Kartusche (Kunst)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rocaille-Kartusche in einer Rokoko-Kirche (Franziskanerkirche Überlingen)

Eine Kartusche ist in der Ornamentik ein Zierrahmen. Kartuschen können Wappen, Texte oder Porträts umrahmen. Dabei unterscheidet sie von einem Bilderrahmen, dass sie nicht mobil sind, sondern skulpturaler Bestandteil der umgebenden Architektur.

Insbesondere in der Architektur der Renaissance und des Barock waren Kartuschen beliebte Formen, die oft selbst als Schmuck dienten, ohne mit einem Inhalt gefüllt zu werden.

Die niederländische Kartusche mit Roll- und Knorpelwerk (Fledermausflügel, Hundeohren) kam in der französischen Klassik bei dem Style Louis XIII zum Einsatz. Beispiel dafür Schloss Cheverny. In der französischen Form wurden diese Kartuschen gelängt, wie in Paris, St-Gervais und Fontainebleau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilfried Koch: Baustilkunde - Europäische Baukunst von der Antike bis zur Gegenwart, Orbis-Verlag, München 1988, ISBN 3-572-05927-5, S. 318 (Französische Klassik Louis XIII 1610-43 Fledermausflügel, Hundeohren, vgl. Schloss Cheverny; gelängter franz. Form vgl. Paris, St-Gervais und Fontainebleau.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kartuschen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien