Joseph Arneth

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Dieser Artikel behandelt den deutschen Mediziner Joseph Arneth. Für den österreichischen Numismatiker und Archäologen siehe Joseph von Arneth.

Joseph Arneth (* 13. Oktober 1873 in Burgkunstadt; † 16. November 1955 in Münster) war ein deutscher Mediziner.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur am Neuen Gymnasium[1] im Jahr 1892 studierte Arneth an den Universitäten in München, Heidelberg und Würzburg Medizin und beendete 189? sein Studium erfolgreich. Anschließend verbrachte er als Assistenzarzt über ein Jahr bei einem Regiment aus Bayern, das in der Festung Metz stationiert war.

Mit 27 Jahren kam er als Assistent an die Universitätsklinik nach Würzburg und war dort auch am Juliusspital tätig. 1904 konnte sich Arneth in Würzburg in seinem Spezialgebiet Innere Medizin habilitieren. 1907 nahm er einen Ruf an die Universität Münster an und lehrte dort propädeutische Medizin. Später betraute man ihn dort mit der Leitung der Inneren Klinik des städtischen Krankenhauses.

Im Alter von 82 Jahren starb Joseph Arneth am 16. November 1955 in Münster.

Als Arnethsches Blutbild wird in der Medizin auch die sogenannte Linksverschiebung des Blutbildes zugunsten unreifer neutrophiler Leukocyten bezeichnet. Dieser Begriff ist ebenso wie die von Arneth entwickelte Einteilung der granulopoetischen Reifungsreihe heute nicht mehr allgemein gebräuchlich.

Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Die neutrophilen weissen Blutkörperchen bei Infektions-Krankheiten. Jena, Fischer 1904.
  • Diagnose und Therapie der Anämien. Stuber, Würzburg 1907.
  • Leitfaden der Perkussion und Auskultation für Anfänger. Leipzig, Fischer 1920.
  • 1914–1918: Kriegsmedizin Erfahrungen im bayr. Feldlazarett No 42. Leipzig, Klinckhardt 1920.
  • Qualitative Blutlehre und Blutkrankheiten einschließlich der Verhältnisse bei den Blutplättchen. Leipzig, Johann Ambrosius Barth 2. Auflage 1942.
  • Gesammelte qualitativ-haematologische Untersuchungen 1936-1944. 50 Einzelarbeiten. Leipzig 1944.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft - Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild, Erster Band, Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1930, S. 35, ISBN 3-598-30664-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eugen Brand: Die ersten 25 Jahre des Neuen Gymnasiums Bamberg : (1890–1915). Gärtner, Bamberg 1915, S. 24 (Digitalisat).