Ilha do Bananal

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Dieser Artikel behandelt die Insel Bananal. Für die gleichnamige Stadt siehe Bananal (São Paulo)

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Ilha do Bananal
Gewässer Rio Araguaia
Geographische Lage 11° 20′ S, 50° 25′ W-11.333333333333-50.416666666667Koordinaten: 11° 20′ S, 50° 25′ W
Lage von Ilha do Bananal
Länge 350 km
Breite 55 km
Fläche 19.162 km²

Die Ilha do Bananal (deutsch: Bananeninsel), ist eine Flussinsel zwischen dem Rio Araguaia und seinem östlichen Nebenstrom Rio Javaés im brasilianischen Bundesstaat Tocantins an der Grenze zum Bundesstaat Mato Grosso. Sie ist rund 350 Kilometer lang, bis 55 Kilometer breit und hat eine Fläche von 19.162 km².

Geographie[Bearbeiten]

Je nachdem, ob man die teilweise am Atlantik gelegene größere Ilha de Marajó als reine Flussinsel ansieht oder nicht, ist die Ilha do Bananal entweder die größte oder die zweitgrößte Binneninsel der Erde.

Auf der Insel entspringen zahlreiche Wasserläufe. Mit ihrer vielseitigen Flora und Fauna ist sie Teil des Nationalparks Parque Nacional do Araguaia.[1] Die Ilha do Bananal ist ein beliebtes Ziel für Ökotouristen. Sie ist nur mit dem Boot zu erreichen, da keine Brücke auf die Insel führt.

Bevölkerung und Geschichte[Bearbeiten]

Ein Baum ragt im Naturpark Bananal aus dem Araguaia.

Die Javaés, Karajá, Ava-Canoeiro und Tuxá sind auf der Insel lebende indigene Bevölkerungsgruppen. Die südlichen zwei Drittel der Insel sind als Terra Indígena, also als Reservation für sie, ausgewiesen.

Die Insel wurde am 26. Juli 1773 von José Pinto Fonseca für Europa entdeckt und Santana benannt. Später wurde die Insel aufgrund ihrer zahlreichen wild wachsenden Bananenstauden umbenannt. Es gibt sechzehn Aldeias (Dörfer) auf der Insel.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima ist tropisch und die Temperaturen schwanken von maximal 38 °C im August und September bis zu 22 °C im Juli. Der Sommer von November bis April ist von starken Regenfällen gekennzeichnet, während im Winter von Mai bis Oktober Trockenheit vorherrscht. Die relative Luftfeuchtigkeit schwankt von 60 % im Juli bis zu 80 % in der Regenzeit.

Von Januar bis März, wenn etwa 50 % der jährlichen Niederschläge fallen, erreicht auch der Rio Araguaia seinen Höchststand und überflutet Teile der Insel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leolídio Caiado: Historia de uma excursão nas regiões da Ilha do Bananal em 1950. Editora Edigraf, São Paulo 1961.
  • Wilfried Kaiser: Conflicting interests in nature conservation. The Brazilian example of Araguaia National Park/Ikha do Bananal (Tocantins). In: Applied geography and development 53 (1999), S. 86-98.
  • Benedicto Propheta: O indigena brasileiro. Expedição entre as tribus selvagens da Ilha do Bananal e Norte de Matto Grosso. Nova Graphica, Salvador da Bahia 1926.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Wilfried Kaiser: Conflicting interests in nature conservation. The Brazilian example of Araguaia National Park/Ikha do Bananal (Tocantins). In: Applied geography and development 53 (1999), S. 86-98.