Jack Arthur Walter Bennett

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Jack Arthur Walter Bennett (* 1911 in Auckland, Neuseeland; † 1981 in Los Angeles, Kalifornien[1]) war ein Literaturwissenschaftler, Philologe und Englischprofessor an der Universität in Cambridge. Seine Schriften verfasste er als J. A. W. Bennett.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Bennett besuchte von 1925 bis 1928 die „Mount Albert Grammar School“ in Auckland. In den Jahren 1927/28 schrieb er dort bereits mehrere preisgekrönte Essays und sein Gedicht „Envoi“ von 1928 wurde im folgenden Jahr vertont. Er studierte an der dortigen Universität, wo er sich auf das Studium der englischen Sprache spezialisierte. Er schloss das Studium mit Auszeichnung ab und erhielt dadurch ein Stipendium an Merton College in Oxford. Dieses schloss er als Dr. Phil. ab.

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Bennett für das „British Information Service“ in New York. Nach seiner Rückkehr wurde er 1947 zunächst Fellow und Tutor am Magdalen College, welches zu den älteren Colleges der Universität Oxford gehört. Hier war er ein Kollege des Schriftstellers und Professors C. S. Lewis, mit dem er zeitweise in der Vereinigung der „Inklings“ zusammentraf.[2] 1963, nach dem Tode von Lewis, wechselte er nach Cambridge. Von 1964 bis 1978 war er Fellow und Professor für mittelalterliches Englisch am Magdalene College der dortigen Universität.

Bennett machte sich einen Namen als Gelehrter für mittelenglische Literatur. Des Weiteren war er von 1956 bis 1980 Herausgeber der Zeitschrift „Medium Aevum“. Zu seinen vielfältigen Werken gehören Arbeiten über „Middle English Literature“ und „Oxford History of English Literature“, die 1986 nach seinem Tode veröffentlicht wurden.

Bennetts Tod

Bennett starb vermutlich Anfang des Jahres 1981. Für ihn wurde im Februar 1981 eine Totenmesse in Cambridge gelesen und im Mai leitete Emrys Jones, Fellow des Magdalen Colleges, eine Trauerfeier in der dortigen Kapelle in Oxford.[3]

Ehrungen[Bearbeiten]

  • Auszeichnung in Englisch und Geschichte als „Lissie Rathbone Scholar“, ein Preis für Geisteswissenschaften.
  • Im Jahr 1971 wurde er zum Fellow der British Academy ernannt.
  • 1976 wurde Bennett zum „Foreign Honorary Member“ der American Academy of Arts and Sciences gewählt.[4]
  • 2007 wurde er in die Hall of Distinction der Mount Albert Grammar School mit dem Vermerk „Professor jaw Bennett: Oxford scholar and writer of the school song“ aufgenommen.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • J.A.W. Bennett, C. S. Lewis: The humane medievalist: an inaugural lecture. Cambridge University Press, Cambridge 1965, OCLC 1483551.
  • J.A.W. Bennett: Early Middle English verse and prose. Clarendon Press, Oxford 1968, ISBN 0-198-11493-1.
  • J.A.W. Bennett: Poetry of the Passion: studies in twelve centuries of English verse. Clarendon Press, Oxford 1982, ISBN 0-198-12804-5.
  • J.A.W. Bennett, Douglas Gray: Middle English literature. Oxford University Press, Oxford 1986 ISBN 0-198-12214-4.

Literatur[Bearbeiten]

  • Emrys Jones, Simon Barrington-Ward: Tributes to J.A.W. Bennett. (Manuskript).
  • Piero Boitani, Anna Torti: Literature in Fourteenth-Century England: The J. A. W. Bennett Memorial Lectures, Perugia, 1981–1982. Narr, Tübingen; Brewer, Cambridge 1983, ISBN 0-859-91151-9.
  • P. L. Heyworth: Medieval Studies for J. A. W. Bennett: aetatis suae LXX. Clarendon Press, Oxford 1981, ISBN 1-280-76354-X.
  • Norman Davis: Jack Arthur Walter Bennett, 1911–1981. Oxford University Press, Oxford 1983, ISBN 0-856-72463-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laut Angabe der Deutschen Nationalbibliothek GND 124031188.
  2. Die Inklings. auf oxforddnb.com, abgerufen am 5. Februar 2013.
  3. BENNETT, J. A. W. (Jack Arthur Walter), 1911–1981. auf thecommunityarchive.org.nz, abgerufen am 5. Februar 2013.
  4. Eintrag Bennett, Jack Arthur Walter (1911–1981) (PDF; 1,1 MB) auf amacad.org, abgerufen am 5. Februar 2013.
  5. Professor jaw Bennett auf mags.school.nz, abgerufen am 5. Februar 2013.