Hohlschaftkegel

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Der Hohlschaftkegel, kurz HSK genannt, wird als Werkzeugaufnahme in Werkzeugmaschinen verwendet. Er kann als Nachfolger und Weiterentwicklung des Steilkegels betrachtet werden.

Besondere Eigenschaften[Bearbeiten]

Hohlschaftkegel HSK A63
Zeichnung eines Hohlschaftkegels HSK A63
  • genormt nach DIN 69893
  • kleiner (ca. 30 %) und leichter (ca. 50 %) gegenüber dem Steilkegel
    • dadurch auch einfacherer und schnellerer Werkzeugwechsel
  • hohe Steifigkeit aufgrund der Abstützung an der Werkzeugaufnahme über den Bund
  • Übertragen von Drehmomenten
    • Kraftschlüssig durch die Kegel- und Anlagefläche
    • Formschlüssig über die Mitnehmernuten
  • durch Mitnehmer können über Formschluss ruckartige Belastungen und große Drehmomente übertragen werden
  • hervorragende Wechselgenauigkeit (3 μm), da aufgrund
    • der Plananlage am Bund eine axiale Positioniergenauigkeit gegeben ist
    • der engen Kegeltoleranz Rundlaufabweichungen minimiert werden
  • für hohe Drehzahlen geeignet, da Probleme in Folge des Aufweitens der Spindel, wie sie beim Steilkegel bestehen, nicht auftreten; 2 Gründe:
    • der Hohlschaftkegel weitet sich durch die Zentrifugalkraft im gleichen oder höheren Maße auf als die Spindel (erzeugt eine Spannkrafterhöhung)
    • die Plananlage verhindert ein Nachrutschen in Axialrichtung.

Hohlschaftkegel für Drehmaschinen (HSK-T)[Bearbeiten]

Die einzige Unterscheidung des HSK-T zu den bisherigen HSK-Formen für rotierende Bearbeitung liegt in den enger tolerierten Mitnehmern.

Weblinks[Bearbeiten]