Judaica

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Thoraschild (Tas), 18. Jahrhundert

Als Judaica werden zum einen die handschriftliche oder gedruckte Literatur aller Sprachen und jeglicher Autorenschaft (auch von Nichtjuden) bezeichnet, die sich mit dem Judentum (Kultur, Religion, Judaistik) oder jüdischen Themen beschäftigt. Zum anderen wird der Sammelbegriff verwendet für jüdische, meist antiquarische Schriften und Manuskripte, seltene jüdische kunsthandwerkliche Gegenstände sowie rituelle und sakrale Objekte (siehe auch: Sakrales Gerät). Sammler von Judaica zahlen oft hohe Preise für moderne oder antike Exemplare, wie silberne oder goldene Chanukka-Leuchter, Tora-Kronen, Torazeiger (Jad), Rimonim (Aufsetzer für die Torarolle) oder ein versilbertes Thoraschild (Tas).

Im Unterschied zu Judaica versteht man unter Hebraica Literatur in hebräischer Sprache oder mit hebräischen Lettern geschrieben (z. B. Aramäisch oder Jiddisch) [1]. Eine Schnittmenge zwischen Judaica und Hebraica sind Werke in hebräischen Buchstaben über jüdische Themen. Judaica werden über den Inhalt definiert (Judentum), Hebraica über die Form (Schrift). Selbst explizit antijüdische Schriften oder Antisemitica auf Spanisch gelten wie eine koreanische Abhandlung über ein jüdisches Hochzeitsritual als Judaicum, die Übersetzung eines Harry-Potter-Romans ins Hebräische als Hebraicum.

Judaica av01.jpg

[Bearbeiten] Beispiele

Judaica, Beiträge zum Verstehen des Judentums, ist auch eine Vierteljahresschrift der Stiftung für Kirche und Judentum. ISSN 0022-572X Webseite an der Uni Tübingen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Definitionen Hebraica, Judaica, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

[Bearbeiten] Literatur

  • Bibliothek des Judentums : Die Hebraica- und Judaica-Sammlung der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main. Entstehung, Geschichte und heutige Aufgaben. Frankfurt am Main : Klostermann 1996, Frankfurter Bibliotheksschriften 4, ISBN 3-465-02863-5
  • Bibliographia Judaica : Verzeichnis jüdischer Autoren deutscher Sprache / bearb. von Renate Heuer. - Frankfurt: Campus-Verlag, ISBN 3-593-33060-1 (Gesamtwerk)
  • Lili Eylon, "Versuche nie, Leute zu überreden", Der Jerusalemer Judaica-Händler Meir Urbach - Einer von etwa Zwölf auf der Welt, in Die Welt, 12. Jan. 2002, Onlinetext
  • "Je älter, desto besser, Judaica sind nicht nur in Israel beliebt, leider aber oft gefälscht" / 4. Teil, in Die Welt, 3. Feb. 2001, Onlinetext

[Bearbeiten] Weblinks

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