Janikowo

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Janikowo
Wappen von Janikowo
Janikowo (Polen)
Janikowo
Janikowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Landkreis: Inowrocław
Fläche: 9,51 km²
Geographische Lage: 52° 45′ N, 18° 6′ O52.7518.106111111111Koordinaten: 52° 45′ 0″ N, 18° 6′ 22″ O
Einwohner: 9079
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 88-160
Telefonvorwahl: (+48) 52
Kfz-Kennzeichen: CIN
Wirtschaft und Verkehr
Schienenweg: PoznańBydgoszcz/Toruń
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 10 Schulzenämter
Fläche: 92,30 km²
Einwohner: 13.530
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0407053
Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Andrzej Brzeziński
Adresse: ul. Przemysłowa 6
88-160 Janikowo
Webpräsenz: www.janikowo.com.pl

Janikowo (deutsch Amsee) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern, Powiat Inowrocławski.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Janikowo liegt etwa 40 Kilometer südlich von Bydgoszcz und 45 Kilometer südwestlich von Toruń. Die westliche Grenze der Stadt bildet der Pakośćer See (Jezioro Pakoskie).

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Bei der Zweiten Teilung Polens kam der Ort unter preußische Herrschaft. Zwischen 1872 und 1873 wurde die Eisenbahnstrecke von Posen nach Bydgoszcz erbaut und eine Haltestelle namens Amsee eingerichtet, 1875 wurde eine Zuckerfabrik gebaut. Als nach der Jahrhundertwende Janikowo eine selbständige Gemeinde wurde (vorher gehörte es zu Kołuda Mała) erhielt es auch offiziell den deutschen Namen Amsee.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Janikowo 1918 Teil der Zweiten Polnischen Republik. Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt 1939-45 von der Wehrmacht besetzt. Nach Gründung der Volksrepublik Polen wurde 1953 ein Natron-Kombinat (kombinat sodowy) errichtet, was für die Entwicklung der Siedlung von großer Bedeutung war. Aufgrund der stark gewachsenen Einwohnerzahl erhielt Janikowo 1962 das Stadtrecht.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Zwischen 1880 und 1882 lebten im Dorf etwa 56 Menschen. Im Jahr 1962 hatte der Ort etwa 4.300 Einwohner.[2]

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Janikowo hat eine Fläche von 92,3 km², auf welcher etwa 13.600 Menschen leben. Zur Gemeinde gehören, neben der Stadt selbst, folgende kleinere Ortschaften, die 10 Ortsteile (Sołectwo) bilden:

polnischer Name deutscher Name
(1815-1920)
deutscher Name
(1939-45)
Balice Balice Balitze
Broniewice Broniewice Bornheim
Dębina Amalienhof Amalienhof
Dębowo Dembowo
1908-18 Eichgrund
Eichgrund
Dobieszewice Dobieszewice Althof
Dobieszewiczki Dobieszewiczki Altdorf
Głogówiec Glogowiec Glogau
Góry Gora Gora
Janikowo Janikowo
190?-18 Amsee
Amsee
Jetanowo Henriettenhof Henriettenhof
Kołodziejewo Altraden Altraden
Kołuda Mała Klein Koluda Kleinwasserburg
Kołuda Wielka Groß Koluda Großwasserburg
Ludzisko Ludzisk Nordhof
Ołdrzychowo Altenburg Altenburg
Pałuczyna Paluschin  ?
Sielec Sielec
1904-18 Schellstein
Schellstein
Skalmierowice Skalmierowice
1904-18 Skalmierowitz
 ?
Sosnowiec Soßnitz Soßnitz
Trląg - Trlong
- Gut Seehorst
Seehorst
Wierzejewice Wierzejewice Waldau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Westlich des Jezioro Pakoskie befindet sich die Wojewodschaftsstraße 255, welche von Strzelno nach Pakość führt. Die Autostrada A2 verläuft etwa 60 Kilometer südlich von Janikowo.

Die Stadt verfügt über eine eigene Bahnstation. Damit gibt es Direktverbindungen u.a. nach Toruń und Gniezno.

Der nächste internationale Flughafen ist der Ignacy-Jan-Paderewski-Flughafen Bydgoszcz, welcher etwa 40 Kilometer nördlich liegt.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Das mit Abstand bedeutendste Unternehmen Janikowos ist das Chemieunternehmen Soda Polska Janikowo SA.


Bildung[Bearbeiten]

In Janikowo gibt es eine Grundschule (szkoła podstawowa) sowie eine Mittelschule (gimnazjum).

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.
  2. Website der Stadt, Historia - rys historyczny abgerufen am 21. März 2008