Hochbeet bietet dem Gärtner auch die Möglichkeit, verrottbare Materialien, wie zum Beispiel Gartenabfälle, im Garten selbst zu verwerten.[1] Des Weiteren wird ein Hochbeet nicht umgegraben, wodurch gewährleistet werden kann, dass die Schichtung des Erdreichs und die gebildete Fauna nicht durcheinandergebracht werden. Dies ist beim herkömmlichen Gartenbau nicht der Fall.

Formen[Bearbeiten]

Eine spezielle Form des Hochbeetes ist der Kartoffelturm. Dieser dient dem Hobbygärtner zur Anpflanzung von Kartoffeln in Haushaltsmengen bei geringem Platzbedarf.

Eine weitere Form die vorwiegend in der Entwicklungsarbeit, aber auch unter Hobbygärtnern verbreitet ist, ist der sogenannte Schlüssellochgarten.

Anlage[Bearbeiten]

Man legt ein Hochbeet kastenförmig, rechteckig und nach Möglichkeit in Nord-Süd-Richtung (Sonneneinstrahlung) an. Wichtig ist, die Grundfläche des Hochbeetes mit einem feinmaschigen Drahtgeflecht zu bedecken. So kann man das Eindringen von Nagetieren wie Mäusen verhindern. Füllen kann man das Beet entweder nur mit Erde oder, wenn man will, auch mit verschiedenen Schichten (Erde, Hölzer, Kompost). Beim Anlegen des Beetes sollte man auch auf die Länge und Breite achten, da sonst die Bearbeitung (Unkraut entfernen, gießen, jäten) mit einer unangenehmen Körperhaltung einhergeht.

Um die beste Wirkung und einen guten Ertrag zu erzielen, sollte das Hochbeet alle fünf bis sieben Jahre komplett entleert und danach wie bei einer Neuanlage wieder befüllt werden.

Einfassen kann man es je nach Belieben mit den verschiedensten Materialien:

Literatur[Bearbeiten]

  •  Brigitte Kleinod: Das Hochbeet - Vielfältige Gestaltungsideen für Gemüse-, Kräuter- und Blumengärten. pala, 2009, ISBN 978-3-89566-261-4.
  •  Sofie Meys: Das Hochbeet für Gemüse, Kräuter und Blumen. Leopold Stocker, 2012, ISBN 978-3-7020-1351-6.
  •  Gernot Kosok-Pokorny, Siegfried Stein: Hochbeete - Selber bauen und bepflanzen. blv, 2013, ISBN 978-3-8354-1083-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wie kann ein Hochbeet - Frühbeet befüllt werden?-Baumschnitt, Strauchschnitt ca. 30 cm-Gartenabfälle, Laub und Rasenschnitt, reifer Kompost, reifer Mist ca. 20 cm-Gartenerde, ca. 25cm. Das Nachfüllen eines Hochbeetes kann wie folgt beschrieben durchgeführt werden: Man recht die oberste Schichte (Gartenerde) auf eine Seite. Dann füllt man die mittlere Schichte (Laub und Rasenschnitt, reifer Kompost, reifer Mist) auf; diese Schichte sollte wieder für Verrottungswärme und Nährstoffe sorgen; anschließend verteilt man die Gartenerde wieder gleichmäßig. Damit hat man folgende Vorteile: 1.) wieder die volle Befüllungshöhe, 2.) die Nährstoffe und die frische Erde die durch die Verrottung entstanden sind, sind gut durchmischt in der Bepflanzungsschichte, 3.) eine neue Verrottungsschichte unterhalb der Wurzeln und damit auch wieder Verrottungswärme, 4.) kein Bedarf an neuer Gartenerde. Quelle: www.hochbeet.com