Inishmore

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Inishmore
Árainn
Steilküste bei Dun Aengus
Steilküste bei Dun Aengus
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Aran Islands
Geographische Lage 53° 7′ N, 9° 44′ W53.123611111111-9.7275123Koordinaten: 53° 7′ N, 9° 44′ W
InishmoreÁrainn (Irland)
InishmoreÁrainn
Länge 14 km
Breite 3 km
Fläche 30,91 km²
Höchste Erhebung Bentlevemore
(Binn an tSléibhe Mhóir)
123 m
Einwohner 845 (2011[1])
27 Einw./km²
Hauptort Kilronan
Lage von Inis Mór
Lage von Inis Mór

Inishmore (irisch: Árainn, Árainn Mhór oder Inis Mór; deutsch: große Insel) ist eine Insel vor der Westküste der Republik Irland. Sie gehört zu den Aran Islands und ist die größte und westlichste bewohnte Insel der Inselgruppe in der Galway Bay. Sie ist rund 14 km lang und 3 km breit und hat 845 (Stand 2011) Einwohner. Die Insel ist bekannt als Hort der irischen, also keltischen Sprache und Kultur sowie für ihren Reichtum an vor- und frühchristlichen Stätten. Die Aran Islands werden wie andere Gebiete Irlands als Gaeltacht bezeichnet.

Inishmore ist ein beliebtes touristisches Ziel. Die Insel kann auf Wanderwegen, mit Pferdekutschen, dem Fahrrad und Minibussen erkundet werden. Per Fähre ist Inishmore mit Doolin und Rossaveel in Connemara verbunden. In Killeany, südlich von Kilronan, befindet sich der Flughafen Inishmore Aerodrome, den Aer Arann mehrmals täglich von Inverin mit Propellermaschinen vom Typ Britten-Norman BN-2 Islander anfliegt. Hauptort der Insel ist Kilronan, wo sich auch der Fährhafen der Insel befindet. Kilronan bietet Unterkunftsmöglichkeiten in Hotels und Hostels, einen kleinen Supermarkt sowie gastronomische Einrichtungen. Generell dominiert auf Inishmore der Tagestourismus. Vor allem die Fährverbindung von Doolin ermöglicht eine schnelle Verbindung zwischen Inishmore und dem touristischen Zentrum an den Cliffs of Moher.

Die Insel ist Geburtsort des Dichters Máirtín Ó Direáin und des Schriftstellers Liam O’Flaherty. An ihrer Küste soll im Jahre 565 Sankt Brendan sein Curragh gebaut und zu seiner Reise (Navigatio Sancti Brendani) über den Atlantik aufgebrochen sein.

2014 fand am Poll na bPéist, einem perfekt rechteckigen, natürlichen Wasserbecken an der Atlantikküste, ein Red Bull Cliff Diving-Wettbewerb statt.[2]

Bauwerke und historische Stätten[Bearbeiten]

  • Ruine von Arkyn’s Castle, einer Burg aus dem 16. Jahrhundert
  • Dún Dúchathair oder Doocaher (deutsch: das schwarze Fort), ein Promontory Fort mit einer so genannten Reitersperre
  • St. Eany’s Well und Church mit den Resten des im 19. Jahrhundert eingestürzten Rundturmes von Turmartin.
  • Na Seacht dTeampaill (deutsch: die sieben Kirchen), Ruinen frühchristlicher Kirchen (St. Kieran’s Church, Kilchoran Church, Templebrecan, Templenaneeve – Church of the Saints, Temple Benen, Temple MacDuagh, Temple Soorney)
  • Bienenkorbhütten, darunter der Clochán na Carraige, der einzig vollständig erhaltene auf den Aran-Inseln.
  • Dún Aonghasa, das berühmteste aller Duns oder Steinforts in Irland mit einem Alter von über 3000 Jahren.
  • Dún Eochla und Dún Eoghanachta sind weitere rundförmige Forts.
  • einige Dolmen (z.B. Oghil Wedge tomb) und Steinkreuze

Auf der Insel sind mehr als 30 vor- und frühgeschichtliche Fundplätze registriert.

Fotogalerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Inishmore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Table No. 11 Population of inhabited Islands off the coast, 2006 and 2011. In: Central Statistics Office (Hrsg.): Population Classified by area. Dublin 2012, S. 132-133 (PDF-Datei; 3,64 MB)
  2. Red Bull Cliff Diving Inis Mór