Ignaz-Günther-Gymnasium

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Ignaz-Günther Gymnasium Rosenheim
Ignaz-Guenther-Gymnasium-Rosenheim 5.jpg
Altbau Haus-Nr. 34, Blick von der Heilig-Geist-Straße; im Vordergrund der Pausenhof Nr. 1
Schulform Gymnasium
Gründung 1896 (als Gymnasium)
Adresse

Prinzregentenstraße 32–34

Ort Rosenheim
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 47° 51′ 28,4″ N, 12° 7′ 16,3″ O47.8578912.1212Koordinaten: 47° 51′ 28,4″ N, 12° 7′ 16,3″ O
Träger Stadt Rosenheim
Schüler 1296 (1. Oktober 2010)
Lehrkräfte 88 Hauptberufliche; 26 Neben-berufliche; 11 Referendare (2010/2011)
Leitung OStD Dieter Friedel
Website www.ignaz-guenther-gymnasium.de
Ignaz Günther (1725–1775), der Namenspatron des Gymnasiums

Das Ignaz-Günther-Gymnasium ist ein Gymnasium im oberbayerischen Rosenheim mit einer humanistischen, neusprachlichen und musischen Ausbildungsrichtung.

Profil[Bearbeiten]

Das Ignaz-Günther-Gymnasium ist vor allem im sprachlichen und musischen Bereich profiliert.

Erste Fremdsprache ist Latein, in der 6. Jahrgangsstufe folgt Englisch. Im humanistischen Zweig bzw. neusprachlichen Zweig lernen die Schüler ab der 8. Klasse Alt-Griechisch bzw. Französisch. Ab der 10. Klasse kann Italienisch oder Französisch als spätbeginnende Fremdsprache gelernt werden. Daneben bietet das IGG Spanisch und Chinesisch als Wahlfach an.[1] Das Gymnasium pflegt Schulpartnerschaften mit Schulen in Frankreich, Italien, Irland und China. Außerdem finden regelmäßig Schulfahrten nach England, Griechenland und Rom statt.

Im musischen Zweig werden die Instrumente Klavier, Orgel, alle orchesterrelevanten Streich- und Blasinstrumente sowie klassische Gitarre und Harfe unterrichtet. Auf Antrag können auch Perkussion, Akkordeon, Hackbrett und Zither zugelassen werden.[2] Die Konzerte der Schule, vor allem das jährlich im Rosenheimer Kultur-und Kongresszentrum (KuKo) stattfindende Frühjahrskonzert, finden breites Interesse.[3]

Schulgeschichte[Bearbeiten]

Es ist das älteste der drei Gymnasien in Rosenheim und aus der ehemaligen Rosenheimer Lateinschule hervorgegangen, deren Geschichte sich bis zum Jahr 1571 zurückverfolgen lässt. Von 1815 bis 1837 war das heutige Gymnasium eine lateinische Vorbereitungsschule, bis 1855 eine vierklassige Lateinschule, danach eine Königlich Bayerische Lateinschule und ein Progymnasium. 1896 wurde die Schule zum neunjährigen Königlich-Humanistischen Gymnasium ausgebaut. 1920 wurde die Koedukation eingeführt. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule durch die publizistische Tätigkeit des Leiters Eduard Stemplinger (1921–1934) und seines Stellvertreters Josef Hofmiller überregional bekannt. Der humanistische Zweig wurde 1961 mit einem neusprachlichen Zweig ergänzt. Den Namen Ignaz-Günther-Gymnasium erhielt die Schule im Jahr 1965 im Rahmen der Einweihung eines Erweiterungstrakts, zuvor hieß es Humanistisches Gymnasium Rosenheim.[4] 1973 kam der musische Zweig hinzu. Dem Förderverein der Schule steht die ehemalige Schulleiterin Julitta Fleischmann vor. 241 Mitglieder hatte der Förderverein des Ignaz-Günther-Gymnasiums Ende des Jahres 2008.

Bau-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen[Bearbeiten]

Zur Eröffnung des Gymnasiums am 18. September 1896 bestand dieses nur aus dem Gebäude Hausnummer 32. Doch schon Ende desselben Jahres fasste das Gemeinde-Collegium der Stadt Rosenheim den Beschluss zum Neubau mit der Hausnummer 34. Im Jahr 1900 war der Umzug vollzogen, das alte Gebäude wurde nicht mehr von der Schule genutzt. Obgleich seit Mitte der 1950er Jahre Raumnot herrschte, gab der Stadtrat erst am 12. April 1961 grünes Licht für den Erweiterungsbau, der am 18. Juli 1962 fertiggestellt wurde. Da in den 1970er Jahren die Schülerzahl auf ca. 1000 Schüler angewachsen war, wurde eine erneute Vergrößerung nötig. Der Stadtrat beschloss daher am 23. April 1974, nicht nur das alte Schulgebäude Nr. 32 wieder zu nutzen, sondern auch den Bau zusätzlicher Räumlichkeiten. Weitere Um- und Erweiterungsbauten erfolgten in den Jahren 1975–1981 sowie 1979–1984. In den Jahren 1997–1998 wurden Arbeiten zur Dach- und Fassadensanierung durchgeführt. Im Jahre 2009 wurde ein weiteres Gebäude mit einer Schulmensa eingeweiht. 2013 wurde die Aula des Gymnasiums renoviert. Im Zuge dessen ist auch eine neue Veranstaltungstechnik verbaut worden. [5]

Fotos[Bearbeiten]

Couleurkarte der Schülerverbindung Absolvia Rosenheim, 1914

Bekannte Schüler[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Schüler des IGG sind u. a. der ehemalige Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, der Schriftsteller Maximilian Steinbeis, der ehemalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, die CSU-Politikerin Daniela Ludwig und der klassische Pianist Herbert Schuch.

Schülerverbindung Absolvia Rosenheim[Bearbeiten]

Die Schülerverbindung Absolvia Rosenheim[6] wird 1899 erstmals am damaligen Königlich humanistischen Gymnasium erwähnt und bestand bis zu ihrer Zwangsauflösung im Nationalsozialismus. Wiedergegründet wurde sie 2011 von Schülern und Ehemaligen des IGG, sowie den anderen Gymnasien in Stadt und Landkreis Rosenheim. Die Verbindung ist ein Zusammenschluss von Schülern und Absolventen und bildet wie andere Verbindungen ein Netzwerk von Absolventen. Die Abiturienten, die ein Studium begonnen haben, sind an mehreren Hochschulorten verteilt und unterstützen dort die Neuankömmlinge.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

 Commons: Ignaz-Günther-Gymnasium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. Informationsbroschüre Online, PDF
  2. Informationsbroschüre auf der Homepage des IGG Online, PDF
  3. Als seien es Popkonzerte, waren die Frühjahrskonzerte des Ignaz-Günther-Gymnasiums im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum schon nach Stunden ausverkauft, viele Kartenwünsche blieben unerfüllt, Zitat von der Website der Schule
  4. Stadtarchiv Rosenheim: 100 Jahr-Feier des Ignaz-Günther Gymnasiums
  5. Geschichte des IGG: Geschichte des Hauses Online
  6. Webseite der Schülerverbindung Absolvia Rosenheim