Ibrahim Abu-Lughod

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Ibrahim Abu-Lughod (* 15. Februar 1929 in Jaffa; † 23. Mai 2001 in Ramallah) war ein palästinensisch-amerikanischer Politikwissenschaftler und Politiker.[1][2]

Abu-Lughod floh aus Palästina während der Nakba am 3. Mai 1948 mit dem letzten Schiff, dass Jaffa in Richtung Beirut verließ. Über Nablus und Amman gelangte er in die Vereinigten Staaten und studierte dort an der University of Illinois. 1957 wurde er in Politikwissenschaften an der Princeton University promoviert. Abu-Lughod arbeitete in Ägypten einige Jahre für die UNESCO, kehrte dann in die USA zurück und wurde nach Stationen als Dozent am Smith College und der McGill University 1985 auf den Lehrstuhl für Politologie der Northwestern University berufen. Er erhielt 1975 die US-Staatsbürgerschaft. 1992 kehrte Abu-Lughod nach Palästina zurück.

Abu-Lughod war langjähriges Mitglied des Palästinensischen Nationalrats.

Schriften[Bearbeiten]

  • Arab Rediscovery of Europe: A Study in Cultural Encounters. 1963
  • The Evolution of the Meaning of Nationalism. 1963
  • The Arab-Israeli Confrontation of June 1967: An Arab Perspective. 1970
  • The Transformation of Palestine. 1971
  • Palestinian Rights: Affirmation and Denial. 1982
  • The Landscape of Palestine: Equivocal Poetry. 1999

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Arun Kapil: Ibrahim Abu-Lughod. In: Washington Report on Middle East Affairs, November 1987, Seiten 22-23 (online)
  2. Deborah J. Gerner: In Memoriam Ibrahim Abu-Lughod (1929-2001). In: Washington Report on Middle East Affairs, July 2001, Seite 20 (online)