Johann Georg Ahle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Georg Ahle (getauft 12. Juni 1651 in Mühlhausen/Thüringen; † 2. Dezember 1706 ebenda) war ein deutscher Komponist, Organist, Dichter sowie evangelischer Kirchenmusiker.

Leben[Bearbeiten]

Er erhielt bereits früh eine musikalische Ausbildung durch seinen Vater Johann Rudolph Ahle, seines Zeichens ebenfalls Komponist und Organist. Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1673 trat er dessen Nachfolge als Kantor und Organist an der Kirche St. Blasien in Mühlhausen an. Sein Nachfolger in diesem Amt wurde später Johann Sebastian Bach.

Ebenso wie sein Vater wurde er zum Mitglied des Rates der Stadt Mühlhausen berufen.

1680 wurde ihm von Kaiser Leopold I. die Dichterkrone verliehen.

Sein kompositorisches Schaffen ist v.a. durch Arien (unter anderem vertonte er einige seiner eigenen Gedichte) sowie musikalische Umsetzungen von Gedichten und Liedern, z.B. von Johann Rist und Philipp von Zesen, gekennzeichnet. Ein Großteil seiner Werke gilt allerdings als verschollen.

Noch im Jahr 1744 zählte der Geograph und Universalgelehrte Johann Gottfried Gregorii den „kayserlich gekrönten Poeten" genau wie Johann Sebastian Bach und einige Bachschüler zu den besten deutschen Organisten.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Die güldene Sonne bringt Leben und Wonne (Text: Philipp von Zesen)
  • Unstrutische Nachtigall
  • Musikalisches Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintergespräch

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MELISSANTES, Gemüths vergnügendes Historisches Hand-Buch für Bürger und Bauern ..., Leipzig und Frankfurt 1744, S. 756/757