Hugo Salus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hugo Salus

Hugo Salus (* 3. August 1866 in Böhmisch-Leipa; † 4. Februar 1929 in Prag) war ein böhmischer Arzt und deutschsprachiger Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Salus, Sohn eines Veterinärbeamten, studierte in Prag Medizin und ließ sich nach seiner Promotion 1895 als Gynäkologe ebendort nieder.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit veröffentlichte er zahlreiche Gedichtbände und Erzählungen und gehörte zu den bedeutenderen Vertretern der deutschen Prager Literatur seiner Zeit: So war er unter anderem Mitglied im Schriftsteller- und Künstlerverein Concordia. Heinrich Vogeler illustrierte einige seiner Bücher, wie etwas das Trostbüchlein für Kinderlose, und Arnold Schönberg vertonte zwei seiner Gedichte.

Im Jahr 1955 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Salusgasse nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten]

  • Gedichte. 1898
  • Neue Gedichte. 1899
  • Ehefrühling. 1900
  • Reigen. 1900
  • Christa. Ein Evangelium der Schönheit. 1902
  • Ernte. 1903
  • Neue Garben. 1904
  • Die Blumenschale. 1908
  • Glockenklang. 1911
  • Das neue Buch. 1919
  • Klarer Klang. 1922
  • Helle Träume. 1924
  • Die Harfe Gottes. 1928

Prosa[Bearbeiten]

  • Novellen des Lyrikers. 1903
  • Das blaue Fenster. 1906
  • Trostbüchlein für Kinderlose. 1909
  • Andersen-Kalender 1910 (12 Märchen)
  • Schwache Helden. 1910
  • Die Hochzeitsnacht. Die schwarzen Fahen. 1913
  • Seelen und Sinne. 1913
  • Nachdenkliche Geschichten. 1914
  • Der Heimatstein und andere Erzählungen. 1915
  • Sommerabend. 1916
  • Die schöne Barbara. 1919
  • Freund Kafkus. 1919
  • Der Beschau. Eine Ghettogeschichte. 1920
  • Der Jungfernpreis. 1921
  • Vergangenheit. 1921

Dramen[Bearbeiten]

  • Susanna im Bade. 1901
  • Römische Komödie. 1909

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Wertheimer: Hugo Salus. Prag 1902.
  • Johannes Thummerer: Hugo Salus. In: Reclams Universum - Weltrundschau, 22. Sept. 1913 (= Universum Jahrbuch 1913), S. 441–444 (mit Porträt-Kunstbeilage neben S. 440).
  • Lotte Tinkl: Neuromantische Elemente bei Hugo Salus und Franz Herold. Diss. Wien 1949.
  • Emil Franzel: Hugo Salus. Ein Stück versunkenes Prag. In: Sudetendeutscher Kulturalmanach. Bd. 7, 1969.
  • Hermann Kletzander: Hugo Salus und der Jugendstil. Diss. Salzburg 1977.
  • Helga Abret: Hugo Salus und Jaroslav Vrchlický. Das Verhältnis beider Dichter an Hand einiger unveröffentlichter Salus-Briefe. In: Österreich in Geschichte und Literatur. 24. 1980, S. 28–34.
  • Wilhelm Theopold: Doktor und Poet dazu. Dichterärzte aus fünf Jahrhunderten. 2. Auflage. Mainz 1987, ISBN 3-87409-032-9.
  • Alois Hofman: Salus Hugo. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, ISBN 3-7001-1483-4, S. 395 f. (Direktlinks auf S. 395, S. 396).
  • Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 18, De Gruyter, Berlin 2010, S. 493–504.
  • Hans Peter Buohler: Hugo Salus. In: Wilhelm Kühlmann (Hrsg.): Killy Literaturlexikon. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Band 10, De Gruyter, Berlin/New York 2011, ISBN 978-3-11-022042-1, S. 186 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hugo Salus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien