Karl Julius Fritzsche

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Filmproduzenten Karl Julius Fritzsche. Zum Pharmazeuten siehe Carl Julius Fritzsche.

Karl Julius Fritzsche, auch K. J. Fritzsche (* 30. März 1883 in Leipzig; † 12. Oktober 1954 in München) war ein deutscher Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Der Sohn eines Bäckers absolvierte eine Verlagslehre und stieß 1909 zum Film, zunächst im Vertrieb. 1914 produzierte er mit Schachmatt seinen ersten Film, bevor er 1915 eingezogen wurde und bis zum Kriegsende 1918 am Ersten Weltkrieg teilnahm.

1919 gründete er mit der Transocean-Film seine eigene Filmfirma. Er produzierte mehrere Stummfilme und begann 1928 auch als Produktionsleiter und Filmfinanzier zu arbeiten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten konnte er seinen Einfluss ausdehnen. Fritzsche wurde 1934 zum Produktionschef der Tobis-Magna berufen, seit 1940 war er Produktionschef und Technischer Atelierleiter der Tobis, 1942 zusätzlich deren Wirtschaftsdirekor. Er produzierte mehrere prestigeträchtige Werke der Filmgesellschaft mit deren Star Emil Jannings.

Nach Kriegsende nahm Fritzsche 1948 seine Tätigkeit beim Film wieder auf. Er gründete die Verleihfirma Deutsche London Filmverleih, die später auch produzierte. 1952 gründete er die Magna-Film.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1914: Schachmatt
  • 1918: Ikarus – Im Höhenflug der Leidenschaften
  • 1921: Marodeure der Großstadt
  • 1922: Louise de Lavallière – Am Liebeshof des Sonnenkönigs
  • 1923: Arme Sünderin
  • 1929: 'Roah-Roah!' Der Schrei der Sehnsucht
  • 1931: Himatschal – Der Thron der Götter
  • 1931: Die Försterchristl
  • 1934: Maskerade
  • 1935: Der Ammenkönig
  • 1936: Der schüchterne Casanova
  • 1936: Ein Hochzeitstraum
  • 1936: Truxa

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 119f.

Weblinks[Bearbeiten]