Kanonenofen

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Ein Kanonenofen ist ein kleiner gusseiserner zylinderförmiger Ofen. Der Abzug für das Rauchgas ist entweder seitlich am oberen Teil – wie bei den meisten Öfen – oder senkrecht angebracht. Aufgrund der Konstruktion sind solche Öfen für die Verfeuerung von Kohle ausgelegt, es können aber auch andere feste Stoffe wie Holz oder Torf verbrannt werden.[1]

In diesem Zylinder befindet sich der Feuerungsraum für die Kohle mit dem Ascherost und dem darunter befindlichen Aschekasten, die während des Brennvorgangs mit entsprechenden Türen verschlossen werden. Ähnliche gusseiserne Öfen von größerem Ausmaß gab es bereits im 18. Jahrhundert. Die zylindrische Form und die daraus resultierende Ähnlichkeit mit Kanonen waren es, welche ihm den Namen gaben. Besonders stark verbreitet waren diese Öfen in Mitteleuropa seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Heizleistung reichte meist nur für ein einzelnes Zimmer aus, entsprechend wurden unterschiedliche Größen angeboten. Neben seiner Funktion als Wärmequelle diente der Kanonenofen auch als dekoratives Element. So entstanden im Laufe der Zeit abgewandelte Formen dieses Ofens, die fälschlicherweise auch als Kanonenofen bezeichnet werden.[2]

Aufgrund der inzwischen in vielen Ländern Europas geltenden strengeren Regelungen für die Luftreinhaltung, wie z. B. in Deutschland die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, sind solche Öfen in der Regel nicht mehr zulässig und daher auf dem Markt kaum noch zu finden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Allgemeines zum Kanonenofen
  2. Geschichte des Kanonenofens
  3. Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Siehe auch[Bearbeiten]