Karottenhose

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Karottenhosen haben eine Schnittform, die z. B. mithilfe von Bundfalten und eher dünnen, weichen Stoffen den Hüftbereich weiter und elastischer umkleiden, und sich zu den Knöcheln hin wieder verjüngen [1], so dass sich insbesondere bei sehr schlanken Menschen eine deutliche Betonung der Hüfte ergibt, und die Gesamtform an eine Karotte erinnert.[2]

Während eine Hüftbetonung traditionell als sekundäres Geschlechtsmerkmal mit Weiblichkeit assoziiert wird, kamen Karottenhosen in den frühen 80er Jahren erstmals auch für (insbesondere junge) Männer in Mode, im Fahrwasser von Jugendsubkulturen wie „New Romantic“ (britisch) und „Popper“ (deutsch), die sich mit einer sanften, fast androgynen Betonung von sexueller Attraktivität assoziierten, in bewusster Abgrenzung zu unmittelbar vorangegangenen und als proletenhaft verachteten Auffassungen von jugendlicher Männlichkeit als Härte und Rebellion (vgl. Rocker, Punk), sowie zu deren konträrer Hosenmode (sehr enge, geradlinige, unelastische Hüftschnitte; derbe Materialien wie Jeans oder Leder)[3].

Ein bekannter Anbieter in den 1980er Jahren war Vanilia.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Broder Carstensen, Ulrich Busse, Regina Schmude: Anglizismen-Wörterbuch, Band 1, S. 82, Baggy
  2. Karottenhose im Bekleidungs-Lexikon
  3. Jugend und Mode: Kleidungs als Selbstinszenierung, S. 95
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