Ideal (Philosophie)

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Ideal (von altgriechisch idéa Gestalt, Urbild) ist ein Begriff der philosophischen Ästhetik, Ethik und Wissenschaftstheorie: Es ist der Inbegriff für ein Vollkommenheitsmuster.

Für Immanuel Kant und Friedrich Schiller ist ein Ideal eine individuelle Idee. Beide verwenden den Ausdruck im Sinn der Ästhetik und praktischen ethischen Vernunft (Kants „Kritik der Urteilskraft“ sowie „Kritik der praktischen Vernunft“).

Georg Wilhelm Friedrich Hegel engt den Begriff Ideal auf die Kunst ein: Ihre Aufgabe sei die sinnliche Darstellung der absoluten Idee als Ideal.

Der Philosoph Paul Lorenzen bestimmt das Adjektiv „ideal“ operativ als das Anstreben einer Norm, der man nicht vollständig (sondern nur angenähert) genügen kann. Dabei wird das Substantiv „Ideal“ als Kriterium für das Maß der Annäherung verwendet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Artikel Ideal, in: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie. Stuttgart/Weimar 2005.
  • Artikel Ideal, in: Hans Jörg Sandkühler (Hrsg.): Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften. Hamburg 1990.

Weblinks[Bearbeiten]

  Wikiquote: Ideal – Zitate
 Wiktionary: Ideal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen