Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg

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Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg

Die Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB), französisch Bibliothèque cantonale et universitaire (BCU) untersteht der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) des Kantons Freiburg und ist dem Amt für Kultur angegliedert. Die KUB setzt sich aus einer Zentralbibliothek sowie aus den dezentralen Bibliotheken der Universität zusammen. Alle Bibliotheken werden nach denselben bibliothekarischen Grundsätzen und Richtlinien geführt.

Im Dienste sowohl der Bevölkerung als auch der Hochschulgemeinschaft, trägt sie zur Entfaltung des intellektuellen und kulturellen Lebens des Kantons bei. Sie ist Teil des Westschweizer Bibliotheksverbundes (RERO) und arbeitet eng mit den anderen Bibliotheken des Kantons zusammen.

Gesetzliche Grundlage[Bearbeiten]

Gemäss dem kantonalen Gesetz über die kulturellen Institutionen des Staates hat die KUB die Aufgabe:

  • die zur Aus- und Allgemeinbildung sowie zur wissenschaftlichen Forschung erforderlichen Informationsträger zu erwerben, zu verzeichnen, zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen
  • eine für die Öffentlichkeit zugängliche Freiburger Dokumentation zu erstellen und eine zugehörige Bibliographie zu führen
  • die obligatorische Abgabe von Druckerzeugnissen und Aufnahmen sicherzustellen und die Sammlungen zu erhalten
  • zur Entwicklung des allgemein öffentlichen Bibliothekswesens im Kanton beizutragen.

Chronologie[Bearbeiten]

  • 1848: Gründung der Kantonsbibliothek. Die Bestände stammen aus den Bibliotheken des Jesuitenkollegiums Sankt Michael und den verschiedenen aufgehobenen Orden und Klöstern.
  • 1852: Der erste Direktor, Abbé Meinrad Meyer, veröffentlicht den ersten Band des gedruckten Katalogs.
  • 1889: Gründung der Universität Freiburg.
  • 1909: Die Bibliothek wird offiziell zur «Kantons- und Universitätsbibliothek» (KUB).
  • 1910: Einweihung des aktuellen Bibliotheksgebäudes (Rue Joseph-Piller).
  • 1941: Einweihung des universitären Gebäudekomplexes Miséricorde: In den neuen Gebäuden werden die Seminarbibliotheken eingerichtet.
  • 1976: Erweiterung der KUB (die dem Gebäude das heutige Aussehen verleiht).
  • 1984: Beginn der Informatisierung der Dienstleistungen der KUB und Anschluss an den Verbund der Westschweizer und Tessiner Bibliotheken (RERO).
  • 1989: Integration des Freiburger Medienzentrums in die KUB. Der erste Band der laufenden Freiburger Bibliographie wird veröffentlicht(1990).
  • 1995: Aufschaltung der ersten Internetseite der KUB.
  • 1999: Zahlreiche elektronische Informationsressourcen sind online zugänglich: elektronische Zeitschriften, Freiburger Fotobestände, Datenbanken, elektronische Bibliotheken usw. sowie die Freiburger Bibliographie (2001).
  • 2000: Einweihung des DOKPE, Bibliothek der naturwissenschaftlichen Fakultät.
  • 2002: Umzug eines Teils der Bestände der KUB-Zentrale in die neue Aussenstelle Beauregard.
  • 2005: Einweihung der BP2, Bibliothek für Wirtschaft, Gesellschaft, Informatik und Sport.

Bestand[Bearbeiten]

Die KUB beherbergt und stellt ungefähr 3,5 Millionen Dokumente zur Verfügung, darunter:

  • 2'300'000 Druckschriften
  • 190'000 alte und seltene Drucke
  • 5100 laufende Zeitschriften
  • 2100 Handschriften (darunter 180 vor 1500)
  • 530 Inkunabeln
  • 90 Nachlässe
  • 6000 geographische Karten und Pläne
  • 930'000 Fotoaufnahmen in etwa zwanzig Nachlässen
  • 5200 audiovisuelle Dokumente
  • 11'000 elektronische Zeitschriften
  • 290 Datenbanken

Weblinks[Bearbeiten]