IMADEC University

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Logo fehltVorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

IMADEC University
Gründung 1991
Trägerschaft privat
Ort Wien, Österreich
Leitung

Christian Joksch

Studenten 230 (letzte verfügbare Zahl aus dem Jahr 2005, vor Statusänderung)[1]
Website www.imadec.ac.at

IMADEC University ist ein privater Anbieter von Lehrgängen universitären Charakters in Wien, Österreich mit Fokus auf Executive Education.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

IMADEC wurde 1991 als "International Management Development Consulting" gegründet. In den ersten Jahren war die Schule ein Partner der California State University, Hayward (CSUH); die akademischen Grade wurden zunächst nur von der CSUH verliehen.

2001 wurde IMADEC als zweite Privatuniversität in Österreich akkreditiert, diesen Status hatte sie bis Anfang 2006.

Der Vertrag zwischen IMADEC und der California State University, Hayward wurde 2002 aufgelöst, da es zu Meinungsverschiedenheiten kam. Die Campuszeitung „The Pioneer“ schrieb, dass es dabei um finanzielle Angelegenheiten und akademische Qualifikationen von Professoren ging: so habe Joksch die Qualifikation des CSUH-Professors Kurt Leube bemängelt, andererseits wurde von Seite der CSUH das Management der IMADEC kritisiert.[2] [3]

Heute arbeitet IMADEC mit Vortragenden der University of Texas at Austin zusammen.

Beginn mit "Lehrgängen universitären Charakters"

Im September 1999 bekam IMADEC in Österreich das Recht, einen Lehrgang universitären Charakters mit dem akademischen Grad MBA anzubieten[4]. Dieses MBA-Programm war von 1996 bis Anfang 2005 auch durch die FIBAA akkreditiert.[5]

Zeitweilige Akkreditierung als Privatuniversität

IMADECs staatliche Akkreditierung als Privatuniversität mit drei postgradualen Studiengängen begann am 2. Januar 2001 und war vorerst auf 5 Jahre befristet. Die Verlängerung wurde kurz vor Fristende beantragt, die Akkreditierung lief aber am 1. Januar 2006 ab. Im Mai 2006 wurde der Antrag erstmals abgewiesen: begründet wurde dies mit fehlenden Unterlagen. Trotz Nachreichen verschiedener Unterlagen lehnte der österreichische Akkreditierungsrat den Antrag auf neuerliche Akkreditierung im August 2006 endgültig ab, da die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1 UniAkkG nicht erfüllt wurden.[6][7]

Entwicklung nach Verlust des Universitätsstatus

Am 28. August 2006 entschied das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Wissenschaft und Kultur, dass die drei Studienprogramme der IMADEC als Lehrgänge universitären Charakters bis 31. Dezember 2010 weitergeführt werden dürfen.[8]

Diese Form staatlicher Anerkennung läuft mit Ende 2010 aus. Anträge auf Genehmigung von Lehrgängen universitären Charakters konnten nur bis Ende 2003 gestellt werden. [9] Da Imadec damals den Status einer Privatuniversität hatte, wären Anträge auch für Universitätslehrgänge an den Akkreditierungsrat zu richten gewesen.[10] Nach Angaben des Akkreditierungsrates[11] wurde der Antrag auf Reakkreditierung erst kurz zuvor eingebracht.

Rechtswidrige Vergabe von Ehrentiteln

Am 28. April 2006 entschied der österreichische Verwaltungsgerichtshof, dass ein im Jahr 2003 von IMADEC an Alexandre Lamfalussy verliehenes Ehrendoktorat (honorary DBA) rechtswidrig war, da Privatuniversitäten keine Ehrengrade verleihen dürfen. Die Verleihung von akademischen Graden wird im UniAkkG nur im Zusammenhang mit Studienabschlüssen normiert und sieht keine Regelung über die Verleihung von akademischen Ehrungen vor. Mehrere andere an Arnold Schwarzenegger (DBA), Franz Vranitzky (DBA), Wim Duisenberg (DBA) und Siegbert Alber (LL.D) durch IMADEC verliehene Ehrendoktorate sind nun ebenfalls als ungültig anzusehen[12] (vgl.ausführlicher hier). Nach aktueller Interpretation des Urteils sind auch alle Verleihungen der akademischen Ehrengrade MLE h.c., MBA h.c., LLM h.c., aber auch akademische Ehrentitel wie Ehrensenator oder Ehrenbürger ungültig.[13].

Parlamentarische Anfrage zu SMS-Nachrichten

Im März 2003 sorgten angeblich vom Mobiltelefon des Geschäftsführers Christian Joksch versandte SMS für mediale Aufregung und führten zu schriftlichen Anfragen der grünen Abgeordneten Madeleine Petrovic im Nationalrat an die Wissenschaftsministerin sowie an den Innenminister betreffend rassistische Nachrichten von Imadec. Ein Verwaltungsstrafverfahren wurde eingeleitet. In einem Schreiben an die parlamentarischen Klubs vom 22. März 2001 erklärt Joksch, dass es sich um ein "Ketten-SMS" gehandelt habe, welches an sein Mobiltelefon gesandt und von dort durch eine nicht mehr ermittelbare Person weitergeleitet worden sei. Er vermutete als Urheberin eine ehemalige Mitarbeiterin. In der Anfrage verglich Petrovic die SMS-Inhalte mit Äußerungen freiheitlicher Spitzenpolitiker und kritisierte, dass es an der Imadec kein kritisches, also im ureigensten Sinn wissenschaftliches Korrekturpotential gebe, wenn derartiges Gedankengut vermittelt werde. Grüne und SPÖ stellten auch den Antrag, Joksch als Referent bei einer parlamentarischen Enquete zum Thema Universitätsreform auszuladen.[14]

Studiengänge

IMADEC bietet derzeit drei Masterprogramme als „Lehrgang universitären Charakters“ an:

  • Executive MBA
  • International LL.M.
  • International MLE (Master of Law and Economics).

Unterrichtssprache ist Englisch.

Kontakte zur Politik

IMADEC wird ein Naheverhältnis zur österreichischen Politik nachgesagt. Der Leiter, Christian Joksch kandidierte 1999 bei der Europawahl für die damalige FPÖ[15].

Darüber hinaus sind Kontakte zu folgenden österreichischen Politikern belegt:

Kontakte zu ausländischen Politikern:

Quellen

  1. Jahresbericht 2005 des Österreichischen Akkreditierungsrates
  2. Artikel von mba-channel.com
  3. Coleman, Karen (8. Aug. 2002). CSUH Austrian Executive MBA Program Kaput / Cal State Hayward, Others Say Problem Was Money. The Pioneer. Abgerufen am 16. Februar 2007.
  4. 2. MBA-Verordnung des BMBWK (BGBl. II Nr. 231/1999)
  5. Imadec ohne Akkreditierung?. MBA Channel (8.8). Abgerufen am 18. April 2007.
  6. Imadec nicht neuerlich akkreditiert. Österreichischer Akkreditierungsrat (29.11). Abgerufen am 16. Februar 2007.
  7. Imadec ist keine Privatuni mehr. Wiener Zeitung (23.8). Abgerufen am 16. Februar 2007.
  8. Bundesgesetzblatt vom 29.8.2006, 323. Verordnung
  9. Imadec mit "Lehrgängen universitären Charakters". APA (Austrian Presse-Agentur) Online-Journal Karriere (29.8). Abgerufen am 16. Februar 2007.
  10. ÖAR: Universitätslehrgänge an Privatuniversitäten, Seite 2
  11. Wirbel um Ablehnung von Privatuni-Lizenz.Der Standard, 2006-08-25
  12. Ehrendoktorate von Privat-Unis sind wertlos. Wiener Zeitung (1.7). Abgerufen am 16. Februar 2007.
  13. Zur Zulässigkeit der Vergabe von akademischen Ehrungen durch Privatuniversitäten und andere postsekundäre Bildungseinrichtungen. Zeitschrift für Hochschulrecht, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik (16. März 2007). Abgerufen am 20. Juni 2007.
  14. Palaise Epstein Debatte zur parlamentarische Enquete über Universitätsreform
  15. 24./25. April 1999, der Standard
  16. CV auf der Website der steirischen Volkspartei
  17. CV auf www.epstein.at
  18. Wie Gaddafis Sohn den freien Markt entdeckte, FAZ 30.4.2001
  19. "Libya Our Home"-News

Weblinks

48.1868516.29209Koordinaten: 48° 11′ 12,66″ N, 16° 17′ 31,52″ O

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen
Andere Sprachen