I-Klasse (Royal Navy)

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I-Klasse von 1935 Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp:
Zerstörer
Verdrängung:
1.370 ts HMS Inglefield: 1.544 ts
Länge:
323 ft (98,5 m) HMS Inglefield: 337 ft
Breite:
33 ft (10,05 m) HMS Inglefield: 34 ft
Tiefgang:
12 ft 5 in (3,78 m)
HMS Inglefield: 12 ft 6 in
Antrieb:
3 Dampfturbinen mit zusammen 34.000 PS HMS Inglefield: 38.000 PS
Geschwindigkeit:
36 kn
Reichweite:
5.530 Seemeilen bei 15 kn
Besatzung:
145 Mann HMS Inglefield: 175 Mann
Bewaffnung:
(als Neubau)
4 x 4,7-in-(120-mm)-Schiffsgeschütze
HMS Inglefield: 5 x 4,7 in
8 x 0,5-inch-Flugabwehr-MGs
2 x fünffach 21 in (533 mm) Torpedo-Rohre
türkische Schiffe: 2 x vierfach

60 Wasserbomben

Die I-Klasse war eine Schiffsklasse von acht Zerstörern, die als Teil des Marineprogramms von 1934 für die britische Royal Navy gebaut wurden. Ein neuntes Schiff, HMS Inglefield, hatte einen etwas veränderten Entwurf, um als Flottillenführer zu dienen.

Vier identische Schiffe waren bei Beginn des Zweiten Weltkriegs auf britischen Werften für die türkische Marine in Bau. Zwei dieser Zerstörer wurden von der britischen Regierung gegen Zahlung einer Entschädigung beschlagnahmt. Sie werden regelmäßig der I-Klasse zugerechnet. Die anderen beiden Zerstörer wurden 1942 an die Türkei ausgeliefert.

Die Zerstörer der I-Klasse kamen im Zweiten Weltkrieg zu vielfältigen Kampfeinsätzen; sieben der insgesamt elf Schiffe gingen während des Krieges verloren.

Entwurf[Bearbeiten]

Der Entwurf für die I-Klasse beruhte im Wesentlichen auf dem Entwurf für die vorhergehende H-Klasse. Die Änderungen betrafen unter anderem die neuen Fünffach-Torpedorohrsätze und bei vier Schiffen die Fähigkeit zum Minenlegen. Der bei zwei Zerstörern der H-Klasse erprobte veränderte Aufbau der Brücke wurde bei allen Schiffen übernommen.

HMS Inglefield war im Vergleich zu den anderen Schiffen etwas größer, um den Kommandeur der Flottille, seinen Stab und weitere Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Soweit sie nicht frühzeitig verloren gingen, wurden die Ausrüstungen und Bewaffnungen der Zerstörer im Verlauf des Zweiten Weltkriegs teils erheblich modifiziert. Hierunter fallen etwa die Ausstattung mit Radar und dem Funkpeilungssystem Huff-Duff, mit zusätzlichen bzw. veränderten Geschützen, hauptsächlich Flak und Schnellfeuerwaffen, sowie neuen Wasserbombenwurfvorrichtungen.

Kriegseinsatz[Bearbeiten]

Die Schiffe der I-Klasse wurden während des Zweiten Weltkriegs vor allem als Eskorten für Konvois und Kriegsschiffe und bei der Jagd auf U-Boote, aber auch bei den diversen Landungsoperationen, eingesetzt.

Sieben der elf Schiffe gingen bei diesen Einsätzen verloren, alle bis auf eines durch Kampfhandlungen bzw. Minen. Im Gegenzug waren die Zerstörer der I-Klasse an der Versenkung von sieben deutschen und fünf italienischen U-Booten sowie eines italienischen Leichten Kreuzers beteiligt.

Die verbleibenden Schiffe waren nach dem Ende des Kriegs technisch veraltet, durch die jahrelangen Kriegseinsätze verbraucht und kaum noch verwendungsfähig. Der verbliebene ursprünglich türkische Zerstörer wurde an die Türkei abgegeben.

Schiffe der I-Klasse[Bearbeiten]

Flottillenführer:

türkische Schiffe:

Literatur[Bearbeiten]

  • Maurice Cocker, Ian Allan: Destroyers of the Royal Navy, 1893–1981. Ian Allan, London 1981, ISBN 0-7110-1075-7
  • Leo Marriot, Ian Allan: Royal Navy Destroyers since 1945. Ian Allan, London 1989, ISBN 0-7110-1817-0
  • H. T. Lenton: British and Empire Warships of the Second World War. Greenhill Books, London 1998, ISBN 1-85367-277-7
  • Robert Gardiner (Hrsg.): Conway's All the World's Fighting Ships, 1922–1946. Conway Maritime Press, London 1997, ISBN 0-85177-146-7
  • Michael J. Whitley: Destroyers of World War II. An International Encyclopedia. Cassell Military, London 2002, ISBN 0-304-35675-1

Weblinks[Bearbeiten]

siehe auch[Bearbeiten]

 Commons: I class destroyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien