Johann Friedrich Wülfing

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Johann Friedrich Wülfing (1825)
Johann Friedrich Wülfing (um 1840/42)

Johann Friedrich Wülfing (* 23. April 1780 in Elberfeld (heute Wuppertal); † 1. September 1842 ebd.) war ein bergischer Kaufmann und Großgrundbesitzer.

Johann Friedrich Wülfing stammte aus einer in Elberfeld, damals ein Zentrum der deutschen Textilindustrie, anerkannten und wohlhabenden Familie. Die Familie war ratsfähig und stellte zahlreiche Bürgermeister der Stadt. So waren der Vater Johann Jakob Wülfing, der Großonkel Johannes Wülfing (1683–1763) und der Urgroßvater Johannes Wülfing (1649–1723) Bürgermeister von Elberfeld. Zudem sollte sein Schwager Kommerzienrat Peter de Weerth und sein Schwiegervater Johann Wilhelm Siebel (1743–1792) Bürgermeister der Stadt werden.

Johann Friedrich Wülfing war bereits in jungen Jahren als Kaufmann im Garn- und Tuchhandel und als Besitzer einer Türkischrot-Färberei sehr erfolgreich und anerkannt. Er und seine Frau Johanna Maria Christina, geb. Siebel, führten ein gastfreies Haus. In ihrem Haus waren sowohl der König von Westphalen als auch König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen auf Besuch.

Während der Zeit des Großherzogtums Berg war Johann Friedrich Wülfing Mitglied des Conseil General des Département Rhein. Zu dieser Zeit erwarb er umfangreichen Grundbesitz im Bergischen Land. Es sollen 99 Besitze und Höfe gewesen sein. Dazu zählten das Rittergut Volkardey bei Ratingen und in Leichlingen seit 1811 Schloss Eicherhof.

Seine Nachfahren heirateten entsprechend der Tradition des Elberfelder Bürgeradels ausschließlich innerhalb geschlossener Heiratskreise. Eine Tochter heiratete in die Besitzerfamilie des Bankhauses von der Heydt-Kersten & Söhne, eine andere in die Besitzerfamilie des noch heute bekannten Seidentextilunternehmens J. P. Bemberg.

Johann Friedrich Wülfing wurde von Peter Schwingen porträtiert. Von dem auf zahlreichen Ausstellungen gezeigten Bild existieren mehrere Kopien, die sich in Privatbesitz befinden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutsches Geschlechterbuch, Band 35, S. 494 / Band 83, S. 534 / Band 183, S. 25.
  • Horst Heidermann: Dokumentation zu Leben und Werk des Peter Schwingen. Bonn-Bad Godesberg 2006. (Werkverzeichnis, Nr. 56 ff.) (online)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johann Friedrich Wülfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien