Jacques Feyder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jacques Feyder (* 21. Juli 1885 in Ixelles/Elsene, Belgien; † 24. Mai 1948 in Prangins, Schweiz) war ein französisch-belgischer Filmregisseur.

Leben[Bearbeiten]

Jacques Feyder begann 1912 als Schauspieler bei Georges Méliès und Louis Feuillade. Seit 1915 arbeitete er als Regisseur bei der Filmgesellschaft Gaumont. Mit L’Atlantide (1921) nach einem Roman von Pierre Benoît hatte er seinen künstlerischen Durchbruch. Der Film wurde auch vom Publikum gut aufgenommen und war kommerziell erfolgreich.

Ein weiteres Meisterwerk ist der 1923–1925 in der Schweiz entstandene Film Visages d’enfants (Kindergesichter), der sich mit der emotionalen Situation von Stiefkindern beschäftigt. In Deutschland verfilmte Feyder 1928 Émile Zolas Roman Thérèse Raquin. Im darauffolgenden Jahr war er der Regisseur des letzten Stummfilms mit Greta Garbo Der Kuss (The kiss), und 1930 drehte er in den USA die deutsche Version ihres ersten Tonfilms Anna Christie.

Ab 1933 wieder zurück in Frankreich wurde Feyder zu einem der führenden Vertreter des französischen poetischen Realismus im Film der 1930er Jahre. Feyder drehte aber auch weiter in Deutsch und Englisch.

Er war seit 1917 mit der Schauspielerin Françoise Rosay verheiratet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1921: L’Atlantide
  • 1922: Crainquebille
  • 1923: Das Bildnis
  • 1925: Kindergesichter (Visages d’enfants)
  • 1926: Carmen
  • 1926: Gribiche
  • 1928: Thérèse Raquin
  • 1929: Die neuen Herren (Les nouveaux messieurs)
  • 1929: Der Kuss (The kiss)
  • 1930: Anna Christie
  • 1931: Daybreak
  • 1934: Die letzte Etappe (Le grand jeu)
  • 1935: Spiel in Monte Carlo (Pension Mimosa)
  • 1935: Die klugen Frauen (La kermesse héroique)
  • 1937: Tatjana (Knight without armour)
  • 1938: Fahrendes Volk (Les gens du voyage)
  • 1940: Das Gesetz des Nordens (La loi du Nord)

Weblinks[Bearbeiten]