Karol Sidon

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Karol Sidon
Karol Sidon und Präsident Václav Havel

Karol Sidon (* 9. August 1942 in Prag; auch Ephraim ben Alexander) ist tschechischer Rabbiner und Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach dem Abitur 1960 studierte Karol Sidon an der FAMU, schrieb Drehbücher und war kurze Zeit für den Tschechoslowakischen Rundfunk, unter anderem als Hörspielautor, tätig. Bis 1968 leitete er die Dramaturgie im Studio von Jiří Trnka. Von 1968 bis zu deren Auflösung arbeitete er als Redakteur der Literarischen Blätter (Literární listy). Er ist einer der Unterzeichner der Charta 77. 1978 erhielt er den Jiří Kolář Exilpreis.

1983 emigrierte Sidon nach Deutschland, konvertierte zum Judaismus und studierte Judaistik. Er fand sich in Deutschland jedoch nicht zurecht und kehrte 1992 nach Tschechien zurück. Seit 1992 ist er Oberrabbiner von Prag sowie Landesoberrabbiner. Am 21. November 2005 wurde er wieder gewählt. Karol Sidon ist Vater der Schauspielerin Magdalena Sidonová.

[Bearbeiten] Werke

  • Sen o mém otci, 1968
  • Sen o mně, 1970
  • Boží osten, 1975
  • Brány mrazu, 1977
  • Dvě povídky o utopencích, 1988
  • Evangelium podle Josefa Flavia, 1974

[Bearbeiten] Drama

  • Zákon, 1968, ausgezeichnet als bestes Hörspiel des Jahres 1968
  • Labyrint (cirkus podle Komenského), 1972
  • Latrína
  • Shapira, 1972
  • Zpívej mi na cestu
  • Maringotka Zuzany Kočové

[Bearbeiten] Kinderbücher

  • Pohádky ze čtyř šuplíčků, 1979 (erschien unter den Namen seiner Ehefrau Marcela Třebická).

[Bearbeiten] Filmografie

  • Bohemia Docta aneb Labyrint světa a lusthauz srdce (2000)

[Bearbeiten] Weblinks

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