Kaliumformiat

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Strukturformel
Strukturformel von Kaliumformiat
Allgemeines
Name Kaliumformiat
Summenformel CHKO2
CAS-Nummer 590-29-4
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 84,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,91 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

165–168 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​37
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−679,7 kJ/mol[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumformiat ist das Kaliumsalz der Ameisensäure. Es ist eine farblose, zerfließliche Substanz in kristalliner, rhombischer Form. Die Dichte beträgt 1,91 g/cm3, der Schmelzpunkt liegt bei 167,5 °C. Kaliumformiat tritt als Zwischenprodukt im inzwischen technisch unbedeutenden Formiat-Pottasche-Verfahren zur Herstellung von Kaliumcarbonat auf. Der Namensbestandteil -formiat geht auf das lateinische Wort formica (Ameise) zurück.

Kaliumformiat wird als Flächenenteisungsmittel, beispielsweise auf Straßen und Flughäfen, eingesetzt und hat sich in einer Untersuchung des Finnish Environment Institute (SYKE) im Vergleich zu kochsalzhaltigen Auftaumitteln als verhältnismäßig umweltschonend erwiesen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Kaliumformiat bei AlfaAesar, abgerufen am 26. März 2010 (JavaScript erforderlich)..
  2. a b Eintrag zu CAS-Nr. 590-29-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 6. April 2011 (JavaScript erforderlich).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-19.
  5. Pressemitteilung des Finnischen Umweltministeriums vom 2. Oktober 2004, ymparisto.fi