Joey Silvera

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Joey Silvera (2007)

Joey Silvera (* 20. Dezember 1951 in Rochester, NY, USA als Joseph Nassivera) ist ein US-amerikanischer Pornodarsteller, Regisseur und Produzent von Pornofilmen.

Silvera begann seine Karriere als Darsteller in Live-Sex-Shows. In den frühen 1970er-Jahren fand er den Weg in die damals aufblühende Porno-Industrie (Golden Age of Porn) und wirkte bis in die 1990er Jahre hinein in rund 1500 Video-Produktionen mit. Er kann daher als einer der wichtigsten männlichen Akteure im Porno-Business des 20. Jahrhunderts gelten. Aufgrund seines eher einfühlsam-zurückhaltenden Charakters (der sich natürlich auch in der schauspielerischen Interpretation seiner Filmrollen niederschlug) und seiner Neigung zu komischen und manchmal auch skurrilen Einlagen agierte er in vielen seiner Filme nur in einer Nebenrolle – oft als Sidekick eines stärker durchsetzungswilligen Hauptdarstellers.

Ein unverwechselbares Kennzeichen von Joey Silvera ist sein Schnauzbart (Pornobalken), den er noch heute im typischen Stil der frühen 1980er-Jahre trägt.

Mitunter trat Joey Silvera auch in nicht-pornografischen Kinofilmen auf. 1986 spielte er in dem bekannten Erotik-Thriller 9½ Wochen die ihm sicher noch gut vertraute Rolle eines männlichen Darstellers in einer New Yorker Live-Sex-Show. Dort hat er vor den Augen des von Mickey Rourke und Kim Basinger gespielten Liebespaares Sex mit seiner Filmpartnerin Petina Cole.

Seit Mitte der 1990er-Jahre ist Joey Silvera als Regisseur im Hardcore-Bereich tätig. Vornehmlich werden seine Filme bei dem Label Evil Angel (bzw. Evil Empire) produziert und bewegen sich im Bereich des Gonzo-Films, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Analverkehr (Butt Row-Reihe).

Kennzeichnend für Silvera ist auch seine Aufgeschlossenheit für die transsexuelle Pornografie: Seine Produktions-Reihe Rogue Adventures (bei Evil Empire) thematisiert ausschließlich sogenannten She-Male-Sex (vgl. Transfrau) und hat diese Spielart der Sexualität einer breiten Masse von Porno-Konsumenten erschlossen. Als Darsteller hatte Silvera bereits selbst einige Sex-Szenen mit Transsexuellen/She-Males abgedreht – für die damalige Zeit war dies recht ungewöhnlich.

Im Lauf seines Lebens ist Joey Silvera mehrfach für sein berufliches Wirken ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem AVN Award und dem XRCO Award; bei beiden wurde er auch in die Hall of Fame aufgenommen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joey Silvera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien