Junko

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Dieser Artikel bezeichnet die Vogelart Junko. Zum japanischen Vornamen siehe Junko (Vorname).
Junko
Junko (Junco hyemalis)

Junko (Junco hyemalis)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Ammern (Emberizidae)
Gattung: Junkos (Junco)
Art: Junko
Wissenschaftlicher Name
Junco hyemalis
(Linnaeus, 1758)
Verbreitung des Junkos:
gelb:Brutgebiet
grün:Vorkommen als Standvogel
blau:Überwinterungsgebiet

Der Junko (Junco hyemalis) ist ein häufig vorkommender amerikanischer Singvogel aus der Familie der Ammern.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Gefiederfarbe der einzelnen Unterarten des 15 cm langen Junkos ist recht unterschiedlich. Meistens ist er am Rücken grau oder braun und am Bauch blass gefärbt. Der Schnabel ist gewöhnlich rosafarben. Im Flug sind die äußeren weißen Schwanzfedern deutlich zu sehen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Junko lebt in Misch- und Nadelwäldern, Dickichten, Parks und Gärten in weiten Teilen Nordamerikas bis nach Nordmexiko. Die nördlichen Populationen ziehen in der kalten Jahreszeit in den Süden, einige von höheren Lagen in tiefere. Im Winter taucht der Vogel häufig in oder um Städte an Futterhäuschen auf. In Westeuropa ist er ein seltener Irrgast.

Lebensweise[Bearbeiten]

Der Junko sucht am Boden nach Insekten und Samen.

Der Vogel brütet in Nadel- und Mischwäldern. Beide Partner bauen am Boden oder auf niedrigen Zweigen ein schalenförmiges Nest aus Zweigen, Gräsern, Wurzeln und anderem pflanzlichen Material mit etwa 10 cm Durchmesser. Der Vogel brütet normalerweise zweimal im Jahr. Die durchschnittlich vier matt glänzenden Eier sind grau oder bläulich-weiß gefärbt und haben braune, violette oder graue Flecken. Das Gelege wird vom Weibchen alleine 12 bis 13 Tage bebrütet. Beide Altvögel kümmern sich um den Nachwuchs, der nach 11 bis 14 Tagen flügge wird.

Unterarten[Bearbeiten]

  • Junco hyemalis hyemalis ist an Kopf, Brust und Oberseite schiefergrau gefärbt. Das Weibchen ist grau-braun. Er kommt in den Nadelwäldern von Alaska bis nach Neufundland und südlich bis in den Appalachen vor und überwintert weiter südlich. Diese Unterart ist relativ häufig.
  • Junco hyemalis aikeni ist an Kopf, Brust und Oberseite grau gefärbt und hat weiße Flügelstreifen. Das Weibchen ist graubraun. Er lebt in den Black Hills in South Dakota und Wyoming und ist relativ selten.
  • Der Oregon-Junko (Junco hyemalis oreganus) ist an Kopf und Brust schwarz-grau gefärbt und hat einen braunen Rücken, braune Flügel und rötliche Flanken. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Alaska bis auf die nördliche Baja California. Diese Unterart ist die häufigste im Westen Nordamerikas.
  • Junco hyemalis mearnsi ist an Kopf und Brust grau mit braunen Rücken und Flügel und rosa-braunen Flanken. Er ist in den nördlichen Rocky Mountains von Alberta bis nach Idaho und Wyoming zu finden.
  • Der Graukopfjunko (Junco hyemalis caniceps) ist hauptsächlich grau mit einem rostfarbenen Rücken und lebt in den Rocky Mountains von Colorado bis ins zentrale Arizona.
  • Junco hyemalis dorsalis hat einen dunklen unteren Schnabel und rostfarbene Flügel. Er ist in den Bergen von Arizona und New Mexico zu finden.
  • Der Guadalupe-Junko (Junco hyemalis insularis) ist die seltenste Unterart. Er ist endemisch auf der Insel Guadalupe.

Literatur[Bearbeiten]

  • Colin Harrison, Alan Greensmith: Vögel: mit mehr als 800 Arten. Dorling Kindersley, Starnberg 2005, ISBN 978-3-8310-0785-1
  • Bryan Richard: Vögel: über 400 Arten aus aller Welt. Parragon, Bath 2006, ISBN 978-1-4054-5506-0

Weblinks[Bearbeiten]