Irbenstraße

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Irbenstraße
Verbindet Gewässer Rigaischer Meerbusen
mit Gewässer Ostsee
Trennt Landmasse Saaremaa
von Landmasse Kurland
Daten

Geographische Lage

57° 48′ N, 22° 12′ O57.822.2Koordinaten: 57° 48′ N, 22° 12′ O
Irbenstraße (Lettland)
Irbenstraße
Länge 35 km
Geringste Breite 27 km
Küstenorte Sääre
Der Rigaische Meerbusen, die Irbenstraße im linken Bereich der Karte
Der Rigaische Meerbusen, die Irbenstraße im linken Bereich der Karte

Die Irbenstraße (auch Irbestraße, estnisch Kura kurk, lettisch Irbes jūras šaurums) ist der Hauptausgang des Rigaischen Meerbusens zur Ostsee.

Die Meerenge ist nach dem Fluss Irbe benannt, der nahe dem lettischen Ort Lielirbe (Bezirk Ventspils) in die Ostsee mündet.

Die Irbenstraße liegt zwischen der Halbinsel Sõrve (Sworbe), die das südliche Ende der estnischen Insel Saaremaa (Ösel) bildet, und der Nordküste Kurlands in Lettland am Kap Kolka (deutsch: Kap Domesnäs). An ihrer engsten Stelle ist sie 27 km breit.

Die Meerestiefe beträgt im Mittel 10 bis 20 Meter. Entlang der kurländischen Küste wurde die Fahrrinne vertieft, um auch größeren Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen.

Am 8. August 1915 kam es in der Irbenstraße zum Seegefecht des russischen Linienschiffs Slawa mit den deutschen Großlinienschiffen SMS Nassau und SMS Posen im Rahmen des deutschen Vorstoßes in die Rigaer Bucht. Im Frühherbst 1917 war die Meerenge Schauplatz der „Operation Albion,“ einer seeseitigen Besetzung der baltischen Inseln Ösel, Dagö und Moon.

Am 4. Mai 2008 kam es aufgrund eines Manövrierfehlers zum Festlaufen des Kreuzfahrtschiffs Mona Lisa auf Höhe der Irbemündung in lettischen Hoheitsgewässern.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.tagesschau.de/ausland/monalisa2.html (Die ursprüngliche Seite ist nicht mehr abrufbar.)[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.tagesschau.de → Erläuterung