Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais

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Die brasilianische Weltraumbehörde INPE (Instituto Nacional de Pesquisas Espaciais, Nationales Institut für Weltraumforschung) wurde 1961 gegründet und hat ihren Hauptsitz in São José dos Campos im Bundesstaat São Paulo.

In den ersten Jahren nach der Gründung wurden vor allem Untersuchungen der Ionosphäre, unter anderem auch mit Höhenforschungsraketen, vorgenommen. Später beteiligte sich die INPE auch an der Datenauswertung und Kommunikation mit meteorologischen Satelliten, Erdbeobachtungs- und Kommunikationssatelliten.

Am 9. Februar 1993 wurde mit SCD-1 der erste brasilianische Satellit (ein Erdbeobachtungssatellit) von einer amerikanischen Pegasus-Rakete gestartet. Seit 1997 ist Brasilien auch an der Internationalen Raumstation ISS beteiligt.

1994 wurde die Agência Espacial Brasileira (Brasilianische Raumfahrtagentur) gegründet und betreibt den Weltraumbahnhof Alcântara. Am 22. August 2003 explodierte dort eine Trägerrakete vom Typ VLS-1 VO3, die den ersten eigenständigen brasilianischen Satellitenstart durchführen hätte sollen, auf dem Startplatz (siehe Brasilianische Raketenexplosion). Die Explosion tötete 21 Menschen, darunter viele Techniker, was für die Pläne zur eigenständigen brasilianischen Raumfahrt ein Rückschlag war. Der nächste Startversuch erfolgte 2006, die Rakete wurde jedoch kurz nach dem Start gesprengt.

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