John Cooper (Komponist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

John Cooper, (* ca. 1570; † 1626, auch bekannt als Giovanni Coperario (Coprario)), war ein englischer Musiker und Komponist.

John Cooper, der sich seit dem frühen 17. Jahrhundert ausschließlich mit der romanisierten Form seines Namens benannte, war als Komponist, Gambenspieler und Lautenist bedeutsam. Aufgrund seiner Namensänderung wird oftmals vermutet, dass er Italien bereiste, doch gibt es dafür keine Belege.

Cooper diente am Hof des Königs Charles I., dem er möglicherweise schon vor dessen Thronbesteigung Musikunterricht erteilte. Zu seinen Schülern gehören außerdem Henry und William Lawes.

Unter Coopers Werken finden sich (Gamben-)Fantasien, Suiten und andere Kompositionen für Gamben und Violinen, zudem zwei Liedersammlungen Funeral Teares (1606) und Songs of Mourning: Bewailing the Untimely Death of Prince Henry (1613). Er ist außerdem Verfasser einer Kompositionsanleitung Rules how to Compose. Daneben sind Trauergesänge und Psalmen, einige Tanzlieder (Villanellen) und etliche Fancies (Instrumentalbearbeitungen sakraler Musik) überliefert. Gerade mit letzteren übte er gewissen Einfluss auf die Entwicklung der Triosonate aus.