Mühlhausen/Thüringen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mühlhausen/Thüringen
Mühlhausen/Thüringen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mühlhausen/Thüringen hervorgehoben
51.20861111111110.456111111111216Koordinaten: 51° 13′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Höhe: 216 m ü. NHN
Fläche: 86,34 km²
Einwohner: 33.007 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 382 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99974
Vorwahl: 03601
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 046
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ratsstraße 19
99974 Mühlhausen/Thüringen
Webpräsenz: www.muehlhausen.de
Oberbürgermeister: Johannes Bruns (SPD)
Lage der Kreisstadt Mühlhausen/Thüringen im Unstrut-Hainich-Kreis
Altengottern Anrode Bad Langensalza Bad Langensalza Bad Tennstedt Ballhausen Blankenburg Bothenheilingen Bruchstedt Dünwald Flarchheim Großengottern Großvargula Haussömmern Herbsleben Heroldishausen Hornsömmern Issersheilingen Kammerforst Kammerforst Kirchheilingen Kleinwelsbach Klettstedt Körner Kutzleben Vogtei Marolterode Menteroda Mittelsömmern Mühlhausen Mülverstedt Neunheilingen Vogtei Vogtei Vogtei Obermehler Oppershausen Oppershausen Rodeberg Schlotheim Schönstedt Schönstedt Südeichsfeld Sundhausen Tottleben Unstruttal Urleben Weberstedt WeinbergenKarte
Über dieses Bild

Mühlhausen/Thüringen ist die Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises im Nordwesten Thüringens. In der Raumordnung des Freistaates Thüringen nimmt die Stadt den Rang eines Mittelzentrums mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ein. Die nächstliegenden Großstädte sind Erfurt (etwa 55 Kilometer südöstlich), Göttingen (etwa 60 Kilometer nordwestlich) und Kassel (etwa 85 Kilometer westlich). Mühlhausen war im Mittelalter nach Erfurt die zweitmächtigste Stadt im Thüringer Raum. Gegenwärtig ist Mühlhausen neuntgrößte Stadt Thüringens. Mühlhausen richtet die größte Stadtkirmes Deutschlands (Mühlhäuser Kirmes) aus, die 1877 zum ersten Mal stattfand und jährlich mit über 30 Kirmesgemeinden für eine Woche begangen wird.

Bekannt ist die Stadt auch für ihr reichhaltiges historisches Erbe, so war sie Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach und Thomas Müntzer sowie bis 1803 Freie Reichsstadt. Von ihrer einstigen Bedeutung zeugen heute noch zahlreiche historische Bauwerke wie die Stadtmauer oder die Marienkirche. Johann August Röbling, der Erbauer der Brooklyn Bridge in New York City stammt ebenfalls aus Mühlhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Panoramablick vom Rabenturm auf das Stadtzentrum.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Mühlhausen liegt am geographischen Mittelpunkt Deutschlands, der sich im Nordwesten des Thüringer Beckens befindet. Das Stadtgebiet, im Westen durch den Hainich und im Norden durch das Obereichsfeld begrenzt, liegt an der Unstrut, einem Nebenfluss der Saale.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Menteroda im Norden, Obermehler und Körner im Nordosten, Weinbergen im Osten, Vogtei im Süden, Rodeberg im Westen sowie Anrode und Unstruttal im Nordosten.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den Ortsteilen[2]:

  • Mühlhausen/Thüringen, seit Umbenennung am 2. Mai 1991
  • Felchta, Eingemeindung am 30. Juni 1994
  • Görmar, Eingemeindung am 30. Juni 1994
  • Saalfeld, Eingemeindung am 8. März 1994
  • Windeberg, Eingemeindung am 1. Juni 1992

Klima[Bearbeiten]

Die nächste Wetterstation mit längerer Messreihe befindet sich etwa 3 km nordöstlich von Mühlhausen im Ortsteil Grabe der Gemeinde Weinbergen.[3] Sie liefert zumindest für die in Randlage des Thüringer Beckens gelegenen östlichen Stadtteile von Mühlhausen vergleichbare Werte. Mit 8,7 °C Jahresmitteltemperatur und 565 mm durchschnittlichem Jahresniederschlag ist das Klima von Grabe relativ warm, aber bereits trocken. Mit Annäherung an den Hainich an Mühlhausens Westrand sind deutlich geringere Jahresmitteltemperaturen sowie höhere Jahresniederschlagssummen zu erwarten.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge bis 1400[Bearbeiten]

Stadtmauer mit Innerem Frauentor von Westen gesehen
Stadtmauer und Wehrgraben
Frauentor (innen)
In der Oberstadt, Holzstraße
Häuser am Untermarkt

Schon in der jungen Steinzeit bildeten die geologischen Bedingungen an der fruchtbaren Unstrutniederung ein gut besiedelbares Areal, was archäologische Funde bestätigen. Sie zeigen auch, dass der Ort zur Zeit des Thüringer Königreichs zwischen 400 und 531 kulturell und politisch bedeutsam gewesen sein kann. Insbesondere wird mit den Funden eine sagenhafte Erzählung verknüpft, nach der Attila der Hunnenkönig auf dem Zug von Ungarn nach Frankreich im Jahre 451 auf der Burg Mulhus wohnte und zu Ehren des Ritters Georg eine Kirche erbauen ließ.[4]

Mit dem Sieg der Franken über das thüringische Germanenreich im Jahre 531 begann die Staatskolonisation, die in der endgültigen Unterwerfung der Thüringer zu Beginn des 8. Jahrhunderts gipfelte. Gleichzeitig wurden die besetzten Gebiete missioniert und das Christentum hielt Einzug.

Im Jahre 967 wurde Mühlhausen erstmals urkundlich als mulinhuson durch Kaiser Otto II. erwähnt. Es war Zentrum eines bedeutenden Reichsgutbezirkes mit befestigtem Königshof, dessen Ursprünge bis in das Fränkische Reich Karls des Großen zurückreichen.

Im 11. Jahrhundert begann die Entstehung der Altstadt (Marktsiedlung), im 12. Jahrhundert folgte die der Neustadt um die Marienkirche unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Im Jahr 1135 söhnte sich Kaiser Lothar III. in der erstmals so bezeichneten „villa regia“ Mühlhausen endgültig mit Konrad von Staufen aus. Mit dem Jahr 1135 war Mühlhausen der erste Ort Thüringens, der die Stadtrechte erhielt. Heinrich der Löwe eroberte Mühlhausen, das sich zu einem bedeutenden Zentrum der Reichsgewalt entwickelt hatte, im Jahre 1180.

Um 1200 wurde die Stadtmauer um die Innenstadt (49 Hektar) mit sieben Doppeltoren und 38 Wehr- und Kanzeltürmen und einer Länge von 2,7 Kilometern erbaut. Mühlhausen, ursprünglich ein königliches Kammergut, erhielt zu Anfang des 13. Jahrhunderts Münz- und Zollrecht. Gegen die Burg, auf der ein königlicher Burggraf waltete, schloss sich die Stadt in der gleichen Zeit durch Mauern ab. Um 1220 wurde das „Mühlhäuser Reichsrechtsbuch“ nach des Reiches Recht (das älteste Stadtrechtsbuch in deutscher Sprache) aufgezeichnet. Es wurde auch für die Reichsstadt Nordhausen geltendes Recht. 1251 erhielt die Stadt Mühlhausen das Recht, einen Schultheißen zu ernennen und wurde dadurch Freie Reichsstadt, wenn auch jenes Amt noch im 14. Jahrhundert eine Zeit lang an den Grafen von Henneberg verpfändet war. Inzwischen hatte auch die Burggrafschaft ihr Ende erreicht: 1256 erstürmten die Bürger die Burg und machten sie dem Erdboden gleich. Kaiser Karl IV. bestätigte die Reichsfreiheit der Stadt. Diese umschloss ihr gesamtes Territorium durch eine zweite Befestigung mit zahlreichen Warten, den „Landgraben“. Mitte des 14. Jahrhunderts erhielten die Zünfte Vertretung im Rat. Die Freie Reichsstadt („des riches stadt“) Mühlhausen war seit 1286 Mitglied der Hanse. Die Stadt erwarb 60 umliegende Dörfer, sie baute viele Bürgerhäuser und 14 Kirchen. Letztere wurden fast alle vom Deutschen Ritterorden errichtet.

Die Freie Reichsstadt Mühlhausen konnte bereits während des 13. Jahrhunderts ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung im hessisch-thüringischen Grenzland an der Werra ausbauen. Damit geriet sie, wie auch die benachbarte Vogtei Dorla immer häufiger in Auseinandersetzungen mit den Territorialmächten – den thüringischen Landgrafen und später auch den hessischen Landgrafen sowie dem Erzbistum Mainz. Die in Mühlhausen und Umgebung verbreitete Sage des Blinden Hessen berichtet, dass die Stadt von einer hessischen Streitmacht und von Eichsfelder Raubrittern angegriffen werden sollte und dass die Mühlhäuser die Hessen mit einer List in die Flucht schlagen konnten.

Im Jahre 1292 wurde die Breitsülze, ein an der Stadt entlang fließender Bach, in einem künstlichen Bachlauf zur Wasserversorgung in die Oberstadt geleitet. Dies war für mittelalterliche Verhältnisse ein ingenieurtechnisches Meisterwerk. Der Bach wurde in einem Graben von 5350 Metern Länge mit einem Gefälle von nur 0,33 Millimeter pro Meter in die Oberstadt geleitet. Die Pläne für dieses Bauvorhaben stammen von einem Mönch, der der Sage nach einen Pakt mit dem Teufel traf und kurze Zeit nach der Fertigstellung verschwand.

1400 bis 1600[Bearbeiten]

Im Jahre 1430 trat Mühlhausen gemeinsam mit Erfurt und Nordhausen, mit diesen beiden Städten seit 1310 im Thüringer Dreistädtebund vereinigt, dem starken Goslarer Bund innerhalb der Hanse bei. Mühlhausen blühte wirtschaftlich weiter auf. Bereits 1247 waren Mühlhäuser Tuche durch den Hamburger Zoll gegangen. Flämische und wallonische Zuwanderer brachten neue Kenntnisse und Fertigkeiten in der Wollweberei, Tuchmacherei und Leineweberei mit. „Mühlhäuser Laken“ wurden ein Begriff. Waidanbau, -verarbeitung und -handel und der Handel mit Tuchen bis in ferne Länder spielten eine große Rolle. Mit Wanfried hatte Mühlhausen sogar einen Hafen: Die Waren wurden dorthin auf dem Landweg geschafft und dann weiter mit Schiffen werra- und weserabwärts. Ende des 15. Jahrhunderts hatte Mühlhausen 10.000 Einwohner und war damit eine der größten Städte Deutschlands. Mühlhausen hat es auch geschickt verstanden, die ständige Geldverlegenheit der Kaiser zu nutzen, und dehnte seine enge Stadtflur immer mehr aus. Der Stern von Mühlhausen begann mit der Abnahme der Bedeutung der Färberpflanze Waid und mit dem Aufkommen von Leipzig als Handelsstadt zu sinken. Neue Handelswege führten weiträumig um Mühlhausen herum.

Mit dem Bauernkrieg im Jahre 1525 wurde Mühlhausen durch den Prediger Thomas Müntzer und seinen Mitstreiter Heinrich Pfeiffer zum Zentrum von deren radikalreformatorischer Bewegung: „Die Macht soll gegeben werden dem gemeinen Volk“. Die „Mühlhäuser elf Artikel“ und ein „Ewiger Rat“ sollten die Herrschaft von Patriziern und Adel in der Stadt für immer beenden. Mühlhäuser Bürger nahmen auch an der Schlacht bei Frankenhausen 1525 teil. Nach der Niederlage der Bauern wurde Thomas Müntzer vor den Toren der Stadt hingerichtet. Heute erinnert ein Denkmal am letzten erhalten gebliebenen Stadtmauertor, dem Frauentor, an ihn. Die Stadt hatte schwere Straf- und Entschädigungszahlungen zu leisten und verlor ihre Dörfer. Sie ging vorübergehend auch ihrer Reichsfreiheit verlustig; die Fürsten von Sachsen und Hessen wurden Schutzherren. Diese waren protestantisch geworden, und auch Mühlhausen nahm die Reformation an. Nach 1525 war Mühlhausen auch eines der Zentren der mitteldeutschen Täuferbewegung, die zum Teil auch noch von Thomas Müntzer mitgeprägt gewesen war.[5][6] 1548 konnte unter Kaiser Karl V. eine neue Reichsfreiheit ausgehandelt werden. 1565 zählten 21 Dörfer mit insgesamt 949 Mann Bevölkerung zum Besitz der Reichsstadt.[7] Der Rat zu Mühlhausen unterzeichnete die lutherische Konkordienformel von 1577.[8] Durch den Ankauf der Liegenschaften des Deutschen Ritterordens (1599) erwarb die Stadt einen großen Grundbesitz (insgesamt 220 km²).

1600 bis 1914[Bearbeiten]

Mühlhausen. Kupferstich von M. Merian

Auf dem Fürstentag zu Mühlhausen im März 1620 gab der Kurfürst von Sachsen Johann Georg I. die Sache der Protestantischen Union preis und erklärte sich mit den rheinischen Erzbischöfen für den Kaiser. Für das Verschontbleiben von der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg hatte Mühlhausen mit 1,75 Millionen Gulden schwer zu zahlen. Die Steuern wurden erheblich erhöht, eine allgemeine Verarmung trat ein. Die Bevölkerungszahl von Mühlhausen sank auf die Hälfte. Die umliegenden Dörfer wurden geplündert und abgebrannt, ihre Bürger flohen in den Schutz der Stadtmauern. Großbrände 1649 und 1689 sowie der Siebenjährige Krieg verminderten ebenfalls die Leistungskraft der Stadt. Bedeutende Mühlhäuser Bürger verließen die Stadt, so Gottfried Christoph Beireis und Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau.

Mühlhausen war 1624–1731 von Hexenverfolgung betroffen. 54 Menschen gerieten in Hexenprozesse, 45 Frauen und neun Männer. 20 Verurteilte wurden verbrannt, drei enthauptet, 18 vermutlich hingerichtet. Zwei Frauen starben unter der Folter bzw. im Gefängnis, eine durch Selbstmord. Die erste Hinrichtung wurde an der Hebamme Martha Burghard, Frau des Steinsetzers, vollzogen.[9]

Das Gebiet der Freien Reichsstadt Mühlhausen um 1725

Vom 16. bis 18. Jahrhundert erlebte Mühlhausen eine Blüte der Kirchenmusik. 1707/1708 war Johann Sebastian Bach Organist an der Hauptkirche Divi Blasii (Sankt Blasius). Zum Ratswechsel am 4. Februar 1708 entstand die Kantate Gott ist mein König (BWV 71).

1802 endete die Reichsfreiheit und Mühlhausen kam mit seinem Umland an das Königreich Preußen. 1807 wurde die Stadt dem von Napoleon geschaffenen Königreich Westphalen angegliedert. Während die Stadt Mühlhausen den Kanton Mühlhausen bildete, kam der Großteil der zur ehemaligen Freien Reichsstadt gehörigen Orte zum Kanton Dachrieden, einige Orte gehörten zu den Kantonen Dorla und Dörna. 1815 kam Mühlhausen und sein Umland wieder zu Preußen. Diese Eingliederung in ein größeres Territorium bot neue wirtschaftliche Möglichkeiten.

1831 wanderte der gebürtige Mühlhäuser Johann August Röbling in die USA aus und konstruierte dort 1865 die größte Drahtseilhängebrücke der Welt, die Brooklyn Bridge in New York.

1861 wurde Mühlhausen an das Telegrafennetz angeschlossen. 1870 wurde die Bahnstrecke Gotha-Leinefelde eingeweiht und der Bahnhof in Betrieb genommen. 1897 folgte die Bahnstrecke Ebeleben–Mühlhausen. 1882 wurde ein neues Postgebäude eingeweiht, 1887 wurde Mühlhausen an das Telefonnetz angebunden und 1895 wurde das Wasserwerk eröffnet. 1898 wurde ein Elektrizitätswerk errichtet und die Straßenbahn Mühlhausen nahm ihren Betrieb auf. Von 1897 bis 1899 wurde das Städtische Krankenhaus gebaut. Mühlhausen nahm am allgemeinen Aufschwung im Deutschen Kaiserreich nach 1870/71 bis zum Ersten Weltkrieg teil. Eine starke Entwicklung nahmen besonders die Textilherstellung, metallverarbeitende Betriebe und die Tabakindustrie. Mühlhäuser Unternehmen wurden auf internationalen Ausstellungen mit Medaillen ausgezeichnet. Der wirtschaftliche Fortschritt ging einher mit einem Bevölkerungswachstum, im Jahr 1900 war die Bevölkerung auf über 33.000 Einwohner angestiegen. Es folgte der Bau neuer Schulen und die Einrichtung eines Lehrerseminars. Im Jahre 1900 wurde die Marienkirche mit kaiserlicher Unterstützung durch den Bau des höchsten Kirchturms Thüringens komplettiert. 1907 eröffnete das erste Lichtspieltheater, 1908/09 eine Reichsbankfiliale und 1914 wurde das Rathaus erneuert und erweitert. 1910–1917 wurde die Provinzialheilanstalt Pfafferode gebaut.

1914 bis 1945[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg verzeichnete Mühlhausen 1.300 Gefallene und Vermisste. An der Novemberrevolution 1918 beteiligten sich die Einwohner relativ wenig, nur an einigen Tagen mit Kundgebungen auf dem Blobach und Umzügen durch die Stadt. Es folgten die Hyperinflation Anfang der 1920er Jahre, Notgeld, Verarmung, Firmenzusammenbrüche, über 5.000 Arbeitslose, Wohnungsnot und schwere Spannungen zwischen den politischen Parteien der Weimarer Republik. Nach 1923 gab es eine gewisse Konsolidierung. Der Stadtberg wurde mit Wohnhäusern bebaut und als „Erwerbslosensiedlung“ die Sachsen-Siedlung errichtet. Das Landeskrankenhaus Pfafferode wurde baulich erweitert. 1928 errichtete die Stadt das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs (Der Löwe). 1928/29 wurde der Neue Stadtfriedhof mit modernem Krematorium in Funktion genommen. Der Gerichtsbau am Untermarkt erhielt 1929–1931 seine heutige Gestalt.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 musste der nicht systemkonforme Bürgermeister Hellmut Neumann abtreten. Am 20. Mai 1933 wurden auf dem Blobach Bücher verschiedener deutscher Schriftsteller verbrannt. Mühlhausen wurde zum „Notstandsgebiet“ erklärt und mit öffentlichen Bauten und Unterstützung von Privatbauten gefördert. 1935 wurde die Stadt im Zuge der Aufrüstung Garnisonsstadt der Wehrmacht. Im gleichen Jahr konnte eine neue große Kreissparkasse übergeben werden. Unter den Neubauten überwogen aber Kasernen und die Rüstungsindustrie. In Planung befand sich ein Anschluss von Mühlhausen an das entstehende Netz der Reichsautobahn. Die Arbeitslosigkeit wurde durch die Baumaßnahmen, durch Arbeitsdienst, Landjahrdienst und Wehrpflicht abgebaut. Von 1934 bis 1943 wurden im Städtischen Krankenhaus 140 Menschen Opfer von Zwangssterilisationen.

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde verwüstet und der Rabbiner durch Pistolenschüsse schwer verletzt. Mindestens 59 jüdische Menschen wurden bis 1945 Opfer des Holocaust. Zwischen 1939 und 1945 starben in der Landesheil- und Pflegeanstalt Pfafferode 2.841 Patienten , die Sterberate stieg in diesem Zeitraum von 13,5 % auf 49,3 %. Von den Toten werden 1.976 als NS-Opfer der Aktion T4 und der Aktion Brandt gezählt.[10] Seit 2000 erinnert im Foyer des heutigen Ökumenischen Hainich-Klinikums ein Gedenkstein an diese Opfer. 1944 wurden in Mühlhausen zwei Außenlager des KZ Buchenwald (Martha I und Martha II) eingerichtet. Die mehr als 1.870 internierten Häftlinge wurden zur Arbeit in Rüstungsbetrieben (u.a. in der Gerätebau GmbH im Mühlhäuser Stadtwald) gezwungen.

Während eines anglo-amerikanischen Bomberangriffes am 11. September 1944 wurden über Mühlhausen 24 500-kg-Sprengbomben abgeworfen. 17 Wohnhäuser wurden zerstört, 22 beschädigt. Auch Industriebauten wurden getroffen, 17 Menschen starben. Bei einem Abwurf von fünf Sprengbomben am 13. September 1944 starben noch einmal 10 Mühlhäuser. Am 4. April 1945 nahmen US-Truppen die Stadt, deren Lazarette mit über 1.000 Verwundeten belegt waren, kampflos ein. Am 7. April 1945 erfolgte ein deutscher Fliegerangriff auf Mühlhausen mit Splitterbombenabwürfen und Bordwaffenbeschuss. Dabei wurden zahlreiche Häuser beschädigt und mehrere Menschen getötet.

1945 bis 1990[Bearbeiten]

Nach der Übergabe der Stadt an die Rote Armee am 5. Juli 1945 lag Mühlhausen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ).

Ab 1945 wurden in Mühlhausen zahlreiche Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten und dem Sudetenland angesiedelt, darunter auch viele aus dem böhmischen Saaz (heute Žatec). Sie bilden im Unstrut-Hainich-Kreis eine mitgliederstarke Gruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Der starke Zustrom von Ostdeutschen erklärt auch die – trotz der Kriegsverluste – erhebliche Zunahme der Bevölkerungszahl von Mühlhausen in den Nachkriegsjahren. Diese verminderte sich dann wieder deutlich durch „Republikflucht“ in der Zeit von SBZ und DDR und dann noch einmal nach der Wende, auch Folge einer Deindustrialisierung.

Straßenszene, 1981

Am 17. Juni 1953 demonstrierten auf dem Marktplatz der Stadt 3000 Menschen, überwiegend Bauern aus den Dörfern der Umgebung. Sie forderten eine Senkung des Abgabesolls, Aufhebung der Kollektivierungsmaßnahmen, die Beseitigung der Diskriminierung der Großbauern, aber auch „Gesamtdeutsche freie und geheime Wahlen“ sowie den „Wegfall der Sperrzonen“ an der innerdeutschen Grenze. Vor dem Gerichtsgebäude wurde die Freilassung inhaftierter Bauern verlangt, es kam zu handgreiflichen Auseinandersetzungen mit der KVP. Diese wurden erst durch das Erscheinen des sowjetischen Militärkommandanten mit 20 Soldaten beendet. Die Demonstration wurde abends aufgelöst und der Ausnahmezustand durch die Besatzungsmacht ausgerufen. Die DDR-Sicherheitsorgane übergaben 20 bis 25 festgenommene Personen an den Militärkommandanten.[11][12][13]

1969 wurde die Mühlhäuser Straßenbahn stillgelegt und auf Busverkehr umgestellt. Zum 450. Todestag von Thomas Müntzer erhielt Mühlhausen 1975 den amtlichen Namenszusatz „Thomas-Müntzer-Stadt“. Im August 1976 fand in Mühlhausen die 26. Pugwash-Konferenz statt.

Von 22. Oktober 1989 bis Februar 1990 fanden von Versammlungen in Kirchen ausgehende politische Demonstrationen in Mühlhausen statt, auf denen zunächst die Demokratisierung der Verhältnisse und bald auch die deutsche Wiedervereinigung gefordert wurden. Im Dezember 1989 wurde eine Städtepartnerschaft mit Eschwege, 1990 mit Münster (Westfalen) geschlossen. Im Mai 1990 erfolgten demokratische Kommunalwahlen. Die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung fasste bereits im Juli den Beschluss zur sofortigen Beendigung der Abrissarbeiten in der historischen Altstadt, die als „einzigartiges Flächendenkmal“ erhalten und saniert werden sollte. Es liefen erste bauliche Sicherungsmaßnahmen an, unterstützt auch von der „Hessenhilfe für Thüringen“. Auch der Verein „Freunde Mühlhausens“ aus Münster half mit (Finanzierung des Pavillons auf der Stadtmauer). Straßen und Plätze erhielten ihre historischen Namen wieder. Die Großbetriebe der Stadt gerieten in Schwierigkeiten, es erfolgten Kündigungen und es gab auch Streiks wegen Gefährdung der Arbeitsplätze. Viele Anträge auf Reprivatisierungen wurden gestellt. Das Grenztruppen-Kommando löste sich im September 1990 auf, Mühlhausen wurde Bundeswehr-Garnison.

1991 bis heute[Bearbeiten]

1991 brachte das Ende der Zeit als sowjetische Garnison. Im gleichen Jahr strich die Stadtverordnetenversammlung den Beinamen „Thomas-Müntzer-Stadt“ aus dem Stadtnamen und beschloss als offizielle Bezeichnung der Stadt Mühlhausen/Thüringen. Die Altstadterneuerung machte gute Fortschritte, ein Schwerpunkt war die Neugestaltung der Fußgängerzone Steinweg. Im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Erhaltung des historischen Stadtraums in den neuen Bundesländern“ wurde Mühlhausen 1994 mit einer Bronzeplakette ausgezeichnet. Die Sanierung der Stadt lief und läuft erfolgreich weiter. Der Plattenbau Hotel Stadt Mühlhausen am Untermarkt wurde abgerissen. Am 9. November 1998 konnte die restaurierte Synagoge in der Jüdenstraße als Synagoge und Begegnungsstätte eingeweiht werden. 2001 wurde am Ort der Sowjetischen Militärtribunale am Untermarkt 17 (jetzt Amtsgericht) eine Gedenktafel enthüllt: „An diesem Ort wurden durch den sowjetischen Geheimdienst NKWD von 1945 bis 1948 Unschuldige eingekerkert und gefoltert. Viele wurden deportiert oder zum Tode verurteilt“.

Große Probleme der Stadt sind der Geburtenrückgang seit der Wende (DDR), die Deindustrialisierung und die Bevölkerungsabwanderung.

Im Jahr 2005 trat Mühlhausen als erste deutsche Stadt dem Verein Deutsche Sprache bei. Im selben Jahr wählten sie die Leser der Deutschen Sprachwelt zum Sprachwahrer des Jahres.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1360 3.000
1419 9.075
1825 12.650
1850 13.706
1880 23.478
1885 25.141
1890 27.538
1895 30.115
1900 33.428
1910 35.091
Jahr Einwohner
1925 36.755
1933 39.367
1939 41.493
1946 48.013
1949 51.744
1961 45.200
1970 46.135
1981 43.348
1985 43.286
1988 42.949
Jahr Einwohner
1994 40.544
1995 39.573
1996 39.154
1997 38.900
1998 39.030
1999 39.186
2000 38.695
2001 38.360
2002 37.661
2003 37.895
Jahr Einwohner
2004 37.855
2005 37.285
2006 36.874
2007 36.560
2008 36.210
2009 36.100
2010 35.978
2011 33.395
2012 33.235
2013 33.077

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 40,8 % (2009: 43,5 %)
 %
30
20
10
0
21,0 %
18,8 %
28,3 %
4,3 %
6,3 %
21,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-8,9 %p
-3,9 %p
+6,0 %p
-6,0 %p
+2,5 %p
+21,2 %p

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat Mühlhausens besteht aus 36 Stadträten und dem Oberbürgermeister. Die Sitzverteilung stellt sich seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wie folgt dar:

SPD 10 Sitze
Bürgerliste für Mühlhausen 08 Sitze
CDU 07 Sitze
LINKE 07 Sitze
GRÜNE 02 Sitze
FDP 02 Sitze
Großes Stadtwappen (Prunkwappen)

Der Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) wurde am 22. April 2012 im ersten Wahlgang mit 53,3 % der abgegebenen Stimmen gewählt.[14]

Siehe auch: Liste der Bürgermeister von Mühlhausen/Thüringen

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Das Stadtwappen von Mühlhausen in Thüringen wird als kleines Wappen (Schild) und großes Vollwappen geführt.

Blasonierung: „Geteilt von Gold und Rot, oben ein wachsender, schwarzer, rotbewehrter und -bezungter Adler, unten ein silbernes Mühleisen. Auf dem golden Spangenhelm mit rot-goldenen Decken eine steinbesetzte, goldene Dreiblattkrone und zwei silberne Büffelhörnern, außen mit je sechs dreiblättrigen grünen Lindenzweigen besteckt.“

Als Flagge führt die Stadt Mühlhausen die Farben Rot und Gold, mittig das kleine Stadtwappen (Wappenschild).

Bedeutung: Der Adler verweist auf den Status der Stadt als freie Reichsstadt, und das Mühleisen auf den Namensursprung der Stadt. Die Farbpaarung silber-rot im unteren Teil des Wappens ist auf den jahrhundertelangen Einfluss des Erzbistums Mainz zurückzuführen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Der Freundschaftsvertrag zwischen Mühlhausen und Tourcoing in Frankreich wurde 1961 geschlossen und 1979 durch einen weiteren Vertrag bekräftigt. Ein gegenseitiger Austausch war aus politischen Gründen sehr begrenzt und beschränkte sich auf Besuche französischer Gäste. Am 21. Mai 1993 wurde deshalb der Vertrag erneuert. Seitdem entwickelten sich rege sportliche, kulturelle und bildungspolitische Kontakte.

Eine Besonderheit stellt der Freundschaftsvertrag mit der Stadt Eschwege in Hessen dar, denn dieser wurde nach dem Mauerfall, aber vor der Wiedervereinigung Deutschlands als Erster aller deutschen Städte in dieser Zeit geschlossen. Das Ziel des am 22. Dezember 1989 geschlossenen Vertrages war die traditionell vorhandenen Gemeinsamkeiten in Kultur, Wirtschaft und Tradition neu zu beleben. Durch vielfältige Kontakte von kommunalen Einrichtungen, Vereinen und Institutionen konnte das Zusammenwachsen der Regionen gefördert werden.

Am 14. September 1990 wurde der Vertrag über eine Städtefreundschaft im Rathaus zu Münster unterzeichnet. Die ersten Kontakte wurden durch die Konditor- und Bäckerinnungen geknüpft. Während des Aufbaus der Verwaltung nach der politischen Wende leistete die Stadtverwaltung Münsters Hilfestellung durch das Bereitstellen von dringend benötigten Arbeitsmitteln und -geräten und Materialien. Verschiedene Gruppen und Initiativen haben bisher die Städtefreundschaft mit Leben erfüllt.

Am 18. März 1995 wurde der Städtepartnerschaftsvertrag mit der russischen Stadt Kronstadt geschlossen. Die Stadt war Ausgangspunkt der ersten russischen Weltumsegelung, an der der Mühlhäuser Wilhelm Gottlieb Tilesius von Tilenau teilnahm. Es werden vielfältige Beziehungen auf kulturellem, politischem, ökonomischem und wissenschaftlichem Gebiet gepflegt. Beide Städte arbeiten daran, bestehende Verbindungen auszubauen und neue herzustellen. Ein wesentlicher Aspekt der Partnerschaft sind Schüleraustausche und gegenseitige Besuche.

Eine Städtepartnerschaft mit dem US-amerikanischen Saxonburg wurde am 23. Mai 2008 abgeschlossen. Der etwa 1600 Einwohner zählende Ort im Westen von Pennsylvania wurde 1832 von dem in Mühlhausen geborenen und aufgewachsenen Johann August Röbling gegründet.

Innenraum der Marienkirche in Mühlhausen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Turm der Marienkirche
Divi-Blasii-Kirche
Jakobikirche (Stadtbibliothek)
Die Kilianikirche, Domizil der 3K-Theaterwerkstatt
Nikolaikirche
Kirche St. Marien

Theater[Bearbeiten]

Von 1840 bis 1945 hatte Mühlhausen ein bürgerliches Schauspielhaus und ein eigenes Sinfonieorchester. Das Theatergebäude wurde 1957 abgerissen. Seit 1991 erarbeitet das Projekt 3K Kunst, Kultur und Kommunikation, zuerst unter dem Dach des Vereins Arbeiten und Lernen in Mühlhausen e. V. und seit 1998 als eigenständiger Verein, Theaterstücke, Performances, Spielaktionen mit Jugendlichen und Erwachsenen und nutzt seit 2006 das vollständig zum Theater umgebaute Gebäude der Kilianikirche am östlichen Rand der Altstadt.

Musik[Bearbeiten]

Jedes Jahr zur Kirmes ist das Stadtbild von den Spielleuten geprägt, die auch abseits der Festtage an regionalen und nationalen Wettbewerben teilnehmen. Neben der musikalischen Untermalung des Festumzuges wird gegen Nachmittag des Kirmessamstags eine Musikschau dargeboten, in der alle Spielmannzüge der Stadt Mühlhausen und Gastspielleute ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Im Oktober 1960 entstand unter dem Zusammenschluss dreier Kirmesgemeinden der als erster der 1. Mühlhäuser Spielleuteverein 1960 e. V., der bereits sieben Jahre später dritter der 15 besten Klangkörper in der DDR wurde und insgesamt 15 republikweite Meistertitel für sich gewinnen konnte. Mit der Wende wurden die Trägerbetriebe und damit die Existenzgrundlage des Vereins aufgelöst. Eine private Drogerie rettete daraufhin den Verein.[15][16]

Am Lindenbühl steht das Hauptgebäude der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach, die vom Unstrut-Hainich-Kreis getragen wird. Sie sieht ihre Aufgaben in der Begabtenförderung und -findung sowie der Vorbereitung auf ein Berufsstudium. Dadurch haben sich einige Ensembles gebildet, die Jahr für Jahr zahlreiche Konzerte darbieten. So zum Beispiel das Kammerstreichorchester unter der Leitung von Wolfgang Faber. Es besteht seit 1994 und ist eine Zusammenkunft von Lehrern und Schülern, sowohl jetzige als auch ehemalige, der Kreismusikschule. Für modernere Musikrichtungen wie Jazz entstand dort auch die Big Band, die ihrerseits nur aus Schülern besteht. Speziell zum Schuljahresbeginn gibt die Kreismusikschule ein Konzert aller Ensembles im Rathaus.[17]

Seit 2007 wird jährlich der Nachwuchsband-Wettbewerb Rock oder Flopp[18] ausgetragen. Er besteht aus einem Vorentscheid, in dem die fünf Finalisten ermittelt werden, und dem Finale. Die Gewinnerbands sind von einer erneuten Teilnahme ausgeschlossen. Neben einem Preisgeld werden dem Sieger die Karriere fördernde Dienstleistungen gesponsert, wie zum Beispiel eine CD-Aufnahme in einem professionellen Studio. Der Zweitplatzierte gewinnt meist einen Auftritt zu einer beliebigen Veranstaltung des Hauptsponsors.

Museen[Bearbeiten]

  • Museum am Lindenbühl (Heimatmuseum der Stadt Mühlhausen)
  • Müntzer-Gedenkstätte in der Marienkirche
  • Gedenkstätte Deutscher Bauernkrieg in der Barfüßerkirche (Kornmarktkirche)
  • Museumsgalerie Allerheiligenkirche
  • Fernmeldemuseum Mühlhausen im Gebäude der Deutschen Telekom
  • Feuerwehrmuseum

Religion[Bearbeiten]

Mühlhausen war seit der Einführung der Reformation eine mehrheitlich evangelische Stadt. Die heute bestehenden Konfessionen und deren Gemeinden:

Ein Rückgang der Gläubigen ließ mit der Zeit viele Gotteshäuser verwaisen, weshalb die nun leeren Kirchen anderen Zwecken zugeführt wurden – so zum Beispiel ist die ehemalige Jakobikirche die neue Stadtbibliothek. Die oben erwähnte Kirche St. Martini wird nun, seit ihrem Umbau 2010–2011, durch die ev. Jugendarbeit als Jugendkirche genutzt. Ebenso finden hier normale Gottesdienste statt.

Die der Pogromnacht zum Opfer gefallene Synagoge wurde restauriert. Sie dient als Denkmal und Museum der jüdischen Geschichte in Mühlhausen. Auch finden hier ausgewählte Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Eine jüdische Gemeinde gibt es in Mühlhausen nicht mehr. Seit dem Jahre 2010 werden in Mühlhausen „Stolpersteine“, eine Aktion des Künstlers Gunter Demnig, zur Erinnerung an ermordete und vertriebene jüdische Bürger Mühlhausens verlegt. Bis Mai 2013 sind 30 Stolpersteine in Mühlhausen verlegt worden.

Bauwerke und Denkmale[Bearbeiten]

Sakralbauten[Bearbeiten]

  • Als zweitgrößte Kirche Thüringens bestimmt die Marienkirche – eine fünfschiffige gotische Hallenkirche – das Stadtbild Mühlhausens schon von weitem. Auf dem Balkon über dem Südportal stehen Figuren, die Karl IV. und seine Gemahlin Elisabeth von Pommern darstellen. Der Bau der Kirche begann 1317 und sollte ein dem Erfurter Dom ebenbürtiges Gotteshaus hervorbringen. Nach einem Streit zwischen den Mühlhäuser Bürgern und dem Deutschritterorden kam der Bau kurzzeitig zum Stillstand, wurde jedoch im frühen 15. Jahrhundert beendet. Seit dem Beginn der Reformation 1517 ist die Marienkirche evangelisch-lutherisch. Im kurz darauf folgenden Bauernkrieg diente die Kirche als Podium für die Reden Müntzers. Im Jahre 1903 wurde der neue Mittelturm fertiggestellt, da seine Vorgänger immer als zu klein empfunden wurden. Er ist derzeit mit 86,7 m der höchste Thüringens. Die Kirche selbst wird nur noch selten für Gottesdienste verwendet (ungefähr fünfmal jährlich), wohl aber als Gedenkstätte Thomas Müntzers.
  • Die Divi-Blasii-Kirche ist eine dreischiffige, kreuzförmige Hallenkirche am Untermarkt. Der Deutsche Orden begann den Bau dieser gotischen Kirche um 1276. Im Nordquerhaus befindet sich eine beeindruckende Maßwerkrose, die in ihren Ausmaßen halb so groß ist, wie die der Notre Dame in Paris. Auf der Westseite stehen zwei sechseckige Steintürme, die von einem Vorgängerbau stammen. Auf der westseitigen Empore befindet sich die 1959 eingeweihte Schuke-Orgel, die die Orgeldisposition Bachs umsetzt. Johann Sebastian Bach war 1707/08 Organist an Divi Blasii. Vor der Kirche wurde am 9. August 2009 ein Denkmal für ihn eingeweiht. Die Bronzeplastik des Hallenser Künstlers Karl Friedrich Messerschmidt stellt den 22-jährigen Bach dar. Sie wurde ausschließlich aus Spenden finanziert.
  • Die St.-Petri-Kirche geht auf eine Kapelle aus dem Jahr 1250 zurück. Das nördliche Seitenschiff der Kirche lässt den Übergang von Romanik zur Gotik erkennen. Der Taufstein kann nach neueren Untersuchungen als der älteste von Mühlhausen bezeichnet werden. Das zur Zierde aufgebrachte Maßwerk entspricht dem der Fenster im Nordschiff. In der Gesamtform ist ein romanischer Vorläufertaufstein erkennbar.
    Am 8. Oktober 1356 wurde die erweiterte Kirche in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Gerlach von Nassau in Dienst gestellt und unterstand von da bis zur Reformation dem Deutschen Ritterorden. In einem Umbau von 1893 bis 1895 erhielt die Kirche ihre heutige äußere Gestalt mit dem beeindruckend farbigen Dach. In der Kirche befindet sich eine aus dem Spätmittelalter stammende Figur des Jakobus. Vor der Kirche ist ein segnender Christus zu sehen, der 2008 von Romy Friedewald, einer Jenaer Künstlerin mit Wohnsitz in Dresden, geschaffen wurde.
  • Kilianikirche, Martinikirche und Georgikirche (Letztere mit Hochwassermarken der Unstrut), die einen identischen Bau vorweisen und nahezu in einer Linie in Nord-Süd-Richtung stehen
  • Die Nikolaikirche ist die bedeutendste und größte unter den Vorstadtkirchen Mühlhausens. Die erste urkundliche Erwähnung lässt sich für den 18. März 1314 belegen. Die Kirche geht zurück auf eine Filialgründung der Divi-Blasii-Kirche am Untermarkt. Sie unterstand wie fast alle Mühlhäuser Kirchen dem Deutschritterorden und war eine Filialkirche der Blasiuskirche. Von dort wurde sie auch mit Pfarrern beschickt. Bereits 1297 wird ein Pfarrer der Nicolaikirche benannt, dabei muss es sich aber um einen Vorgängerbau gehandelt haben. Als kleine Filialkirche erlebte die St. Nicolai-Kirche ihren Höhepunkt 1763, als nach dem Siebenjährigen Krieg das Friedensfest der Stadt dort gefeiert wurde, weil die innerstädtischen Kirchen nach der Verwüstung durch die Franzosen unbenutzbar waren. Als besonders bedeutend können die Fenster im Chor der Kirche angesehen werden. Dort gibt es ein Nikolausfenster aus dem 14. Jahrhundert.

Tätig für die Kirchenfenster war die Werkstatt von Alexander Linnemann in Frankfurt.

  • Jakobikirche (dritte „große“ Kirche innerhalb des Stadtkernes, auch mit zwei Haupttürmen versehen; beherbergt seit 2004 im Hauptschiff die Mühlhäuser Stadtbibliothek in einer Mischung aus moderner Architektur und historischem Bau)
  • Synagoge in der Jüdenstraße, 1998 erneuert und auch als Begegnungsstätte wieder eingeweiht

Weitere Bauwerke, Denkmale und Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • Das repräsentative Renaissance-Fachwerkgebäude Popperöder Brunnenhaus wurde ab 1614 auf Veranlassung des Bürgermeisters Gregorius Fleischhauer erbaut. Die bereits 1199 erwähnte Quelle wurde in Stein eingefasst. Nach den Beschädigungen im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage 1715 erneuert.
  • mittelalterlicher Stadtmauerring mit erhaltenem Wehrgang
  • Inneres und Äußeres Frauentor (erhaltene Bestandteile der einstigen Prachtstraße auf das Westportal der Marienkirche ausgerichtet, zum damaligen Empfang hoher Würdenträger bis hin zum Titel des Kaisers zum Besuch der Pfalz)
  • Rabenturm (an seinen Fundamenten der Friedhof für Pestkranke im Mittelalter)
  • Rathaus und Reichsstädtisches Archiv; das gotische Kerngebäude mit Rathaushalle und Ratsstube wurde Ende des 13. Jahrhunderts errichtet; das Rathaus hat mehrere jüngere Erweiterungsbauten
  • Der Löwe, Kriegsgefallenendenkmal, 1928 erbaut
  • Sowjetisches Ehrenmal auf dem Neuen Friedhof, das an 153 Opfer des Krieges und der Zwangsarbeit erinnert
  • VVN-Denkmal aus dem Jahr 1949 auf dem Bahnhofsvorplatz für die Opfer der Konzentrationslager

Friedhöfe[Bearbeiten]

Der Jüdische Friedhof, ein Teil des Alten Mühlhäuser Friedhofs, ist bis heute erhalten.
  • Städtischer Friedhof seit 1928, an der Eisenacher Landstraße
  • Der Jüdische Friedhof an der Eisenacher Straße erinnert an die ehemalige jüdische Gemeinde der Stadt, deren Mitglieder emigrierten oder Opfer der Shoa geworden sind.

Parks und Naherholungsgebiete[Bearbeiten]

Das Lindenbühl ist Teil der Mühlhäuser Grünanlagen entlang des Stadtmauerrings.
  • Grünanlagen mit altem Baumbestand im Vorfeld des inneren Stadtmauerrings: „An der Burg“, Hirschgraben und Hoher Graben im Norden und Westen sowie das Lindenbühl im Süden.
  • Parkanlagen zwischen Schwanenteich und Popperöder Quelle
  • Naturdenkmal Thomasteich und Thomasquelle
  • Der Mühlhäuser Stadtwald am westlichen Stadtrand
  • Thomas-Müntzer-Park am Rieseninger
  • Grünanlagen am Kriegerdenkmal (Mühlhäuser Löwe)
  • Mühlhäuser Landgraben
  • Der Park des Ökumenischen Hainich-Klinikums in Pfafferode, ein eingetragenes Kulturdenkmal mit altem Baumbestand.

Sport[Bearbeiten]

Mit dem Thuringia Funpark beherbergt Mühlhausen einen der größten Skateparks in Deutschland.

Der Thüringen-Ligist im Fußball – FC Union Mühlhausen – und der Bundesligist im Tischtennis – Post SV Mühlhausen 1951 – sind hier beheimatet.

Am Kirmes-Wochenende findet der Mühlhäuser Altstadtlauf statt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Daniela Schwalbe und Ernest Goldhahn als Ottilie und Thomas Müntzer beim Mühlhäuser Bauernkriegsspektakel 2014
  • An einem Wochenende Ende Mai: Mühlhäuser Bauernkriegsspektakel mit Historienspiel zu Thomas Müntzer und mittelalterlichem Markt
  • Pfingsten: Mühlhäuser Pflaumenblütenfest seit 2014, davor Stadtfest
  • Sommer: Brunnenfest an der Poppröder Quelle, Mühlhäuser Holzfahrt am Weißen Haus[19]
  • letztes Augustwochenende: Beginn der Mühlhäuser Kirmes
  • Samstag um Sankt Hubertus: Hainichjagd, eine der größten Gemeinschaftsjagden in Deutschland; Fuchsjagd im Ortsteil Felchta,mit Geländeritt und „Fuchsausreiten“
  • Martinifest in der Woche um Sankt Martin: Höhepunkt ist der ökumenische Martinsumzug aller Mühlhäuser Kirchgemeinden mit alljährlich Hunderten teilnehmender Kinder.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

  • Das Mühlhäuser Pflaumenmus gehört zu den bekanntesten in Deutschland. Es geht auf eine Originalrezeptur der Firma Herthä (Herrmann Thämert) aus dem Jahr 1908 zurück. Die Firma wurde 1972 in einen Volkseigenen Betrieb überführt und nach der Wende wieder privatisiert. Nach der Insolvenz des Mutterunternehmens Tegros Vertrieb wurde sie vom spanischen Konfitüren- und Aufstrichhersteller Helios übernommen.
  • Im Januar wird von vielen Bäckermeistern in der Stadt Süßkuchen angeboten. Das Gebäck aus einer sirupähnlichen, dicken Masse aus Honig und Pfefferkuchengewürz auf einem mit Roggenmehl bereiteten Boden blickt bereits auf eine etwa 800-jährige Geschichte zurück. Es soll somit den Kuchengeschmack des Hochmittelalters erfahrbar machen.
  • Am Gründonnerstag werden in den Bäckereien in und um Mühlhausen süße Brezeln (aus Hefeteig mit Zuckerguss) verkauft. Es heißt, wer in Mühlhausen an Gründonnerstag keine Brezel isst, bekommt Eselsohren.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Lage an der Unstrut und mehreren ganzjährig fließenden Bächen erlaubte intensive Mühlenwirtschaft. Der Name der Stadt und das Mühleisen im Wappen verweisen darauf. Um 1800 sind im engeren Stadtgebiet 19 Wassermühlen nachweisbar. Das Frischwasser war auch Voraussetzung für Woll-, Tuch-, und Lederverarbeitung (Loh- und Weißgerber). In der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es circa 50 lederverarbeitende Manufakturen. In Mühlhausen gefertigte Stoffe wurden u.a. von der international tätigen Großhandelsfirma Lutteroth in ganz Europa verkauft.

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich hier ansässige Kleinunternehmen zu Industriebetrieben, so z.B. Stephan Lederwarenwerk (Fahrradsattel und Schulranzen), Binkebank & Hammer (Weberei), Claes & Flentje OHG (Nähmaschinen, Strickmaschinen, Fahrräder).

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden durch Verstaatlichungen in den Jahren 1952 bis 1972 unter anderem folgende Volkseigene Betriebe:

  • Textilindustrie: VEB Mülana („Obertrikotagen“), VEB Cottana (vorher: VEB Buntweberei Mühlhausen; ursprünglich: Binkebank & Hammer, Weberei), VEB Westthüringer Kammgarnspinnerei Mühlhausen, VEB Textilveredlungswerke Mühlhausen (entstanden aus Gebrüder Hecht KG, Textilveredlung, und Heinz Schüler, Garnveredlung), VEB Mühlhauser Strickmoden (vorher Paul Schäfer Strickmoden KG)
  • Schwerindustrie: VEB Möve-Werk (bis 1952 Walter & Co. GmbH; Zulieferer für Fahrzeugtechnik, z. B. an IFA), VEB Förderwagen und Beschlagteile, VEB Stehlagerwerk, VEB Kinderfahrzeuge ZEKIWA, VEB Spezialnähmaschinenbau (vorher Claes und Co. GmbH)

1952 wurde das VEB Röhrenwerk zur Produktion von Elektronenröhren gegründet. Das Werk wurde 1971 in “VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck Mühlhausen” umbenannt und wurde Teil des Kombinats Mikroelektronik Erfurt. Seit dem Beginn der 1980er Jahre stellte der Betrieb elektronische Taschenrechner (darunter den einheitlichen Schultaschenrechner SR-1) her. Später kam die Produktion der verbreitetsten Heimcomputer-Serie der DDR hinzu: die sogenannten Kleincomputer KC 85/2-4.

Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde im Stadtgebiet Travertin gebrochen.

Im Ortsteil Pfafferode befindet sich das Ökumenische Hainich-Klinikum Mühlhausen.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Mühlhausen liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 247 (Leinefelde-WorbisGotha) und B 249 (SondershausenEschwege). Landesstraßen führen nach Anrode, Heyerode, Eisenach, Bollstedt und Menteroda.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Mühlhausen

Der Bahnhof Mühlhausen liegt an der Bahnstrecke Gotha–Leinefelde, auf der unter anderem der Regionalexpress von Göttingen über Erfurt nach Chemnitz verkehrt. In der Vergangenheit gab es außerdem Bahnstrecken nach Ebeleben und nach Treffurt, die inzwischen stillgelegt wurden.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Der öffentliche Personennahverkehr wird innerhalb des Mühlhäuser Stadtgebietes derzeit (2010) über fünf Omnibuslinien abgewickelt. Der Betreiber ist die Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis. Im Halbstundentakt verkehren die Linien 2 (Bahnhof – Schwanenteich), 5 (Weißes Haus – Bollstedt/Wendeschleife) und 7 (Sambach – Bonatstraße/Schadeberg); die beiden anderen Linien werden seltener bedient. Endstation des Regionalbusverkehrs ist der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) an der Burg.

Wanderwege[Bearbeiten]

Durch Mühlhausen führen der Pilgerweg Loccum–Volkenroda, der Unstrut-Radweg und der Barbarossawanderweg.

Bildung[Bearbeiten]

In Mühlhausen gibt es fünf Grundschulen und vier Regelschulen, von denen je eine evangelische Schule ist. Die Bildung der Sekundarstufe II wird mit dem staatlichen Tilesius-Gymnasium, einem evangelischen Gymnasium und einem beruflichen Gymnasium gewährleistet. Berufliche Bildung findet zudem an den Berufliche Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises, der Johann-August-Röbling-Schule, einer staatlichen berufsbildenden Schule für Gesundheit und Soziales, an der staatlich genehmigten höhere Berufsfachschule für Ergotherapie und der staatlich genehmigten Fachschule für Heilpädagogik sowie bei dem IFBE Bildungszentrum Thüringen-Nordhessen gGmbH statt. Daneben gibt es ein Staatliches Förderzentrum für Lernbehinderte und das Förderzentrum „Janusz Korczak“ in Trägerschaft der Mühlhäuser Werkstätten für Behinderte. In der Stadt sind außerdem die Volkshochschule des Unstrut-Hainich-Kreises, die Kreismusikschule „Johann Sebastian Bach“ und je eine private Musik- bzw. Musik- und Kunstschule angesiedelt.

Seit 1953 gab es in Mühlhausen ein Pädagogisches Institut, das ab 1969 ein Standort der Pädagogischen Hochschule Erfurt-Mühlhausen war. Dieser Standort wurde 1990 geschlossen, der Erfurter Standort wurde 2001 in die Universität Erfurt eingegliedert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

siehe:

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mühlhausen/Thüringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mühlhausen/Thüringen – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThüringer Landesamt für Statistik. Abgerufen am 21. August 2010.
  3. Vergleiche zu diesem Abschnitt Eckhard Götze: Neun Monate zu wenig Sonne. In Thüringer Allgemeine vom 13. Januar 2009, S. TAMU 3.
  4. Gerhard Günther und Winfried Korf: Mühlhausen. VEB E.A. Seemann Verlag, Leipzig 1986, S. 12
  5.  Paul Wappler, Verein für Thüringische Geschichte und Altertumskunde (Hrsg.): Die Täuferbewegung in Thüringen von 1526–1584. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
  6.  Christian Hege und Christian Neff: Mennonitisches Lexikon. Band 4, Eigenverlag, 1959, S. 324–327.
  7. Eigenrieden, Dörna, Hollenbach, Lengefeld, Horsmar, Dachrieden, Kaisershagen, Eigeroda, Windeberg, Saalfeld, Ammera, Reiser, Goermar, Bollstedt, Oster-Grabe, Wester-Grabe, Höngeda, Felchta, Eichen, Sambach, Sollstedt. Ueber alle diese Dörfer hat E. E. Rath zu Mühlhausen die völlige Jurisdiction, Botmäßigkeit und Gericht. Reinhard Jordan: Chronik der Stadt Mühlhausen bis 1525. Verlag Rockstuhl, Reprint 1900/2001, ISBN 978-3-934748-04-0, S. 41f.
  8. Vgl. BSLK, S. 766; vgl. S. 17.
  9. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 251f.
  10. Lothar Adler u.a. (Hrsg.): 100 Jahre Pfafferode 1912–2012, S. 70
  11. H. Mestrup:Zur Geschichte des Bezirkes Erfurt (1952–1990). Hrsg.: Landeszentrale für Politische Bildung Thüringen, Erfurt 2004
  12. Der Schrei nach Freiheit. 17. Juni 1953 in Thüringen. Ausstellung der Stiftung Ettersberg im Thüringer Landtag, Juni 2012
  13. Bericht der Bezirksbehörde Erfurt der Volkspolizei zu den Ereignissen vom 17.–22. Juni
  14. www.wahlen-in-thueringen.de abgerufen am 23. April 2012
  15. kirmesgemeinde-spielmannzug.de, Aus einer Stammtisch-Idee wurde Kirmes-Tradition!, letzter Zugriff am 11. August 2010
  16. 1.msv.de, 1. Mühlhäuser Spielleuteverein 1960 e. V. – Unsere Geschichte, letzter Zugriff am 11. August 2010
  17. Kreismusikschule Johann Sebastian Bach
  18. [1]
  19. Traditionsverein Mühlhäuser Heimatfeste e. V., Brunnenfest und Mühlhäuser Holzfahrt