Johann Georg Hamann (der Ältere)

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Johann Georg Hamann auch Haamann (* zwischen 10. Juli und 25. November 1697 in Wendisch-Ossig, heute Osiek Łużycki; † 14. Juli 1733 in Hamburg) war ein deutscher Librettist und Schriftsteller.

Leben [Bearbeiten]

Hamann entstammte wie sein berühmter, gleichnamiger Neffe Johann Georg Hamann aus einer Lausitzer Pastorenfamilie. Nach einem juristischen Studium an der Universität Leipzig und Mitglied der dortigen „Deutschen Gesellschaft“ wandte sich Hamann nach Hamburg. Hier war er Hauslehrer bei Hans Stats von Hagedorn dem Vater von Friedrich von Hagedorn. In der Zeitschrift „Vernünftigen Tadlerinnen“, die von Johann Christoph Gottsched herausgegeben wurde, veröffentlichte er Beiträge. Im Jahre 1721 veröffentlichte er eine Fortsetzung des beliebten Barockromanes „Die asiatische Banise“, dessen ersten Teil Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen geschrieben hatte. Er gab in Hamburg mehrere Wochenschriften heraus und war 1731 bis 1732 Redakteur des „Hamburgischen Correspondenten“. Auch war er mit Barthold Heinrich Brockes befreundet und schrieb Libretti für Opern von Georg Philipp Telemann.

Werke (Auswahl) [Bearbeiten]

  • Die Asiatischen Banise 2.Teil. Leipzig 1721, neue verb. Aufl. 1766 (Digitalisat)
  • Libretto zur Oper Margaretha, Königin von Castilien. Musik: Georg Philipp Telemann. Hamburg 1730
  • Libretto zur Oper Der Weiseste in Sidon. Musik: Georg Philipp Telemann. Hamburg 1733

Literatur (Auswahl) [Bearbeiten]

  • Gottlieb Friedrich Otto, Lexikon der Oberlausitzischen Schriftsteller. 2. Bd. 1. Abschnitt Görlitz 1802, S. 18
  • Lexikon der Hamburgischen Schriftsteller III, S. 78—81