Jean Albert Gaudry

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Büste von Jean Albert Gaudry aus dem Muséum national d’histoire naturelle, Paris

Jean Albert Gaudry (* 16. September 1827 in Saint-Germain-en-Laye; † 27. November 1908) war ein französischer Geologe und Paläontologe, der durch seine Forschungen auf dem Gebiet der fossilen Säugetiere einen Beitrag zur Evolutionstheorie leistete.

Gaudry besuchte das Collège Stanislas de Paris. Im Alter von 24 Jahren unternahm er Forschungsreisen nach Zypern und nach Griechenland, wo er zwischen 1855 und 1860 wohnte. Er untersuchte die reiche Fundstelle von fossilen Vertebrata von Pikermi und brachte eine bemerkenswerte Säugetier-Fauna ans Licht. Sie war von miozänem Alter und vermittelte mit ihren Formen zwischen den Gruppen der europäischen, asiatischen und afrikanischen Säugetierfaunen. Außerdem veröffentlichte er eine geologische Beschreibung der Insel Zypern (Mém. Soc. Géol. de France, 1862).

In Zypern erreichte ihn 1853 der Ruf auf eine Assistentenstelle unter A. d'Orbigny, dem ersten Inhaber des Lehrstuhls für Paläontologie am Muséum national d’histoire naturelle in Paris. 1872 folgte er d'Orbigny auf diesem einflussreichen Posten. 1882 wurde er zum Mitglied der Academie des Sciences gewählt; und erhielt 1884 die Wollaston-Medaille der Geological Society of London. 1900 war er Vorsitzender des achten Internationalen geologischen Kongresses, der in Paris stattfand. Im gleichen Jahr wurde er zum Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften gewählt.

Werke[Bearbeiten]

  • Animaux fossiles et géologie de l'Attique (2 Bände, 1862-1867)
  • Cours de paléontologie (1873)
  • Animaux fossiles de Mont Leboron (1873)
  • Les Enchainements du monde animal dans les termes géologiques (Mammifères Tertiaires, 1878 ; Fossiles primaires, 1883; Fossiles secondaires, 1890)
  • Essai de paléontologie philosophique (1896)

Literatur[Bearbeiten]