Flussinsel

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Eine typische Flussinsel (Tauberwerth im Rhein bei Oberwesel)
Die Elbinsel bei Dresden Pillnitz

Eine Flussinsel ist eine Insel in einem Fließgewässer (Fluss, Bach etc.). Gemeinsam mit der Seeinsel zählt sie zur Gruppe der Binneninseln.

Geologie[Bearbeiten]

Flussinseln bestehen – anders als die in einem Meer gelegenen Inseln – überwiegend aus Ablagerungen oder Anschwemmungen von Sediment, Sand oder Kies. Teilweise handelt es sich um durch Überflutung vollständig vom Flussufer abgetrennte Landflächen. Wegen der steten Strömung sind Flussinseln vielfach schmal und langgezogen. Ihre Form und Fläche kann sich häufiger als bei anderen Inseln ändern; dies gilt insbesondere nach starkem Regen oder Hochwasser.

Geographie[Bearbeiten]

Je nach Ansicht wird als größte Flussinsel der Erde die in Brasilien vollständig im Verlauf des Rio Araguaia gelegene Ilha do Bananal mit (derzeit) 19.162 km² oder die von verschiedenen Zuflüssen umspülte Insel Marajó in der Amazonasmündung mit (derzeit) 40.100 km² Fläche angesehen. Die Zuordnung ist dabei abhängig davon, ob die auch das Meer berührende Insel Marajó als echte Flussinsel angesehen wird.

Siehe auch[Bearbeiten]